Unsere Gesellschaft befindet sich im Wandel. Die Bevölkerungsstruktur etwa ändert sich grundlegend durch verstärkte Alterung und Migration. Globalisierung und Spezialisierung bestimmen zunehmend das wirtschaftliche und politische Handeln. Die parlamentarisch-politischen Institutionen verlieren gegenüber denen der Zivilgesellschaft an Bedeutung. Breit genutzte Möglichkeiten der Digitalisierung lassen neue Formen der Partizipation entstehen. In ihrem Arbeitsgebiet Hochschule begegnet die Stiftung diesen Herausforderungen der Gesellschaft mit wissenschaftlichen Ansätzen - sowohl in der Gewinnung als auch in der Vermittlung von Erkenntnissen. Dabei fokussiert sie sich auf jene gesellschaftlichen Veränderungen, die sich durch den Wandel in Führungs- und Entscheidungsstrukturen sowie durch Globalisierung und Migration ergeben.
• Sie gestalten und verbessern die öffentliche Diskussion über gesellschaftlichen Wandel und zum aktuellen politischen Handeln.
• Sie schaffen Qualifikationsmöglichkeiten für heutige und zukünftige Führungspersönlichkeiten im Sinne von "good governance".
• Sie gewinnen durch anwendungsorientierte Forschung wissenschaftliche Erkenntnisse als Basis für gesellschaftliche Entscheidungsträger.

Wie kann die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund in unsere Gesellschaft besser gelingen? „Erste Schritte“ ist ein Modellprojekt, das Kleinkindern und ihren Eltern ein Förder- und Integrationsprogramm bietet. Durchgeführt wird es vom Sigmund-Freud-Institut.

In Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt, dem Deutschen Fußball Bund und der Bundesagentur für Arbeit gründete die Gemeinnützige Hertie-Stiftung am 6.12.2011 das "Frankfurter Institut für empirische Migrations- und Integrationsforschung (FIEMI)".
Das FIEMI mit Sitz in Frankfurt verfolgt in Forschung und Lehre einen interdisziplinären und europäischen Ansatz, um praxisrelevante Fragen zu Migration und Integration in der frühkindlichen und schulischen Bildung, auf dem Arbeitsmarkt und im sozialen Umfeld zu erforschen.

In Forschung und Lehre widmet sich die Hertie School of Governance in Berlin neuen Formen der staatlichen Steuerung: Von „Government“ zu „Governance“ – diese Entwicklung erfordert gerade im öffentlichen Sektor ein neues Führungsverständnis. Als staatlich anerkannte Hochschule widmet sich die Hertie School of Governance in Master- und Doktorandenstudiengängen der Ausbildung von Nachwuchsführungskräften.

Mit dem Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre würdigt die Hertie-Stiftung die Entwicklung und Umsetzung von zukunftsweisenden Lehrkonzepten. Der Preis wurde erstmals 2007 gemeinsam mit dem Land Hessen ausgerichtet und ist bundesweit der höchstdotierte Landespreis für exzellente Leistungen in der Ausbildung, Beratung, Betreuung und Prüfung von Studierenden.

Durch finanzielle und ideelle Unterstützung fördert die Hertie-Stiftung gemeinsam mit starken Partnern herausragende künftige Lehrkräfte mit Migrationshintergrund im Rahmen ihrer Ausbildung. Gleichzeitig will sie begabte und engagierte Abiturienten mit Migrationshintergrund gezielt für den Lehrberuf gewinnen. Aktuelle Informationen zum Programm finden Sie unter
Mit dem Roman Herzog Postdoctoral Fellowship fördert die Hertie-Stiftung hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftler in den Politik- und Naturwissenschaften an der Hertie School of Governance, dem Hertie-Institut für klinische Hirnforschung und dem Deutschen Krebsforschungszentrum.

„Idealisten mit Erfahrung" – unter diesem Motto vermittelt die Stiftungsinitiative Johann Gottfried Herder seit 1999 deutsche emeritierte und pensionierte Professoren als Gastdozenten an ausländische Hochschulen.

Das Studienkolleg zu Berlin bietet besonders begabten Studierenden aus ganz Europa ein auf europäische Themen ausgerichtetes Exzellenzprogramm. Das Studienkolleg ist ein gemeinsames Projekt der Hertie-Stiftung und der Studienstiftung des deutschen Volkes.