Hertie-Innovationskolleg

Center for Advanced Practitioners

Das Hertie-Innovationskolleg (HIK) leistet einen Beitrag zum Gelingen des Zusammenlebens in Europa. Es fördert zukunftsgerichtete Ideen und Projekte unterschiedlicher Reifestadien innerhalb unserer drei Rahmenthemen (s.u.). Über diesen Ansatz unterstützt das HIK „freie Denker und Denkerinnen“ bei der Weiterentwicklung der Ideen und Umsetzung der Projekte mit

  • Finanziellen Mitteln
  • Netzwerken
  • Beratung
  • Arbeitsumgebung
  • Synergien innerhalb der Kollegjahrgänge
  • Platzieren der Projekte und Personen über Themenforen

Unter dem Dach des HIK entwickeln die Kollegiatinnen und Kollegiaten ihre Ideen und bringen sie zur Umsetzung. Im besten Fall entstehen „Produkte“ mit großer gesellschaftlicher Wirkung und/oder Vorbildcharakter. Daher wirken im Hertie-Innovationskolleg Praktiker: Menschen, die konkret gestalten und Projekte umsetzen wollen.

Die drei Themenfelder des HIK sind

  • Zukunft der Demokratie, insbesondere im Verhältnis zu den Medien
  • Zukunft der Bildung, insbesondere im Kontext von benachteiligten gesellschaftlichen Milieus
  • Zukunft des gesellschaftlichen Zusammenhalts, insbesondere im Kontext von Migration und Integration

Der Sitz des HIK ist im Gebäude der Hertie School of Governance und des Standorts Berlin der Stiftung. Den Kollegiatinnen und Kollegiaten stehen zwei Co-Working-Räume zur Verfügung.

2016 startete das HIK mit einem erfolgreichen Pilotjahrgang, in dem vier Projekte gefördert wurden. Die ersten Kollegiaten und Kollegiatinnen stellen aktuell ihre Ergebnisse vor.

Flyer des Hertie-Innovationskollegs

Lesen Sie hier unseren ausführlichen Flyer zum Hertie-Innovationskolleg.

Zum HIK-Flyer

Vorstellung des Jahrgangs 2017/18 I

Am 1. April hat der zweite Kollegjahrgang seine Arbeit aufgenommen. Die neuen Kollegiatinnen und Kollegiaten entwickeln Projekte in allen drei Themenbereichen des HIK, Zukunft der Demokratie, Zukunft der Bildung und Zukunft des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Die fünf Vorhaben zeichnen sich durch ihre inhaltliche und methodische Vielfalt aus:

Dr. Evgeniya Sayko

Dr. Evgeniya Sayko (geb. 1982 in Tomsk, Russland) arbeitet an mehreren deutsch-russischen Austauschprojekten wie dem Science Slam oder dem Osteuropajournalistenprogramm der IJP. In ihrem HIK-Projekt „Wertediskurs mit Russland: klären, formulieren, vermitteln“ möchte sie Brücken zwischen Deutschland und Russland bauen und einen Beitrag zur Entwicklung neuer Strategien für einen konstruktiven Wertediskurs in der europäischen Gemeinschaft leisten.

Susanne Sander

Die Politologin Susanne Sander (geb. 1962) ist stellvertretende Leiterin des Deutschen Instituts für Community Organizing (DICO) an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlinund begleitet als hauptamtliche Organizerin die Bürgerplattform WIN-Wir in Neukölln.  

Im Projekt „Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts durch Professionalisierung des 3. Sektors in Berlin“ möchte Susanne Sander anhand der Kriterien Unabhängigkeit, Organisation und Inklusion einen Beitrag zur Entwicklung und Professionalisierung des 3. Sektors leisten. Der 3. Sektor soll darin gestärkt werden, als klares Gegenüber und Impulsgeber für die Politik und Wirtschaft agieren zu können.

Tina Simon

Tina Simon (geb. 1981 in Hofheim) war bislang als Ganztagskoordinatorin an einer hessischen Gesamtschule tätig und engagiert sich als Innovationsmoderatorin bei der Initiative Neues Lernen e.V.

Sie möchte das Jahr im Hertie-Innovationskolleg nutzen, um ein Teachers Impact Lab zu gründen, das sich mit der Frage nach der Gestaltung einer Arbeitskultur 5.0 in Schulen beschäftigt. Im Zentrum stehen Fragen nach den Voraussetzungen für Lehrerinnen und Lehrer in Veränderungsprozessen an Schulen sowie die Lehrerzufriedenheit und Begeisterung am Arbeitsplatz Schule.

Dr. Emilia Roig

Dr. Emilia Roig (geb.1983 in Dourdan) studierte an der Hertie School of Governance und promovierte an der Université Lumière Lyon 2 und der Humboldt Universität Berlin. Seit Sommer 2015 ist sie Dozentin im Social Justice Study Abroad Programm der Chicago DePaul University.

Im Rahmen des Projekts Center for Intersectional Justice (CIJ) möchte Dr. Emilia Roig einen Paradigmenwechsel im Bereich Gleichstellungs- und Anti-Diskriminierungsarbeit in Deutschland und Europa durch eine intersektionale Perspektive vorantreiben.

Pascal Zimmer

Pascal Zimmer (geb. 1989 in Bonn) absolvierte einen Master of Public Policy in Oxford und studierte Politikwissenschaft, internationale Beziehungen und VWL in Montréal, London und Ostafrika. Er ist Mitgründer des sozialen Netzwerks stipnetz.de.

Der paneuropäische European People’s Fund (EPF) ist eine Art zivilgesellschaftlicher Marshallplan of the people, by the people and for the people. Der EPF fördert europaweit Initiativen, Projekte und Vereine, die einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen. Jeder Europäer kann für einen geringen Betrag ohne zeitliche Beschränkung Mitglied im EPF werden und über die Vergabe der Mittel mitbestimmen.

Ergebnisse aus dem Pilotjahrgang 2016

Kitchen on the Run

Das Projekt Kitchen on the Run schafft Begegnung von Geflüchteten und Beheimateten. Dr. Rabea Haß konnte gemeinsam mit ihren Mitgründern Jule Schröder und Andreas Reinhard die erste Reise von Kitchen on the Run mit einer Aktionsforschung begleiten und die Erfahrungen in einer Dokumentation reflektieren.

Diversität und Integration

Die Ergebnisse von Anne-Marie Kortas wurden im Projekt Diversität und Integration erstellt. Die Angaben
basieren auf Gesprächen und Workshops mit Geflüchteten. Die Publikation soll ein Sprachrohr ihrer Bedürfnisse darstellen und Angebotsgebern sowie Förderern in unterschiedlichsten Sektoren helfen, Projekte zu entwickeln, finanzieren und implementieren. Es soll damit das Ziel einer schnelleren Integration
unterstützt werden.

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