Das Hertie-Innovationskolleg: Der nächste Jahrgang wird gesucht

Das „Hertie-Innovationskolleg – Center for Advanced Practitioners“ fördert junge Talente und erfahrene Experten, die sich mit hervorragenden Ideen für gesellschaftliche Innovationen für das Gemeinwohl engagieren. Es unterstützt Menschen, die durch unternehmerisch-initiatives Denken und Handeln eigene Ideen mit hohem gesellschaftlichen Nutzen und Multiplikatorwirkung entwickeln und umsetzen wollen. Diese sogenannten Kollegiatinnen und Kollegiaten werden dafür ein Jahr lang mit Know-how und Netzwerk ideell unterstützt sowie finanziell gefördert, um ihr Vorhaben für die Zukunft des Europäischen Zusammenlebens weiterzuentwickeln und umzusetzen. Den Rahmen steckt das Oberthema „Europäisches Zusammenleben“ ab. Dabei sollen praktische, konkrete Projekte in den Bereichen „Zukunft des europäischen Zusammenlebens“, „Zukunft des gesellschaftlichen Zusammenhalts“, „Zukunft der Demokratie“, „Zukunft der Bildung“ und „Zukunft des Wohlstands in Europa“ erarbeitet werden. Im August 2016 startete die Ausschreibung für den zweiten Jahrgang, die 47 Bewerbungen erzielte. Im April 2017 werden die „Neuen“ icon: plus ihre Arbeit im Hertie-Innovationskolleg beginnen.


Gute Landung des Pilotjahrgangs im Hertie-Innovationskolleg

Im Pilotjahr 2016 bestand das Kolleg aus den vier Projekten „Polis180“, „Kitchen on the Run“, „European Dialogue Forum“ sowie „Diversität und Integration“. „Polis 180“icon: plus, ist ein Grassroots-Thinktank, der mit Veranstaltungen und einem Blog der jungen Generation eine Stimme zur europäischen Außenpolitik geben möchte. Im Kollegjahr hat sich der Thinktank in Berlin zu außen- und europapolitischen Fragen etabliert. „Kitchen on the Run“icon: plus ist eine mobile Küche im umgebauten Container, die an fünf Stationen in Europa Geflüchteten und Beheimateten über mehrere Tage ermöglichte, durch gemeinsames Kochen und Essen Kontakt auf Augenhöhe zu schaffen sowie vor Ort längerfristige Initiativen anzustoßen. Im Kollegjahr entstand ein Leitfaden, der die wichtigsten Erkenntnisse und Erfolgsfaktoren aufzeigt und andere ermutigt, selbst aktiv zu werden. Das „European Dialogue Forum“icon: plus hat nach intensiven Interviewreisen nach Polen, Ungarn und Rumänien Vertreter von NGOs, Politik, Medien und Wissenschaft aus diesen Ländern nach Berlin eingeladen, um gesamteuropäische Lösungen zum Thema Asyl und Migration zu entwerfen und in einem Policy-Paper zusammenzufassen. Anne-Marie Kortas hat mit ihrem Projekt „Diversität und Integration“icon: plus die Bedürfnisse von Geflüchteten sowie die Logiken von Verwaltungen analysiert und ist dabei, die Administration auf Landes- wie Bundesebene im Umgang mit Geflüchteten zu reformieren, um möglichst passgenaue Angebote zu kreieren.

Die 2016 initiierten Themenforen-Reihen icon: plus zu den Schwerpunktthemen begleiteten die Kollegiaten, gaben ihnen wertvolle Impulse für ihre Arbeit und verschaffen ihnen die Möglichkeit, ihre Projekte einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen und ihre Arbeitsthesen zu diskutieren. Auch die Frankfurter Reihe „Bildung zum Frühstück“ ermöglichte einen Austausch mit eingeladenen Fachleuten und gab Impulse zu aktuellen Themen wie digitale Bildung oder Mehrsprachigkeit.

Was wird die Zukunft bringen

Im März 2016 wird der Pilotjahrgang seine Arbeit im Innovationskolleg beenden und zugleich der neue Jahrgang mit fünf Projekten starten. Die Arbeitsräume stehen bereit, die Workshops sind geplant, so dass weitere Ideen für eine bessere Zukunft Europas vorangebracht werden können.

>>> www.hertie-innovationskolleg.de

Abschlussberichte


>>> Kitchen on the run
>>> Diversität & Integration

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mitMiSsion – Kooperationsprojekt für Organisationen zugunsten MS

Um die Lebensumstände von MS-Erkrankten zu erleichtern, schreibt die Hertie-Stiftung jedes Jahr 200.000 Euro für soziale Projekte im Rahmen des Projekts mitMiSsion aus. Die Förderung richtet sich an eine Kooperationsgemeinschaft verschiedener Organisationen und Institutionen, deren Engagement über die Arbeit kleinerer Selbsthilfegruppen hinausgeht (diese können sich für den Engagementpreis icon: plus bewerben). Die Mindestfördersumme pro Vorhaben liegt bei 15.000 Euro. 2016 wurden für mitMiSsion vier Projekte zur Förderung ausgewählt, darunter ein Folgeantrag für eine Online-Plattform MS-Betroffener und eine unabhängige Telefonberatung für MS-Erkrankte mit Fragen zu Kinderwunsch, Schwangerschaft und Elternschaft.

>>> www.ghst.de/mitmission