Ein Jahr voll spannender Themen an der Hertie School of Governance

Die Hertie School of Governance ist eine staatlich anerkannte, private Hochschule mit Sitz in Berlin. Herausragend qualifizierte junge Menschen werden hier auf Führungsaufgaben im öffentlichen Bereich, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft vorbereitet. Mit interdisziplinärer Forschung will die Hertie School zudem die Diskussion über moderne Staatlichkeit voranbringen und den Austausch zwischen den Sektoren anregen. Die Hochschule wurde 2003 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung gegründet und wird seither maßgeblich von ihr getragen. Mit knapp 560 eingeschriebenen Studierenden sowie 25 Professoren in der Kernfakultät ist die Hochschule weiterhin auf dem Wachstumspfad. Aktuell bereitet sie sich auf die institutionelle Reakkreditierung und die Reakkreditierung des Promotionsrechts durch den Wissenschaftsrat vor.

256 Studierende begannen im akademischen Jahr 2016/17 ihr Studium in einem der vier Studienprogramme der Hertie School. Besonders erfreulich ist das Wachstum des 2012 gestarteten Doktorandenprogramms mit aktuell 50 jungen Wissenschaftlern sowie des 2015 eröffneten Master of International Affairs mit aktuell 56 neuen Studierenden. Seit Gründung der Hochschule haben mehr als 1.100 Absolventen aus 80 Ländern einen Master-Abschluss erlangt und verfolgen seither erfolgreiche Karrierewege: Top-Arbeitgeber der Absolventen sind die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), die Weltbank-Gruppe und die EU-Kommission, gefolgt vom Auswärtigen Amt sowie Beratungsunternehmen wie McKinsey und KPMG.

Am 1. März 2016 übernahm Marina Frost die administrative Geschäftsführung der Hertie School. Die promovierte Juristin bekleidete zuvor viele Jahre Spitzenpositionen in der deutschen Hochschulverwaltung. Ferner begrüßte die Hochschule drei neue Professoren: Bas¸ak Çalı als Professor of International Law, Jochen Clasen als Professor of Public Policy sowie Julian Wucherpfennig als Assistant Professor of International Affairs and Security. Wucherpfennig verstärkt das unter der Leitung von Wolfgang Ischinger im Oktober 2016 gegründete Centre for International Security Policy (CISP) icon: plus. Das Forschungszentrum will auch die Vernetzung mit den Akteuren in Deutschland und darüber hinaus vorantreiben. Die Partnerschaft mit der Münchner Sicherheitskonferenz spielt dabei eine zentrale Rolle.

 
2016 war für die Forschung an der Hertie School ein erfolgreiches Jahr: Zum vierten Mal legte sie den bei Oxford University Press erscheinenden „Governance Report“ icon: plus vor, diesmal zum Thema Infrastruktur-Governance. Große neue Forschungsprojekte starteten Klaus Hurrelmann sowie Mark Dawson. Hurrelmann erarbeitet gemeinsam mit Kollegen der Universität Bielefeld einen „Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz“. Dawson erhielt für sein Projekt LEVIATHAN den renommierten European Research Council Starting Grant. Über die nächsten fünf Jahre werden er und sein Team die wirtschaftspolitische Entscheidungsfindung in der EU analysieren und Reformvorschläge entwickeln. Höchste Aufmerksamkeit in Fachkreisen und darüber hinaus ernteten Christian Joerges und Markus Jachtenfuchs mit ihrem Buch „The End of the Eurocrats’ Dream“, erschienen bei Cambridge University Press.

Ein forschungsintensives Jahr war 2016 auch am Jacques Delors Institut Berlin icon: plus unter Leitung von Henrik Enderlein. So erarbeitet der Thinktank, den die Hertie School 2014 gemeinsam mit dem Jacques Delors Institut in Paris gründete, unter anderem einen Fahrplan zur Stärkung der Währungsunion.

Die Hertie School war auch im vergangenen Jahr wieder Schauplatz spannender öffentlicher Diskussionen, insbesondere zur Brexit-Entscheidung sowie zur US-Präsidentschaftswahl. Weitere Veranstaltungen gab es unter anderem mit der schwedischen Außenministerin Margot Wallström, dem französischen Präsidentschaftsbewerber Bruno Le Maire icon: plus sowie Verteidigungs-Staatssekretärin Katrin Suder.

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Grundschulprojekt Wir sind Hirnforscher! nun in ganz Hessen verfügbar

Das Gehirn ist ein komplexes Organ, noch dazu im Inneren des Kopfes versteckt – keine leichte Kost für Grundschüler. Um das Wissen dennoch für die Jüngsten aufzubereiten, hat die Hertie-Stiftung das Projekt Wir sind Hirnforscher! Herr Tie und seine Experimente erfolgreich angestoßen. 2016 konnte das Projekt auf ganz Hessen ausgeweitet werden. Knapp 4.000 Schülerinnen und Schüler an 60 Schulen in 196 Klassen haben mit den Hirnforscherboxen der Hertie-Stiftung gearbeitet.

Der Roboter Herr Tie gibt Schülerinnen und Schülern der 3. und 4. Klasse Einblicke in die Verarbeitung von Sinneseindrücken im Gehirn. Er ist das Highlight der Unterrichtsreihe für den Sachunterricht. Mithilfe der ausleihbaren Hirnforscherboxen können Lehrkräfte die Reihe eigenständig anleiten. Die Kinder finden so Antworten auf Fragen wie z. B. „Warum hat das Gehirn Falten?“ oder „Wie kommunizieren Nervenzellen?“.

Hessische Medienzentren unterstützen bei der Materialverteilung

Damit die teilnehmenden Schulen einen möglichst kurzen Weg zur Ausleihe der Hirnforscherboxen haben, konnten mit der Unterstützung des Hessischen Kultusministeriums 12 Medienzentren, die über ganz Hessen verteilt sind, für das Projekt gewonnen werden. Die hessischen Medienzentren kümmern sich um Auswahl, Beschaffung und Verleih von schulrelevanten Medien und Geräten. So lag es nahe, sie in die Verteilung der Hirnforscherboxen einzubeziehen.

Zudem übernahm der Hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz die Schirmherrschaft für die Unterrichtsreihe: „Mithilfe von interessanten Experimenten tauchen die Kinder in die faszinierende Welt des Gehirns ein; dabei steht für sie das forschende Lernen im Mittelpunkt. Wir sind Hirnforscher! ermöglicht eine kindgerechte Auseinandersetzung mit einem bedeutungsvollen und motivierenden Thema.“

>>> www.ghst.de/herr-tie