medMS – Stärkung der Mediziner in der MS-Forschung

Die Hertie-Stiftung möchte die zunehmende Ausdünnung der Forschung betreibenden Ärzte angehen und den medizinischen Nachwuchs in der Multiple-Sklerose-Forschung stärken. Das neue Programm medMS richtet sich an wissenschaftlich tätige Ärzte und Medizinstudierende. Es besteht aus drei voneinander getrennten Förderverfahren.

Hertie-MyLab-Programm:
Strukturelle Förderung wissenschaftlich arbeitender Ärzte

Mit dem vorliegenden Programm sollen junge, habilitierte Fachärzte Gelder beantragen können, um ihre Forschung in einem eigenen Labor nachhaltig und langfristig weiterverfolgen zu können. Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine Projektförderung, sondern um die Perspektive und Entwicklung der geförderten Person im Sinne eines Clinician Scientist mit eigenständiger und hochrangiger Forschung.
Es können in einem zeitlich flexiblen Rahmen Mittel für den Aufbau, die qualitative Weiterentwicklung oder Verstetigung des eigenen Labors beantragt werden. Pro Person können bis zu 400.000 € beantragt werden; es sollen jährlich 2-3 forschende Ärzte gefördert werden.

Aktuell ist die Bewerbung um Fördermittel für das Programm MyLab beendet, eine neue Ausschreibung erfolgt voraussichtlich im Herbst 2016.

Das MyLab-Programm wird ergänzt durch zwei Programme für Medizinstudierende:


Hertie-Doktorandenprogramm

Die Hertie-Stiftung möchte begabte Studierende bereits früh dauerhaft für die MS-Forschung begeistern und sie dort halten. Mit dem Doktorandenprogramm sollen Anreize für wissenschaftlich interessierte Medizinstudierende geschaffen werden, sich in ihrer Doktorarbeit auf das Thema Multiple Sklerose zu konzentrieren und/oder die wissenschaftliche Qualität der Arbeit zu erhöhen. Hauptförderung ist ein 12-monatiges Stipendium während der Laborphase der Promotion, in dem das Medizinstudium für mindestens sechs Monate zugunsten der vollzeitlichen Tätigkeit für die Doktorarbeit unterbrochen wird. Der Betreuer der Arbeit erhält einen Sachmittelzuschuss. Die von der GHS geförderten Doktoranden treffen sich regelmäßig (auch über die Zeit des Stipendiums hinaus) zum wissenschaftlichen Austausch. Zudem kann jeder Doktorand den Welt-MS-Kongress und eine neurowissenschaftliche Summer School besuchen. Herausragende Arbeiten werden mit einem Preis belohnt.

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Hertie-Studierendenprogramm

Mit dem medMS-Studierenden-Programm möchte die Hertie-Stiftung Studierende der Medizin für eine freiwillige wissenschaftliche Projektarbeit gewinnen, wie sie der Wissenschaftsrat empfiehlt und die Bundesärztekammer ab 2020 in der Approbationsordnung zu berücksichtigen plant. Ein anschließender Übergang in das Hertie-Doktorandenprogramm ist nach erfolgreichem Abschluss möglich und ausdrücklich erwünscht. Der wissenschaftliche Betreuer erhält für seinen zusätzlichen Aufwand eine Sachbeihilfe.

Ausschreibung Studierendenprogramm als PDF

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