Starke Schule setzt Standards

„Neugier auf die Welt, Neugier auf ihre Möglichkeiten – das ist wichtig, das ist zentral“, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Rede zur Preisverleihung der Bundessieger im Wettbewerb Starke Schule 2017. Und das ist es letztlich, was das Programm Starke Schule seit vielen Jahren ermöglicht: Schülerinnen und Schüler werden durch innovative Schulkonzepte neugierig gemacht auf ein Leben nach der Schule, sie entwickeln bereits in der Schule Ideen, welche Gestaltungsmöglichkeiten sie für ihre berufliche Zukunft haben.

Vor über 400 Gästen wurden im Historischen Museum in Berlin die zehn besten Schulen im Bundesgebiet für ihre herausragende Leistung und Engagement auf dem Gebiet der Berufsvorbereitung ausgezeichnet, zwei Sonderpreise wurden für die Integration geflüchteter Jugendlicher ins Schulleben vergeben. Mit 500 aktiv teilnehmenden Schulen ist Starke Schule der größte deutsche Schulwettbewerb. Nach den Preisverleihungen in allen 16 Bundesländern, mit denen die jeweiligen Landessieger ermittelt werden, war die Bundespreisverleihung in Berlin der Höhepunkt des Jahres 2017.

Zehn Jahre beispielhafte Arbeit

Das Werkstattgespräch „Schule im digitalen Zeitalter“ in Königstein im Taunus war eine weitere bemerkenswerte Starke Schule-Veranstaltung im vergangenen Jahr. Die Digitalisierung aller Lebensbereiche stellt auch Schulen vor neue Herausforderungen. Sowohl die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler als auch die Voraussetzungen der Schule und der Lehrkräfte müssen den neuen Gegebenheiten entsprechend entwickelt werden. Das Werkstattgespräch vermittelte Best-Practice-Erfahrungen von in diesem Feld bereits erfolgreich agierenden Schulen an rund 90 Teilnehmer.

Nach knapp zwei Jahrzehnten äußerst erfolgreicher Arbeit wird das Programm Starke Schule zum Ende 2018 mit einer großen Abschlussveranstaltung ausklingen. Insgesamt wurden mit dem Programm bundesweit mehr als 4.200 Schulen erreicht. In Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände, der Deutsche Bank Stiftung, mit allen 16 Kultusministerien und unter Mitwirkung von sechs Bundespräsidenten wurden Schulen in herausfordernder Lage für ihre beispielhafte Arbeit im Übergang von Schule in Ausbildung und Beruf ausgezeichnet. Viele der im Laufe der Jahre angestoßenen Themen sind heute Standard im Schulbetrieb, womit die Hertie-Stiftung ihr Ziel erfüllt sieht.

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Schülerlabor Neurowissenschaften

Mit eigens entwickelten Experimenten geht man im Schülerlabor Neurowissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt neue Wege, um aktuelle Forschungsmethoden und Techniken der Neurowissenschaften für Schülerinnen und Schüler erfahrbar zu machen. Das Angebot richtet sich insbesondere an Jugendliche der Jahrgangsstufen 7 und 9 sowie der Oberstufe. 2017 haben knapp 900 Schülerinnen und Schüler an insgesamt 55 Labortagen teilgenommen und die Funktionsweise des Gehirns kennen gelernt. Dabei führten sie z. B. Versuche durch, die aufgrund des technischen Aufwands nicht in der Schule realisiert werden können. Die Hertie-Stiftung finanziert die Labor-Ausstattung und die Betriebskosten für eine Laufzeit von drei Jahren mit insgesamt 318.000 Euro und war darüber hinaus an der Konzeption und Entwicklung der Experimente beteiligt. Auch über die Labortage hinaus ist das Schülerlabor aktiv: z. B. mit der Teilnahme an der „Night of Science“ an der Goethe-Universität Frankfurt sowie einer Tagung des Bundesverbandes der Schülerlabore zum Thema „Wissenschaftskommunikation“.

>>> www.ghst.de/schuelerlabor