Pressemitteilung im Detail

17.06.2017

Finale der besten jungen Nachwuchsredner Deutschlands

Soll für Minderjährige der Besuch von Laser-Tag-Arenen verboten werden? Soll die Optionspflicht für Mehrfachstaatsangehörige wieder eingeführt werden? Vor rund 700 Zuschauern stellten sich acht Schülerinnen und Schüler diesen kontroversen Themen im Bundesfinale von Jugend debattiert – dem größten Projekt bundesweit zur sprachlich-politischen Bildung.

Zuvor qualifizierten sich die Debattanten in den vergangenen Monaten auf Schul-, Regional- und Landesebene für das große Finale, bei dem sie demonstrierten, was gute Debatten auszeichnet: Fairness, Sachlichkeit und das sorgfältige Abwägen der stärksten Argumente.

Die 14-jährige Sarah Lange vom Weißeritzgymnasium in Freital überzeugte bei der Frage „Soll für Minderjährige der Besuch von Laser-Tag-Arenen verboten werden?“, dem Thema für die Klassen 8 bis 10. Sie argumentierte eindrucksvoll gegen ein Verbot.

Der 18-jährige Dennis Beltchikov vom Kippenberg-Gymnasium in Bremen konnte bei der Frage „Soll die Optionspflicht für Mehrfachstaatsangehörige wieder eingeführt werden?“ den Wettbewerb der Jahrgangsstufen 10 bis 13 für sich entscheiden. Er trat überzeugend gegen die Wiedereinführung der Optionspflicht ein.

Eine fachkundige Jury, unter Vorsitz von Sandra Maischberger, hat die Debatten öffentlich nach Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft bewertet und die Siegerinnen und Sieger bestimmt.

Als Preis für ihre heutige Leistung erhalten alle Teilnehmer des Bundesfinales die Aufnahme in das Alumni-Programm Jugend debattiert sowie eine Akademiewoche mit weiterer rhetorischer Fortbildung.

Dr. Susanne Eisenmann, Präsidentin der Kultusministerkonferenz 2017 und Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, äußerte sich anlässlich des Bundesfinales begeistert über die Debattierfreude der Jugendlichen: „Jugend debattiert ist ein wichtiger Bestandteil der Demokratieerziehung an unseren Schulen. Der Wettbewerb und das Debattieren lernen im Unterricht fördern auf hervorragende Weise die Fähigkeit zur fairen, sachbezogenen Auseinandersetzung. Diese Fähigkeit braucht unsere Gesellschaft mehr denn je.“ Die Ministerin zeigte sich zudem erfreut darüber, wie eng bei Jugend debattiert auch mit den Parlamenten der Länder zusammengearbeitet wird.

Dr. h.c. Frank-J. Weise, Vorstandsvorsitzender der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, betonte im Namen der beteiligten Stiftungen: „In Debatten kommt es darauf an, sich mit anderen Meinungen und Ansichten sachlich auseinanderzusetzen. Das ist eine Fähigkeit, die für mündige Bürger unerlässlich ist und nicht früh genug geübt werden kann. Die heutigen Sieger haben gezeigt, dass am Ende nicht der Lauteste gewinnt, sondern derjenige mit den stichhaltigsten Argumenten.“

Jugend debattiert ist eine Initiative des Bundespräsidenten und steht unter seiner Schirmherrschaft. Partner sind die Hertie-Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, die Stiftung Mercator und die Heinz Nixdorf Stiftung sowie die Kultusministerkonferenz, die Kultusministerien und die Parlamente der Länder. Rund 200.000 Schülerinnen und Schüler an über 1.200 Schulen bundesweit haben sich im laufenden Schuljahr an Jugend debattiert beteiligt.

Mit Jugend debattiert wollen die Träger Schülerinnen und Schüler ermutigen, in strittigen Fragen um das beste Argument zu ringen. Die Themen des Wettbewerbs führen die Schülerinnen und Schüler an Politik heran und motivieren sie zum demokratischen Handeln. Zugleich bietet das Debattieren kommunikativ orientierte Sprachförderung und Persönlichkeitsbildung.


Die Sieger im Bundesfinale Jugend debattiert 2017:

Debatte Altersgruppe 1 (Klassen 8 bis 10):
Thema: Soll für Minderjährige der Besuch von Laser-Tag-Arenen verboten werden?

1. Platz: Sarah Lange, 14, Weißeritzgymnasium, Freital
2. Platz: Emerenz Fuchs, 14, Gymnasium Leopoldinum, Passau
3. Platz: Helen Schroeder, 15, Beethoven-Gymnasium, Berlin
4. Platz: Nikita Peck, 15, Neues Gymnasium Glienicke, Glienicke/Nordbahn


Debatte Altersgruppe 2 (Jahrgangsstufen 10 bis 13):
Thema: Soll die Optionspflicht für Mehrfachstaatsangehörige wieder eingeführt werden?

1. Platz: Dennis Beltchikov, 18, Kippenberg-Gymnasium, Bremen
2. Platz: Manyedi Lieck, 17, Evangelisches Gymnasium zum Grauen Kloster, Berlin
3. Platz: Kim Ariane Schmidtchen, 17, Albert-Einstein-Gymnasium Neubrandenburg, Neubrandenburg
4. Platz: Till Koch, 17, Otto-Hahn-Gymnasium Göttingen, Göttingen


Fotos finden Sie im Servicebereich von www.jugend-debattiert.de

Zum Livestream der Finalrunde des Bundeswettbewerbs Jugend debattiert 2017.

Kontakt:
Pressebüro Jugend debattiert
c/o neues handeln GmbH
Nina Hoppmann, Jenny Fleischer
Tel. 0221 / 160 82 412
jugend-debattiertneueshandeln.de