Die Erforschung des Gehirns ist eine der faszinierendsten und die Erforschung der Hirnerkrankungen eine der wichtigsten Aufgaben unserer Gesellschaft. Die Projekte der Hertie-Stiftung haben zum Ziel, die Erkenntnisse in den Neurowissenschaften zu fördern und die Bedingungen für exzellente Hirnforschung durch die Entwicklung neuer Organisationsstrukturen zu optimieren.
Die Stiftung ist der größte private Förderer der Hirnforschung in Deutschland und die Nummer zwei in Europa. In Tübingen gründete sie das Hertie-Institut für klinische Hirnforschung, das zu den drei führenden Institutionen der neurologischen Forschung in Europa gehört. Besondere Anliegen der Stiftung sind die Erforschung der Multiplen Sklerose und die Unterstützung von Menschen, die an MS erkrankt sind. Mit der Förderung des Dialogs soll die Kommunikation innerhalb der Neurowissenschaften und mit der Gesellschaft verbessert werden.

Das Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH) in Tübingen ist das bundesweit größte und modernste Zentrum zur Erforschung neurologischer Erkrankungen. In Europa gehört es zu den drei führenden Einrichtungen seiner Art. Gegründet von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Eberhard Karls Universität Tübingen, ist das HIH ein modellhaftes Forschungszentrum im Zusammenspiel öffentlicher Ressourcen und privater Stiftungsmittel.

Das vorrangige Ziel der Hertie-Senior-Forschungsprofessur Neurowissenschaften ist es, das große Forschungspotenzial älterer Neurowissenschaftler zu erhalten und zu fördern. Zugleich versteht sie sich als Auszeichnung für langjährige Spitzenforschung.

Mit dem Eric Kandel Young Neuroscientists Prize möchte die Hertie-Stiftung herausragende Nachwuchswissenschaftler im Bereich Neurowissenschaften für ihre Leistungen auszeichnen und zum Fortkommen in ihrer Forscherlaufbahn beitragen.

Neben dem Hertie-Institut für klinische Hirnforschung in Tübingen und den beiden Instituten für Multiple-Sklerose-Forschung in Hamburg und Göttingen unterstützt die Hertie-Stiftung den Aufbau von zwei weiteren Forschungsinstituten und hat vier Stiftungsprofessuren vergeben.

Exzellenten Neurowissenschaftlern, die aufgrund besonderer Probleme ihre wissenschaftliche Laufbahn nicht bzw. nur unter großen Erschwernissen fortführen können, steht das Hertie-Exzellenzprogramm jederzeit für Anträge offen.

In der Regel ist an Universitätskliniken ein Fünftel der Arbeitszeit für Forschungsaufgaben vorgesehen. Doch meist bleibt dies wegen der hohen Beanspruchung in der Klinik reine Wunschvorstellung. Mit dem Tandem-Projekt erprobt die Hertie-Stiftung ein Modell zur Förderung klinisch tätiger Hirnforscher.

Die Hertie-Stiftung unterstützt die systemische Hirnforschung in Deutschland und hat dafür 2,5 Mio. Euro bereit gestellt.

Ein integriertes Behandlungs- und Forschungszentrum mit Brückenschlag zwischen grundlagenwissenschaftlicher und klinischer Forschung im Bereich der Multiplen Sklerose – das ist das Konzept des Instituts für Neuroimmunologie und Klinische Multiple-Sklerose-Forschung in Hamburg, das die Hertie-Stiftung mit etabliert hat. Ziel des Instituts ist es, neue Therapien für alle Stadien und Verlaufsformen der Multiplen Sklerose zu entwickeln.

Mit Fördermitteln der Hertie-Stiftung wurde 2001 das in Deutschland erste Institut für Multiple-Sklerose-Forschung (IMSF) errichtet. Vor allem die Frage nach den Ursachen und Mechanismen der Multiplen Sklerose stehen hier im Mittelpunkt.

Auf Anträge einzelner Forscher oder Forschergruppen hin fördert die Hertie-Stiftung in jedem Jahr insgesamt etwa 20 Forschungsprojekte zur Multiplen Sklerose an Forschungsinstituten und universitären Kliniken. Hierfür stehen jährliche Fördermittel in Höhe von 1 Mio. Euro bereit.

Die Hertie-Stiftung möchte den erkrankten Menschen Mut machen und ihnen die Einschränkungen erleichtern, die mit der Erkrankung Multiple Sklerose verbunden sind. Sie unterstützt daher – vor allem in Zusammenarbeit mit der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft und dem Deutschen Caritasverband – Aktivitäten von Selbsthilfegruppen, gewährt Einzelfallhilfen und fördert die Selbstorganisation der Betroffenen.

Als neues, unabhängiges Internetmagazin informiert www.dasGehirn.info verständlich, unterhaltsam, umfassend und auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft über die Erkenntnisse der Hirnforschung. Das Informationsportal ist ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe. Regelmäßige Themenschwerpunkte in Text, Grafik, Video und Podcast behandeln Grundlagen genauso wie alltagsrelevante Aspekte des Denkens, Fühlens und Handelns. Besonderes Feature ist das einzigartige 3D-Modell des Gehirns, in dem die Nutzer sich auf Erkundungsreise durch den „Kosmos im Kopf" begeben können.

Die Erforschung des Gehirns ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Gerade in den letzten Jahren hat das Wissen über die Funktionen des Gehirns enorm zugenommen, doch bleiben die Erkenntnisse oft auf die Fachwelt beschränkt. Die Hertie-Stiftung möchte deshalb mit der Veranstaltungsreihe „NeuroForum Frankfurt" aktuelle Entdeckungen und Entwicklungen der Hirnforschung der interessierten Öffentlichkeit nahe bringen.

Mit diesem Preis, der mit 25.000 Euro dotiert ist, zeichnet die Hertie-Stiftung modellhafte Aktivitäten von Selbsthilfegruppen und besonders engagierten Helfern aus. Die Auszeichnung wird für Aktivitäten im Bereich der Multiplen Sklerose und der neurodegenerativen Erkrankungen wie z. B. Parkinson und Alzheimer verliehen.

Mit führenden Wissenschaftlern ihres Fachgebietes zusammenkommen und ihre Arbeiten diskutieren zu können ist für Nachwuchswissenschaftler ein wichtiger Faktor bei der Planung ihrer wissenschaftlichen Forschungsarbeiten und für den Aufbau wissenschaftlicher Netzwerke.
Das Forum of European Neuroscience ist mit mehreren tausend Teilnehmern der größte europäische Kongress der Hirnforschung. Die Hertie-Stiftung hat die Patenschaft über einen der Hauptvorträge dieses Kongresses übernommen.
Zur Verbesserung des Wissensaustausches und Informationstransfers werden wissenschaftliche Tagungen und Veranstaltungen anderer Organisationen von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung unterstützt oder selbst durchgeführt.

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Übersicht der
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