Abgeschlossene Projekte

Arbeit und Alter

„Arbeit und Alter“ war eine Weiterentwicklung des Engagements der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung im ehemaligen Themenfeld „Beruf und Familie“.  Gesellschaft und Arbeitswelt stehen aktuell vor einer neuen Herausforderung: In den nächsten 15 Jahren werden mit den geburtenstarken Jahrgängen rund 20 Mio. Menschen das gesetzliche Renteneintrittsalter erreichen und sich die Frage stellen, wie sie den Übergang von der Erwerbsarbeit in den Ruhestand gestalten. Die gesetzlich vorgegebenen Rahmenbedingungen ermöglichen aktuell nur wenig Flexibilität. Wegen mangelnder Wahlmöglichkeiten wird in der Regel bis zum Übergang in den Ruhestand voll gearbeitet und danach abrupt gar nicht mehr. So geht den Unternehmen viel Potenzial verloren und es drohen hohe volkswirtschaftliche Kosten. Die Fakten und Prognosen sind den Unternehmen durchaus bekannt – dennoch fehlen derzeit betriebliche Lösungen zur Gestaltung einer flexiblen Übergangsphase. Und die wenigsten Arbeitgeber sehen einen Handlungsbedarf. Mit dem Projekt „Arbeit und Alter“ wollte die Stiftung Anreize schaffen, verstärkt betriebliche Lösungen umzusetzen. Realisiert wurden eine GfK-Umfrage zur Diskrepanzen zwischen den Vorstellungen der Arbeitgeber und den Wünschen der Arbeitnehmer sowie ein Ideenwettbewerb, um diese Diskrepanzen zu verringern.
www.arbeit-und-alter.eu

Auryn

Wenn ein Elternteil eine psychische Erkrankung hat, fühlen sich Kinder oft verunsichert und überfordert. Das von 1998 bis 2004 von der Hertie-Stiftung geförderte Kinderprojekt Auryn hat durch ein ambulantes pädagogisch-therapeutisches Angebot geholfen, die Kinder vor seelischen Störungen zu bewahren. Seit 2004 fördert die Stiftung Waisenhaus die Fachstelle für Kinder psychisch kranker Eltern in größerem Umfang weiter.

www.waisenhaus-frankfurt.de

Beruf und Familie

Die berufundfamilie gGmbH wurde 1998 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung gegründet, um alle Aktivitäten der Stiftung im gleichnamigen Themenfeld zu bündeln. Zentrales Angebot an alle privaten Unternehmen und öffentlichen Institutionen sind das audit berufundfamilie sowie das audit familiengerechte hochschule für Fachhochschulen und Universitäten. Beide verstehen sich als strategische Managementinstrumente, welche maßgeschneiderte, gewinnbringende Lösungen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie bereithalten. In den vergangenen Jahren hat sich das Zertifikat audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule zum anerkannten Qualitätssiegel familienbewusster Personalpolitik entwickelt. Unternehmen und Institutionen bzw. Hochschulen die ein solches Zertifikat erhalten, haben bewiesen, dass sie eine nachhaltig familienbewusste Personalpolitik betreiben. Der Erfolg dieser Managementinstrumente war so groß, dass sich die Stiftung entschlossen hat, ab 2016 das Zertifizierungsverfahren in die Hände der berufundfamilie Service GmbH übergehen kann.

Das Unternehmen berufundfamilie Service GmbH führt nun den gesamten Prozess von der Auditierung bis zur Zertifizierung durch. Um Kontinuität zu gewährleisten, wird die Hertie-Stiftung für einen Übergangszeitraum Minderheitsgesellschafter der berufundfamilie Service GmbH und auch den Vorsitzenden des dortigen Kuratoriums stellen. Das Kuratorium stellt sicher, dass Auditierung und Zertifizierung unabhängig voneinander bleiben, um keinerlei Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Zertifikate aufkommen zu lassen.

Bis heute haben sich insgesamt 1.574 Arbeitgeber mit rund 2,57 Millionen Beschäftigten und 1,78 Millionen Studierenden erfolgreich auditieren lassen.

www.berufundfamilie.de

BRIE - Bulgarisch-Rumänisches Interuniversitäres Europazentrum

Das Bulgarisch-Rumänische Interuniversitäre Europazentrum BRIE in Giurgiu und Rousse war das erste grenzübergreifende Hochschulprojekt Südosteuropas. Seit dem Wintersemester 2002/2003 bietet es Masterkurse in „European Studies“ und „Public Administration“ an. Als größter privater Förderer begleitete die Hertie-Stiftung das Projekt von 2002 bis 2006 mit der Vergabe von Stipendien und der Unterstützung eines BRIE-Koordinationsbüros am Zentrum für Europäische Integrationsforschung in Bonn.

brie.uni-ruse.bg

Deutsch-Olympiade

Zwischen 2005 und 2009 wurde die Deutsch-Olympiade als bundesweiter Wettbewerb durchgeführt – mit zuletzt über 44.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 aller Schulformen trainierten in den fünf Disziplinen Reimen, Umschreiben, Erzählen, Erklären und Darstellen und traten als Vierer-Teams im Wettbewerb gegeneinander an.

Deutsch & PC

„Deutsch & PC“ ist ein Projekt, das Zuwandererkinder in der Grundschule intensiv darin unterstützt, die deutsche Sprache zu erlernen. „Deutsch & PC" startete im Schuljahr 2001/2002 als gemeinsames Modellprojekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und des Hessischen Kultusministeriums. Zunächst an drei Frankfurter Grundschulen erprobt, wurde es ab 2004 sukzessive an über 70 hessischen Grundschulen mit hohem Zuwandereranteil eingeführt. Seit dem Schuljahr 2010/2011 führt das Hessische Kultusministerium „Deutsch & PC" in alleiniger Trägerschaft fort.

Mehr zum Projekt

ear – Europäische Akademie der Regionen

In den Regionen Europas wirken auf überschaubarem Raum alle Bereiche öffentlichen Handelns zusammen. Gerade hier werden oft neue Formen der Organisation und Zusammenarbeit erprobt, in den Regionalverwaltungen ebenso wie auf kommunaler Ebene. Gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen hat die Hertie-Stiftung im Herbst 2005 die Europäische Akademie der Regionen (ear) als Plattform für regionale Kooperation gegründet. Die Hertie-Stiftung hat das Projekt mit 1,5 Mio. Euro finanziert und koordinierte Partner und Programmdurchführung bis Ende 2008.

Erste Schritte

Die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund hat zunehmend an Bedeutung gewonnen. Das Modellprojekt Erste Schritte, das die soziale Integration von Kleinkindern und deren Familien mit Migrationshintergrund zum Ziel hatte, zieht nach fünf Jahren Laufzeit eine positive Bilanz. In Frankfurt haben über 220 Familien das psychoanalytisch orientierte Präventionsprojekt angenommen, mit messbarem Gewinn sowohl für die sozio-emotionale Entwicklung ihrer Kinder als auch ihre psychosoziale Integration. Zudem verhalf das Programm zu einer besseren Integration der Mütter, was sich in besseren Sprachkenntnissen und dem erfolgreichen Abschließen ihrer Integrationskurse zeigt. Ab Mai 2015 wurde das Projekt übergeben und unter dem Namen "Jasmin – Zwischen Traum und Trauma", mit der Unterstützung von Aktion Mensch, weitergeführt. Darüber hinaus wurden außerdem mithilfe finanzieller Unterstützung durch das Hessische Sozialministerium auch traumatisierte Flüchtlinge aufgenommen.

ffm – Förderkurse für junge Migranten

Der Übergang von einer Schulform zur nächsten mit neuen Strukturen und gestiegenen inhaltlichen Anforderungen lässt Sprachprobleme besonders deutlich hervortreten. Das Modellprojekt ffm, das an der Goethe-Universität angesiedelt ist, richtet sich an Frankfurter Migrantenkinder, die in Kleingruppen unentgeltlich sowohl sprachlich als auch fachlich gefördert werden. Die Hertie-Stiftung hat ffm von seinem Beginn im Jahr 2005 bis zum Sommer 2010 gefördert.

ffm an der Goethe-Universität

FIAS – Frankfurt Institute for Advanced Studies

Das „Frankfurt Institute for Advanced Studies" (FIAS) erforscht die Strukturbildung und Selbstorganisation komplexer Systeme, wobei das Gehirn ein zentraler Forschungsgegenstand ist. Ziel ist das Verständnis der Organisationsprinzipien atomarer Formationen, zellulärer Komplexe und molekularer Netzwerke. Dazu sollen Methoden und Ansätze der Physik, Chemie, Biologie und Informatik zu einem gemeinsamen Forschungsnetzwerk verbunden werden, um Prinzipien und Erkenntnisansätze in die jeweils anderen Disziplinen zu. Für den Aufbau des neurowissenschaftlichen Bereichs hat die Hertie-Stiftung insgesamt rund 3 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.

Fit für die Kita!

Im März 2011 bot die Stiftung erstmalig ihr Berufsorientierungsseminar „Fit für die Kita!“ in Hessen an. Das dreitägige Orientierungsangebot richtete sich an 30 hessische Quereinsteiger und Schüler mit Migrationshintergrund, die sich für den Erzieherberuf interessieren.  Fit für die Kita! wurde auf Wunsch des rheinland-pfälzischen Integrationsministeriums im Frühsommer 2012 auch in Ludwigshafen angeboten.  Ende 2013 hat der Landkreis Mayen-Koblenz das Projekt in Eigenregie und beraten durch die Hertie-Stiftung umgesetzt. Abschließend wurde ein Projekt-Leitfaden erstellt, der die Erfahrungen bündelt und ggf. für einen Projekttransfer genutzt werden kann.

Gastdozentenprogramm

Wissenschaft verbindet. 2002 initiierten die Hertie-Stiftung und die Goethe-Universität Frankfurt gemeinsam das Gastdozentenprogramm: Es richtete sich an Nachwuchswissenschaftler und erfahrene Hochschullehrer aller Fachrichtungen aus den Ländern Mittel- und Osteuropas und ermöglichte bis 2006 zwei Gastdozenturen pro Semester.

Hertie-Exzellenzprogramm Neurowissenschaften

Das Programm unterstützt exzellente Neurowissenschaftler, die aufgrund besonderer Probleme ihre wissenschaftliche Laufbahn nicht bzw. nur unter großen Erschwernissen fortführen können.

Hertie Fellowship

Das Hertie Fellowship für Hertie-Alumni (ehemalige Hertie-Stipendiatinnen und -Stipendiaten) setzt neue Akzente im Bereich der Alumni-Förderung: Es verfolgt – jenseits der klassischen Karriereplanung und fachgebundener Weiterbildung – einen persönlichkeitsbildenden Ansatz.

Hertie-Stipendien an der Hertie School of Governance

Die Hertie School of Governance bietet als erste private Hochschule in Deutschland einen zweijährigen englischsprachigen Studiengang mit dem Abschluss „Master of Public Policy" an. Durch die Vergabe von Voll- und Teilstipendien ermöglichte die Hertie-Stiftung in den Jahren 2006 bis 2010 herausragenden Studierenden eine Teilnahme am MPP-Programm.

Hertie-Stipendien am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung

Flankierend zu ihren Aktivitäten im Bereich Neurowissenschaft förderte die Hertie-Stiftung Doktoranden am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH) in Tübingen durch die Vergabe von Stipendien.

Hertie-Stipendienprogramm am Berliner Kolleg für Vergleichende Geschichte Europas (BKVGE)

Das Hertie-Stipendienprogramm am Berliner Kolleg für Vergleichende Geschichte Europas richtete sich an besonders qualifizierte Historiker aus mittel- und osteuropäischen Staaten, die in Berlin promovierten. Zwischen 2004 und 2010 wurden Stipendien vergeben.

Hertie-Stipendienprogramm für Geistes-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaftler an den Universitäten Bamberg und Chemnitz

Mit ihrem Stipendienprogramm an den Universitäten Bamberg und Chemnitz förderte die Hertie-Stiftung zwischen 2006 und 2008 besonders qualifizierte Studierende, Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler aus Mittel-, Ost- und Südeuropa, die den europäischen Integrationsprozess und den Dialog zwischen Deutschland und ihren Heimatländern mitgestalten wollten. Dabei standen die Geistes-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften im Mittelpunkt.

Hessischer Hochschulpreis Exzellenz in der Lehre

Mit dem Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre würdigte die Hertie-Stiftung die Entwicklung und Umsetzung von zukunftsweisenden Lehrkonzepten. Der Preis wurde erstmals 2007 gemeinsam mit dem Land Hessen ausgerichtet und war bundesweit der höchstdotierte Landespreis für exzellente Leistungen in der Ausbildung, Beratung, Betreuung und Prüfung von Studierenden.

Hirnforschung, was kannst du? Potenziale und Grenzen

In der Reihe „Hirnforschung, was kannst du? Potenziale und Grenzen“ beleuchteten renommierte Hirnforscher aus den unterschiedlichsten Disziplinen Erfolge, Chancen und Risiken in der Neurowissenschaft in gesellschaftlich relevanten Feldern wie Sprache, Technik, Wirtschaft, Krankheit oder Kunst. Die Veranstaltungsreihe wurde von der Hertie-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) mit Unterstützung thematisch passendender Kooperationspartnern von April 2014 bis September 2015 ausgerichtet.

inims – Institut für Neuroimmunologie und Klinische Multiple-Sklerose-Forschung

Ein integriertes Behandlungs- und Forschungszentrum mit Brückenschlag zwischen grundlagenwissenschaftlicher und klinischer Forschung im Bereich der Multiplen Sklerose – das ist das Konzept des Instituts für Neuroimmunologie und Klinische Multiple-Sklerose-Forschung in Hamburg, das die Hertie-Stiftung mit etabliert hat. Ziel des Instituts ist es, neue Therapien für alle Stadien und Verlaufsformen der Multiplen Sklerose zu entwickeln.

Innovationspreis für Menschen mit Behinderung

Gemeinsam mit der Stiftung MyHandicap gGmbH hat die Hertie-Stiftung in den Jahren 2005 bis 2007 den mit 10.000 Euro dotierten „Innovationspreis für Menschen mit Behinderung“ verliehen. Ausgezeichnet wurden technische Neuerungen mit Vorbild-Charakter, die den Alltag von Menschen mit einer neurologischen Erkrankung oder Verletzung erleichtern.

Institut für Rekonstruktive Neurobiologie & Stiftungsprofessur Bonn

Zur Förderung der Forschung im Bereich des Zellersatzes im Gehirn wurde mit Fördermitteln der Hertie-Stiftung das Institut für Rekonstruktive Neurobiologie an der Universität Bonn gegründet. Zusätzlich hat die Stiftung das Institut mit zwei Stiftungsprofessuren ausgestattet: Der Lehrstuhl für „Rekonstruktive Neurobiologie“ hat als Arbeitsschwerpunkt embryonale Stammzellen. Inhaber des Lehrstuhls ist Prof. Dr. Oliver Brüstle, der zugleich Institutsdirektor ist. Arbeitsschwerpunkt der zweiten Stiftungsprofessur „Neurale Regeneration“, die Prof. Dr. Harald Neumann innehat, sind adulte Stammzellen. Beide Stiftungsprofessuren wurden durch die Universität Bonn verstetigt.

kafka

Mit kafka, dem „Kommunalen Austausch für Fortbildung und Kooperation junger Akademiker" hat die Hertie-Stiftung ein Modellprojekt für Städtepartnerschaften und zugleich eine einzigartige zweimonatige Fortbildung in europäischen Partnerstädten entwickelt. In den Jahren 2003 bis 2008 haben über 350 Studenten aus den Städten Frankfurt, Leipzig, Krakau, Danzig, Prag, Brünn und Budapest an dem Programm teilgenommen. Die ehemaligen kafka-Teilnehmer wurden Anfang 2009 in die Alumniarbeit des Bereichs „Stipendienprogramme" aufgenommen.

Kinder lernen mitzureden mit Tabaluga tivi

Für das Modellprojekt „Kinder lernen mitzureden mit Tabaluga tivi“ haben Hertie-Stiftung und ZDF tivi gemeinsam eine Unterrichtsreihe entwickelt, die Grundschüler in ihrer sprachlichen und sozialen Kompetenz fördert. Die Unterrichtsreihe wurde 2006 an hessischen Grundschulen erstmals durchgeführt und ab dem Schuljahr 2007/2008 bis zum Sommer 2010 bundesweit angeboten.

KOMM – ein Präventionsprojekt gegen Schulverweigerung

In Deutschland wächst die Zahl der Schulverweigerer. Bundesweite Schätzungen gehen bis hin zu 500.000. KOMM setzt frühzeitig an und bietet in Darmstadt und Frankfurt Anlaufstellen für Schülerinnen und Schüler mit Schwierigkeiten in der Schule. Die Hertie-Stiftung hat das Projekt von 2002 und 2005 finanziert und begleitet. Seither wird es von den Städten Darmstadt und Frankfurt getragen.

www.komm-cjd.de

Kooperation mit der Myelin Repair Foundation

Um eine schnellere Medikamenten-Entwicklung voranzutreiben ist die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten entlang der Prozesskette nötig. Auf dem Gebiet der MS-Forschung hat sich die Hertie-Stiftung in Kooperation mit der amerikanischen Myelin Repair Foundation (MRF) in den Jahren 2013 bis 2015 für eine stärkere und frühzeitige Vernetzung der Grundlagenforschung und ihrer praktischen Anwendung durch die Pharmaindustrie eingesetzt.

www.myelinrepair.org

stark! Verantworte Deine Zukunft

Mit „stark! Verantworte Deine Zukunft“ hat sich die Hertie-Stiftung von 2009 bis 2015 dafür eingesetzt, dass benachteiligte Schüler im Übergang von der (Haupt-)Schule in eine Ausbildung die für sie passende Unterstützung erhalten.
Stand in den ersten drei Jahren des Modellprojekts die individuelle Betreuung der Jugendlichen durch einen Bildungscoach im Fokus, hat „stark!“ seit 2013 auf einen anderen Ansatz gesetzt: die Koordinierung der zahlreichen Angebote und Akteure an den Schnittstellen. Dieses Ziel hat die Hertie-Stiftung modellhaft mit der Stadt Mannheim durch die Prozessbegleitung des dortigen „Arbeitskreises Ausbildungsoffensive“ und den flächendeckend eingesetzten Ausbildungslotsen verfolgt.
Basierend auf diesen Erfahrungen hat die Stiftung 2015 gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) eine professionsübergreifende Fortbildungsreihe entwickelt. Lehrkräfte aus allgemeinbildenden Schulen, beruflichen Schulen, Ausbilder und Sozialpädagogen reflektierten hierfür ihre Rollen an den Schnittstellen der Zusammenarbeit. Das Modellprojekt „stark!“ wurde zum Jahresabschluss 2015 beendet, doch die Erfahrungen und Erkenntnisse bleiben weiter wirksam: Bei „Starke Schule“ wird künftig die professionsübergreifende Zusammenarbeit in der kommunalen Bildungslandschaft stärker in den Fokus rücken.

Städel Museum Erweiterungsbau

Das Frankfurter Städelmuseum erhält 3.000 qm neue Ausstellungsfläche für Kunst nach 1945. Die Hertie-Stiftung hatte im September 2007 zugesagt, den Neubau mit 7 Mio. Euro zu unterstützen und damit den finanziellen Grundstein für die Städel-Erweiterung gelegt. Der unterirdische Anbau wurde im Februar 2012 fertiggestellt.

www.das-neue-staedel.de

Stiftungsinitiative Johann Gottfried Herder

Die Stiftungsinitiative Johann Gottfried Herder war eine seit 1999 vom Deutschen Akademischen Austauschdienst, der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung sowie dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft getragene Kooperation zur Unterstützung und Vermittlung deutscher emeritierter und pensionierter Professoren als Gastdozenten an Hochschulen im Ausland. Seit 2014 führt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) die Initiative als „Johann Gottfried Herder-Programm für Hochschullehrer im Ruhestand“ fort.

Stiftungslehrstuhl Klinische Neuroonkologie Heidelberg

Der Stiftungslehrstuhl wurde 2007 von der Hertie-Stiftung in Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg eingerichtet. Lehrstuhlinhaber ist Prof. Dr. Wolfgang Wick.

Die Förderlaufzeit des Kooperationsprojektes mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg endete im Dezember 2012. Seitdem wird die Professur gemäß des Fördervertrages als W3-Professur durch die Universität verstetigt.

Stiftungslehrstuhl Neuroonkologie Frankfurt

Im Zuge eines international begutachteten Wettbewerbs der Hertie-Stiftung zu Tumorerkrankungen des Gehirns wurde 2008 durch die Hertie-Stiftung an dem Frankfurter Universitätsklinikum ein neuroonkologischer Stiftungslehrstuhl realisiert, der zur Hälfte aus Mitteln der Dr. Senckenbergischen Stiftung anlässlich des 300. Geburtstags ihres Gründers bis Ende 2015 finanziert wurde. Die Professur wurde 2014 durch die Universität Frankfurt verstetigt.

Stiftungsprofessur Familienwissenschaften

Im Rahmen ihres Engagements für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat die Hertie-Stiftung an der staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt im Jahr 2004 eine Stiftungsprofessur Familienwissenschaft eingerichtet und für den Zeitraum von fünf Jahren mit rund 900.000 Euro gefördert. Inhaber des Lehrstuhls war bis 2009 der Jurist Prof. Dr. Christian Seiler.

Stiftungsprofessur Wissensverarbeitung

Im Rahmen des neu eingerichteten Studiengangs „Informatik“ an der Universität Kassel finanzierte die Hertie-Stiftung mit rund einer Mio. Euro über eine Laufzeit von fünf Jahren die „Stiftungsprofessur für Wissensverarbeitung (Knowledge Engineering)“. Inhaber der Stiftungsprofessur ist der Mathematiker Dr. Gerd Stumme.

Wettbewerb Funktionelle Bildgebung des Gehirns

Die Hertie-Stiftung hat damit den Aufbau neuer Forschungsfelder und -ansätze zum Einsatz der modernen bildgebenden Verfahren wie der Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT, MNR oder englisch MRI) in der Hirnforschung gefördert und insbesondere interdisziplinäre Ansätze, die Kombination verschiedener Untersuchungsmethoden und die Anwendung der Methodik auf neue Fragestellungen zur Funktion des Gehirns angeregt.

Wissenschaftliche Arbeitsgruppen, Kliniken und Institute konnten sich um diese Förderung bewerben, wobei die Beantragung hinsichtlich Fördervolumen, -art und -zeitraum offen war und lediglich die Beantragung von Mitteln für Großgeräte ausgeschlossen wurde. 85 Arbeitsgruppen beteiligten sich an der Ausschreibung. Die Begutachtung erfolgte durch zehn internationale Gutachter (je fünf aus dem europäischen Ausland und fünf aus den USA).

Das Projekt endete im Dezember 2012.

ZEN – Zusatzförderung emeritierter und pensionierter Neurowissenschaftler

Exzellente Forschung muss nicht mit der Pensionierung enden. Damit emeritierte Professorinnen und Professoren auch weiterhin erfolgreich Wissenschaft betreiben können, hat die Hertie-Stiftung von 2007 bis 2010 eine Zusatzförderung ausgeschrieben. Ziel ist es, Bereiche abzudecken wie z.B. Miete für Laborräume oder Kosten für die Inanspruchnahme von Infrastruktur.