Hertie-Innovationskolleg

Unsere Vision

Das Hertie-Innovationskolleg (HIK) ist ein Programm der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, das das Zusammenleben in Europa durch Vorhaben mit gesellschaftlicher Wirkung und Vorbildcharakter mitgestaltet. Es fördert Ideen von freien Denkern sowie zukunftsweisende, praxisorientierte Projekte unterschiedlicher Formate innerhalb der des Bereichs Demokratie stärken.

Wir verstehen eine demokratische Gesellschaft als vielfältig, solidarisch und kontinuierlich in Bewegung. Das HIK nimmt mit seinen Förderungen teil an diesen fortlaufenden Veränderungen. Für uns ist Demokratie die Grundlage für Frieden, Freiheit und echte Partizipation. Aus diesem Grund fördern wir Projekte und Personen, die das Ziel verbindet, demokratische Prozesse in Deutschland und Europa zu stärken und soziale Herausforderungen aktiv anzugehen. Mit ihren neuartigen Herangehensweisen und Initiativen sind unsere Kollegiat*innen mutige und zukunftsgerichtete Gestalter. Sie stellen gesellschaftliche Tatsachen in Frage und zeigen, dass es konkrete und kreative Lösungsansätze und -wege gibt, die zu nachhaltigen gesellschaftlichen Veränderungen und Neuerungen beitragen. Das HIK sieht sich dabei als Partner der Kollegiatinnen und Kollegiaten und ihrer Projekte, unter anderem indem wir sie mit unserem Know-how und unseren Ressourcen unterstützen und sie dazu ermächtigen, einen wirkungsvollen Wandel anzustoßen. Sie erhalten Zugang zu einem breiten Netzwerk aus Wissenschaft, Medien, Zivilgesellschaft und Politik und können so auch im Rahmen der HIK-Förderungen ungewöhnliche Kooperationen eingehen.

Wie sieht unsere Förderung genau aus?

Wie bieten unseren Kollegiatinnen und Kollegiaten

  • finanzielle Mittel für die Umsetzung des Projekts sowie ein Stipendium
  • breite Netzwerke innerhalb und außerhalb der Stiftung
  • allgemeine und spezielle Beratung zur Entwicklung der Projekte
  • Möglichkeiten, sich innerhalb des Kollegjahrgangs auszutauschen und zu kooperieren
  • Gelegenheiten, sich und die Projekte bei Veranstaltungen sichtbar zu machen.

Wo findest Du uns?

Wir sitzen im Zentrum Berlins, dem Berliner Standort der Hertie-Stiftung und im Gebäude der Hertie School of Governance. Unsere Kollegiat*innen können in einem Co-Working-Raum arbeiten und täglich für den Austausch zusammenkommen. Außerdem steht ihnen ein großer Workshopraum zur Verfügung, in dem sie ihre Projekte weiterentwickeln können.

2016 startete das Hertie-Innovationskolleg mit einem Pilotjahrgang. Seitdem haben wir drei weitere Jahrgänge aufgenommen. Schau Dir unsere Kollegiat*innen und ihre Projekte an.

Jahrgang 2018

Im Jahr 2018 nehmen zwei Kollegiaten ihre Projektarbeit im Hertie-Innovationskolleg auf: Marius Krüger, Initiator der Bürgerbeteiligungs-App „Democracy“ und Johannes J. Müller mit dem Projekt „CorrelAid“, einer Datenanalyselösung für Nichtregierungsorganisationen.

Eva Dingel baut mit dem Projekt Techné ein Netzwerk aus Syrer*innen auf, die in Deutschland leben und Berufserfahrung aus Wirtschaft, Bildung oder Verwaltung in Syrien mitbringen. Dieses Netzwerk wird mit Praktikern in der deutschen Außenpolitik zusammengebracht, die zum Thema Syrien arbeiten - etwa im Auswärtigen Amt, Kanzleramt, verschiedenen Ministerien oder der GIZ. Damit wird das lokale Wissen der Syrer*innen direkt in die deutsche Außenpolitik eingebracht und die Außenpolitikberatung damit vielfältiger und demokratischer gemacht. Gleichzeitig bietet Techné geflüchteten Syrer*innen die Möglichkeit, sich konstruktiv einzubringen und Einfluss auf Debatten in der deutschen Politik und Öffentlichkeit zu ihrem Land zu nehmen.

Marius Krüger möchte mit der Smartphone-App DEMOCRACY den Bürgern ermöglichen, per App aktiv in den Prozess der politischen Entscheidungsfindung einzugreifen. Indem alle Abstimmungsfragen des Bundestages mindestens 48 Stunden vor Abstimmung den Bürgern über die App gestellt werden und das Ergebnis der Bürgerabstimmung wiederrum den Politikern zur Verfügung gestellt wird, ist sichergestellt, dass die Repräsentanten in Berlin bereits vor ihrer Abstimmung wissen, wie ihre Bürger in der Fragestellung entschieden haben. Die App ermöglicht politische Teilhabe und soll Bürger und politische Vertreter näher zusammenführen.

Johannes J. Müller vergrößert ab 1. Juli 2018 mit dem Projekt CorrelAid den gesellschaftlichen Impact von Non-Profit Organisationen, indem er sie bei der professionellen Datenanalyse unterstützt. Die Digitalisierung lässt enorme Mengen an Daten in allen Lebensbereichen entstehen, für deren Auswertung es Non-Profit-Organisationen bisher jedoch, anders als dem Wirtschaftssektor, an Ressourcen und Expertise fehlte. Dieses Defizit soll durch die beratende Expertise des Projekts ausgeglichen werden und gleichzeitig ein Netzwerk geschaffen werden, dass den Grundstein einer gemeinwohlorientierten Generation von Datenanalysten legt.

Jahrgang 2017/18 II

Im Oktober haben drei neue Kollegiaten am Hertie-Innovationskolleg ihre Arbeit aufgenommen.

Silvia Hennig will mit "Neuland 21" soziale Innovationen für den ländlichen Raum entwickeln und so Abwanderung, Folgen des demografischen Wandels und Strukturschwächen entgegenwirken.

Stefan Mekiffer möchte mit "Refugee Open Cities (ROC)" Geflüchtete und Anwohner durch gemeinsames Verschönern von Flüchtlingsunterkünften zusammenbringen.

Marieke Schöning wird sich mit "Corporate Volunteering" beschäftigen, also mit dem sozialen Engagement von Mitarbeitern außerhalb der klassischen Unternehmensbelange.

Weitere Infos

Lesen Sie hier ausführlichen Flyer mit allen Infos über das Hertie-Innovationskolleg.

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Kontakt

Dr. Andrea Stiebritz
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Pressekontakt

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Teamleitung
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