Neustart bei START

Mit Beginn des Schuljahres 2016/17 erfolgte die Neuausrichtung des START-Programms auf eine fokussierte Zielgruppe: Das Schülerstipendium begleitet künftig junge Menschen mit eigener Migrationserfahrung auf ihrem Bildungsweg. Es richtet sich an motivierte neu zugewanderte Jugendliche, die erst seit maximal fünf Jahren in Deutschland leben und mindestens in die achte Klasse gehen.

Die Förderung läuft nun nicht mehr mehrere Jahre bis zum Abitur, sondern maximal zwei Jahre. Die START-Stiftung trägt damit der gesellschaftlichen Aufgabe Rechnung, Integrationsarbeit erfolgreich zu gestalten. Bildung kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: Die geförderten Jugendlichen sollen durch die Unterstützung schneller in Deutschland ankommen, ihre Potenziale entfalten und einen Bildungsabschluss erreichen, der ihren Fähigkeiten entspricht.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten profitieren zum einen von einer finanziellen Unterstützung durch Bildungsgeld, das es ihnen ermöglicht, Bücher zu kaufen oder einem Hobby wie z. B. Klavierunterricht nachzugehen – also sozialen und kulturellen Aktivitäten, deren Ausübung in finanziell schwierigen Verhältnissen oft nicht möglich ist. Herzstück der Förderung bleiben aber die zahlreichen Seminare zu verschiedenen Themen von Persönlichkeitsbildung über Rhetorik und Schreibwerkstätten bis hin zu Bewerbungstrainings. Durch die Seminare sollen die individuellen Fähigkeiten und Interessen der Geförderten geweckt und zu wirkungsvollen Kompetenzen entwickelt werden.

Von über 1.200 Bewerbern auf die neue Ausschreibung wurden in einer feierlichen Aufnahmezeremonie 278 „NeuSTARTer“ aufgenommen. Zuvor wurden 160 Jugendliche aus dem bisherigen Programm mit dem Abitur verabschiedet. Im Schuljahr 2016/17 werden über 700 Jungen und Mädchen mit einem Stipendium gefördert.


„Aufrunden bitte“ – für die START-Stiftung

Im Herbst hat die unabhängige Spendenbewegung „Deutschland rundet auf“ icon: plus für START gesammelt. Die Initiative mit den blauen Sprechblasen hat das Ziel, Armut von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu bekämpfen, und sammelt Kleinstbeträge über Handelspartner wie Netto, Penny oder Kaufland. Mit den Worten „Aufrunden bitte“ konnten Menschen beim Einkauf so an die Organisation spenden. In wenigen Wochen sind 300.000 Euro Spendengelder eingegangen.

Weiterhin unterstützen 120 andere Partner wie Stiftungen, Kultusministerien, Kommunen, Privatpersonen, Unter-nehmen und Vereine die Bildungsarbeit der START-Stiftung.

Wechsel im Kuratorium

Professor Dr. Maria Böhmer, MdB und Staatsministerin im Auswärtigen Amt, ist im November zur neuen Vorsitzenden des Kuratoriums der START-Stiftung gGmbH benannt worden. Sie übernimmt das Amt von Professor Dr. Dr. h. c. mult. Rita Süssmuth, die Ehrenvorsitzende des Gremiums wird.

>>> www.start-stiftung.de 

medMS – Förderung forschender Ärzte

Die Hertie-Stiftung möchte die zunehmende Ausdünnung der forschenden Ärzte angehen und den medizinischen Nachwuchs in der MS-Forschung stärken. medMS besteht aus drei voneinander getrennten Förderverfahren, in deren Vordergrund das Hertie-MyLab-Programm steht. Darüber können junge, habilitierte Fachärzte Gelder beantragen, um ihre Forschung in einem eigenen Labor nachhaltig und langfristig weiterverfolgen zu können. MyLab wird ergänzt durch ein Doktoranden- und ein Studierendenprogramm. Die erste Ausschreibung erfolgte im Frühjahr 2016. 

Die Jury empfahl dem Stiftungs-Vorstand die Förderung zweier Wissenschaftler im medMS-Programm, Prof. Dr. Ricarda Diem (Universität Heidelberg) und Dr. Volker Siffrin (Charité Berlin), darüber hinaus die Förderung von acht Doktoranden und fünf Studierenden. Die nächste Ausschreibung des medMS-Wettbewerbs (für die Förderung 2017) startete im Oktober 2016, um eine längere Bewerbungszeit gewährleisten zu können. Das Höchstalter im MyLab-Verfahren wird zukünftig auf 40 Jahre herabgesetzt, um die Förderung jüngerer Wissenschaftler zu verstärken.

>>> www.ghst.de/medms


Unterstützung von Multiple-Sklerose-Erkrankten

Um den an Multipler Sklerose erkrankten Menschen Mut zu machen und die Einschränkungen zu erleichtern, die mit der Krankheit verbunden sind, kooperiert die Hertie-Stiftung mit der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) und mit dem Deutschen Caritasverband (DCV). Unterstützt werden die Aktivitäten von Selbsthilfegruppen,  Erkrankte können im Notfall Einzelfallhilfen beantragen. Die DMSG erhält seit 2013 jährlich 350.000 Euro für Selbsthilfeprojekte verschiedenster Art; der DCV erhält 100.000 Euro.

>>> www.ghst.de/ms-koop