
Das vorrangige Ziel der Hertie-Senior-Forschungsprofessur Neurowissenschaften ist es, das große Forschungspotenzial älterer Neurowissenschaftler zu erhalten und zu fördern. Zugleich versteht sie sich als Auszeichnung für langjährige Spitzenforschung.

In Forschung und Lehre widmet sich die Hertie School of Governance in Berlin neuen Formen der staatlichen Steuerung: Von „Government“ zu „Governance“ – diese Entwicklung erfordert gerade im öffentlichen Sektor ein neues Führungsverständnis. Als staatlich anerkannte Hochschule widmet sich die Hertie School of Governance in Master- und Doktorandenstudiengängen der Ausbildung von Nachwuchsführungskräften.

Jugend debattiert international ist ein deutschsprachiger Schülerwettbewerb in acht Ländern Mittel- und Osteuropas. Nach dem Format von Jugend debattiert setzen sich Schülerinnen und Schüler mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen auseinander und debattieren in deutscher Sprache. Jugend debattiert international ist ein Projekt des Goethe-Instituts, der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft", der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen.

Das Studienkolleg zu Berlin bietet besonders begabten Studierenden aus ganz Europa ein auf europäische Themen ausgerichtetes Exzellenzprogramm. Das Studienkolleg ist ein gemeinsames Projekt der Hertie-Stiftung und der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Das Bulgarisch-Rumänische Interuniversitäre Europazentrum BRIE in Giurgiu und Rousse war das erste grenzübergreifende Hochschulprojekt Südosteuropas. Seit dem Wintersemester 2002/2003 bietet es Masterkurse in „European Studies“ und „Public Administration“ an. Als größter privater Förderer begleitete die Hertie-Stiftung das Projekt von 2002 bis 2006 mit der Vergabe von Stipendien und der Unterstützung eines BRIE-Koordinationsbüros am Zentrum für Europäische Integrationsforschung in Bonn.

In den Regionen Europas wirken auf überschaubarem Raum alle Bereiche öffentlichen Handelns zusammen. Gerade hier werden oft neue Formen der Organisation und Zusammenarbeit erprobt, in den Regionalverwaltungen ebenso wie auf kommunaler Ebene. Gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen hat die Hertie-Stiftung im Herbst 2005 die Europäische Akademie der Regionen (ear) als Plattform für regionale Kooperation gegründet. Die Hertie-Stiftung hat das Projekt mit 1,5 Mio. Euro finanziert und koordinierte Partner und Programmdurchführung bis Ende 2008.

Wissenschaft verbindet. 2002 initiierten die Hertie-Stiftung und die Goethe-Universität Frankfurt gemeinsam das Gastdozentenprogramm: Es richtete sich an Nachwuchswissenschaftler und erfahrene Hochschullehrer aller Fachrichtungen aus den Ländern Mittel- und Osteuropas und ermöglichte bis 2006 zwei Gastdozenturen pro Semester.

Mit kafka, dem „Kommunalen Austausch für Fortbildung und Kooperation junger Akademiker" hat die Hertie-Stiftung ein Modellprojekt für Städtepartnerschaften und zugleich eine einzigartige zweimonatige Fortbildung in europäischen Partnerstädten entwickelt. In den Jahren 2003 bis 2008 haben über 350 Studenten aus den Städten Frankfurt, Leipzig, Krakau, Danzig, Prag, Brünn und Budapest an dem Programm teilgenommen. Die ehemaligen kafka-Teilnehmer wurden Anfang 2009 in die Alumniarbeit des Bereichs „Stipendienprogramme" aufgenommen.