Hertie-Preis für Engagement und Selbsthilfe

Eine chronische Erkrankung wie z.B. Multiple Sklerose, Alzheimer oder Parkinson, stellt die Betroffenen vor emotionale und praktische Herausforderungen, die im Austausch mit anderen oft besser bewältigt werden können. Aktivitäten von und mit Gleichgesinnten helfen vielen dabei, neuen Mut zu fassen und den Alltag besser zu bewältigen. Unsere Gesellschaft lebt vom Miteinander und von Vorbildfunktionen einzelner. Wir möchten daher Menschen belohnen, die sich mit Zeit, Geld, Kreativität und einer Menge persönlichem Einsatz für andere einsetzen.

Der Hertie-Preis für Engagement und Selbsthilfe wird bereits seit fast 30 Jahren verliehen und ist eines der ältesten Projekte der Stiftung im Bereich Neurowissenschaften.

Das wollen wir erreichen

Mit dem Engagement-Preis würdigt die Stiftung Aktionen von Einzelpersonen oder Selbsthilfegruppen zugunsten neurodegenerativ oder MS-Erkrankter. Die Aktivitäten sollen möglichst kreativ, ungewöhnlich oder durch einen besonderen Zusammenschluss von unterschiedlichen Menschen geprägt sein. Die Größe des Projekts ist dabei weniger entscheidend als der Einsatz der Akteure.

Unter den bisherigen Preisträgern ist z.B. eine Journalistin, die einen MS-Podcast produziert. Oder eine Gruppe IT-Studenten, die gemeinsam mit Parkinson-Erkrankten ein trainierendes Videospiel entwickelt hat. Prämierte Aktionen schauen über den Tellerrand, machen anderen Betroffenen Mut, bauen Vorurteile ab und schaffen idealerweise Aufmerksamkeit.

Dotierung

Der Hertie-Preis für Engagement und Selbsthilfe ist mit 25.000 Euro dotiert und wird in der Regel auf mehrere Preisträger verteilt.

Ausschreibung 2018

Bewerbungen sind bis zum 15. März 2018 formlos und gerne per Email an die Hertie-Stiftung zu richten (an engagementghst.de).

Enthalten sein sollten in folgender Reihenfolge:

  1. Name und Adresse der vorgeschlagenen Person oder Gruppe (mit Ansprechpartner)
  2. Beschreibung der Aktivität und besonderen Leistung der Gruppe / der Person mit Betonung des ungewöhnlichen Charakters
  3. Vorgesehener Verwendungszweck des Preisgeldes
  4. maximal zwei Referenzen für den Vorschlag (z.B. Befürwortungsschreiben von Vereinsvorsitzenden, Politikern, Geistlichen etc.)
  5. maximal zwei Berichte über die vorgeschlagene modellhafte Aktivität oder die Person (Zeitungsberichte, Tätigkeitsberichte etc.)

Selbstbewerbungen sind möglich. Die Mitgliedschaft in einer Selbsthilfe-Vereinigung ist nicht Voraussetzung für die Bewerbung und erfüllt alleine nicht die Preiskriterien.

Über die Vergabe des Preises entscheidet eine unabhängige, von der Hertie-Stiftung eingesetzte Jury, die selbst Vorschläge einbringen kann. Die Preisverleihung erfolgt in der zweiten Jahreshälfte.

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Jury

  • Ein Vertreter der Hertie-Stiftung 
  • Ein Vertreter der Deutschen Alzheimer Gesellschaft 
  • Ein Vertreter der DMSG 
  • Ein Vertreter der Deutschen Parkinson-Vereinigung 
  • Ein externer Journalist: 2018 n.n.

Die Preisträger

Die aktuellen Siegerprojekte finden Sie in der Box rechts.

Zu den Siegerprojekten der Vorjahre

Portrait eines Preisträgers: MS-Klettergruppe

Anlässlich des 25. Jubiläums unseres Engagementpreises im Jahr 2016 haben wir eine Gruppe besonderer Menschen portraitiert: In der Klettergruppe "MS on the rocks" treffen sich an MS erkrankte Menschen und klettern trotz ihrer Lähmungen, sogar trotz Abhängigkeit von Rollstuhl oder Rollator bis zu 10 Meter Wände hoch. Den Einsatz und das Engagement des Vereins haben wir ausgezeichnet.
Die Teilnehmer von "MS on the Rocks" sind ein ermutigendes Beispiel dafür, was trotz MS möglich ist und dass der Wille und Glaube an sich selbst Berge versetzen kann!

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