Ehre und Dank, wem sie gebühren

Die Hertie-Stiftung würdigte am 22. November die Leistungen von sechs Persönlichkeiten für die Stiftung und dankte ihnen für ihren Einsatz mit einem Festakt in der Alten Oper. Nach ihrer langjährigen Unterstützung als Mitglieder des Kuratoriums und externe Berater schieden Ende 2016 satzungsbedingt die Herren Prof. Dr. h. c. Roland Berger, Dr. Michael Endres, Dr. Bernd Pischetsrieder, Dr. Hans-Jürgen Schinzler, Lord Simon of Highbury und Dr. Bernhard Wunderlin aus.

Besonderer Dank galt dabei Dr. Michael Endres, der über elf Jahre den Vorstandsvorsitz, zuletzt den Vorsitz im Kuratorium innehatte und viele der großen Projekte mit aufgebaut und zu ihrem heutigen Renommee beigetragen hat. Bundespräsident a. D. Horst Köhler betonte in seiner Festrede Endres’ großes Engagement: „unser Land besser zu machen und nach den Fragen zu bohren, was unserer Gesellschaft Sinn und Zusammenhalt gibt“. Weiterhin lobte er seinen Weitblick und seine Unermüdlichkeit; z. B. setzte die Stiftung bereits lange vor der Flüchtlingskrise ein Programm zur Förderung von Migranten auf. Zu Endres’ Verdienst zählt die Gründung der Hertie School of Governance in Berlin, in der seit vielen Jahren gutes Regieren gelehrt wird. Der Stiftungsvorstand lobt ihm zu Ehren nun dort den Dr.-Michael-Endres-Preis aus. Er dient ganz im Sinne seines Namensträgers der engagierten Forschung und Lehre zu Governance-Themen im europäischen Kontext. 

„Wir sind sehr dankbar für das langjährige Engagement unserer ausscheidenden Kuratoren. Mit ihnen konnten wir die Stiftungsarbeit stabil und zukunftsfähig gestalten“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Hertie-Stiftung Frank-Jürgen Weise beim Festakt. Schließlich „repräsentieren diese Persönlichkeiten über 200 Jahre erfolgreiche Berufs- und Lebenserfahrung“. Mit der Neubesetzung des Kuratoriums durch ebenfalls hochkarätige Personen aus allen Bereichen der Gesellschaft wird diese Tradition fortgesetzt.

Neu in das Kuratorium der Hertie-Stiftung wurden berufen: Frau Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer und die Herren Prof. Dr. Dr. Andreas Barner, Dr. Nikolaus von Bomhard, Frank Mattern, Prof. Dr. Dr. h. c. Wolfgang Schön, Prof. Dr. Sascha Spoun und Sir Peter Torry. Bei der Neubesetzung wurde darauf geachtet, wieder Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und europäischem Kontext zu gewinnen. Zugleich sollen über die Mitglieder des Kuratoriums die verschiedenen Themen und Arbeitsfelder der Stiftung stärker miteinander verzahnt werden. So sind beispielsweise Prof. Böhmer im Kuratorium der START-Stiftung und Frank Mattern in dem der Hertie School vertreten. Den neuen Vorsitz des Kuratoriums hat das bisherige Kuratoriumsmitglied Hans-Jörg Vetter übernommen.

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FENS Hertie Winter School:
Nachwuchsförderung im Schnee

In Kooperation mit der „Federation of European Neuroscience Societies“ (FENS) führt die Hertie-Stiftung seit 2003 jeweils einmal im Jahr eine einwöchige Winter School durch. Dem Prinzip der „Schools“ folgend, kommen hier besonders erfolgversprechende Nachwuchswissenschaftler mit führenden Wissenschaftlern ihres Fach-gebietes zusammen, um ihre Arbeiten zu diskutieren und wichtige Kontakte für ihre wissenschaftliche Karriere zu knüpfen.

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Rodrigo Quian Quiroga (University of Leicester) und Prof. Simon Thorpe (Université Toulouse) fand im Dezember 2016 die diesjährige FENS Hertie Winter School zum Thema „Memory mechanisms in humans: from physiology to behavior and computational models“ im österreichischen Universitätszentrum Obergurgl statt. 40 von der Hirnforschung begeisterte Studierende aus 25 Ländern trafen in Vorträgen, Posterpräsentationen und Roundtables auf eine international gemischte Gruppe exzellenter Neurowissenschaftler.

>>> www.ghst.de/winterschool