Gehirn – Anwendung – Praxis

Gehirn – Anwendung – Praxis

Erfahrungen und Recherchen der Hertie-Stiftung haben gezeigt, dass in gesellschaftlich wichtigen Feldern praxisrelevante Ergebnisse der Hirnforschung weitgehend fehlen. So liegen beispielsweise in der Neuropädagogik viele Ergebnisse zur Lokalisation von Funktionen wie Lesen und Rechnen vor, aber für die Verbesserung des Schulunterrichts in diesen Feldern liefern sie bislang keine konkreten Erkenntnisse. Hier gibt es eine Transfer-Lücke, die die Hertie-Stiftung schließen möchte.

Deshalb will die Hertie-Stiftung mit GAP ein Verfahren einführen, bei dem vor allem anwendungsorientierte Vorhaben mit hohem Nutzungsbezug entstehen sollen. Jedes Jahr wird ein gesellschaftlich relevantes Thema als Schwerpunkt benannt. Im nächsten Schritt bestimmt eine Gruppe gleichberechtigt aus Neurowissenschaftlern und Vertretern der betroffenen Berufsgruppe relevante Forschungsfelder in diesem Themenfeld. Mit dieser Zusammensetzung werden zugleich wissenschaftliche Expertise und praktischer Nutzen der angestrebten Forschungsergebnisse sichergestellt. Nach einem mehrmonatigen gemeinsamen Arbeitsprozess wird abschließend der Stand der Forschung in jeweils einer allgemein verständlichen Publikation zusammengefasst. Diese Veröffentlichung dient auch als Ideenpool für mögliche Ausschreibungen für eine Forschungsförderung durch die Hertie-Stiftung.

Im ersten Jahr richtet sich der Fokus auf das Thema Schule. Folgende relevante Forschungsfelder wurden bisher identifiziert: 1. Früherkennung und Prävention, 2. Pubertät, 3. Schlaf und Tagträume, 4. Digitale Medien.

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