Internationalität mit europäischem Fokus

Die Hertie School of Governance ist eine staatlich anerkannte, private Universität mit Sitz in Berlin. Herausragend qualifizierte junge Menschen werden hier auf Führungsaufgaben im öffentlichen Bereich, in der Privatwirtschaft und in der Zivilgesellschaft vorbereitet. Mit interdisziplinärer Forschung will die Hertie School zudem die Diskussion über moderne Staatlichkeit voranbringen und den Austausch zwischen den Sektoren anregen. Die Universität wurde Ende 2003 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung gegründet und wird seither maßgeblich von ihr getragen.

Einen wichtigen Meilenstein in ihrer Entwicklung erreichte die Hertie School am 23. Oktober 2017, als ihr der Wissenschaftsrat nach aufwändigem Prüfverfahren die institutionelle Reakkreditierung über zehn Jahre aussprach. Das ist die längste Frist, die einer privaten Hochschule zugesprochen werden kann. Zudem wurde dem Land Berlin empfohlen, das Promotionsrecht der Hertie School um fünf Jahre zu verlängern. In seiner Stellungnahme hob der Wissenschaftsrat die Qualität der Hochschule in Lehre und Forschung ausdrücklich hervor.

Internationale Studierende

Der gute Ruf der Hertie School zieht Studierende weltweit an: Zum akademischen Jahr 2017/18 wurden knapp 300 neue Studierende aus 50 Ländern begrüßt. 200 von ihnen werden einen Master of Public Policy oder einen Master of International Affairs erwerben. 50 weitere verbringen als Austauschstudierende einen Teil ihres Studiums in Berlin. Im berufsbegleitenden Executive-Programm nahmen 25 Teilnehmer ihr Masterstudium auf, 15 neue Doktoranden streben die Promotion an der Hertie School an.

Dr.-Michael-Endres-Preis verliehen

Erstmals wurde im zurückliegenden Jahr der mit 50.000 Euro dotierte Dr.-Michael-Endres-Preis verliehen. Preisträger ist Theodor Baums, Professor für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Baums erhielt den Preis für seine Verdienste um das Thema Corporate Governance. Zu den herausragenden Forschungsaktivitäten im Jahr 2017 zählte der Start eines neuen Zyklus des „Dahrendorf Forums“, eines gemeinsamen Forschungsprojekts mit der London School of Economics zur Zukunft Europas, sowie das Erscheinen des fünften „Governance Report“, diesmal zur Frage, wie die Demokratie gestärkt und weiterentwickelt werden kann.

 
Präsidialer Besuch an der Hochschule

Die Hertie School engagiert sich nicht nur in Lehre und Forschung, sondern auch als Plattform des öffentlichen Austauschs für „Good Governance“. Höhepunkt des prall gefüllten Veranstaltungskalenders 2017 war der Besuch des damaligen Präsidentschaftskandidaten und heutigen Präsidenten der Republik Frankreich Emmanuel Macron am 16. März. Vor mehr als 500 Gästen diskutierte Macron mit Außenminister Sigmar Gabriel und dem Philosophen Jürgen Habermas in der Hertie School über die Zukunft Europas. Prof. Henrik Enderlein moderierte die Veranstaltung.

Enderlein, der der Hertie School als Professor of Political Economy seit ihrer Gründung angehört, wird im September 2018 neuer Präsident der Hochschule. Er tritt die Nachfolge von Helmut Anheier an, der nach neun Jahren das Amt abgibt. Bereits am 1. April 2017 trat mit Axel Baisch ein neuer administrativer Geschäftsführer in die Leitung der Hertie School ein. Baisch war zuvor Kanzler der HHL Leipzig Graduate School of Management. Er übernahm das Amt von Marina Frost.

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Horizonte-Programm erfolgreich beendet

Über eine Laufzeit von neun Jahren hat die Hertie-Stiftung das Horizonte-Stipendienprogramm durchgeführt. Es unterteilte sich in zwei Bereiche: das Programm für Lehramtsstudierende mit Migrationshintergrund sowie das Programm für angehende Erzieherinnen und Erzieher. Ziel beider Programme war es, die Vielfalt der Gesellschaft auch beim Personal in Schulen und Kindertagesstätten abzubilden.

Insgesamt wurden in den vergangenen Jahren knapp 250 Menschen gefördert. Mit der Verabschiedung von 15 Erzieherinnen und Erziehern in Hessen und Rheinland-Pfalz sowie 14 angehenden Lehrkräften in Hamburg und Niedersachsen hat die Hertie-Stiftung nun ihr Engagement beendet. Aber Horizonte geht weiter: In Hamburg konnte das Programm für angehende Lehrkräfte optimal verstetigt und erfolgreich in lokale Strukturen übergeben werden. Seit 2016 wird Horizonte dort von der Claussen-Simon-Stiftung zusammen mit der Jürgen Sengpiel Stiftung und der Dürr-Stiftung fortgeführt.