Pressemitteilung im Detail

Eine Pressemitteilung der Gemeinnützigen Hertie Stiftung

Welt-MS-Tag: Mit ihrer Kampagne Gemeinsam. Menschlich. Erfolgreich möchte die Hertie-Stiftung ein Zeichen für mehr Offenheit und Zusammenhalt am Beispiel von MS in der Arbeitswelt setzen

Seit über 40 Jahren engagiert sich die Gemeinnützige Hertie-Stiftung in der Bekämpfung der chronischen Erkrankung Multiple Sklerose (MS).

Frankfurt am Main, 30. Mai 2022. Seit über 40 Jahren ist das Engagement für stärkere Aufklärung und gezielte Forschung zur chronischen Erkrankung Multiple Sklerose (MS) ein zentrales Anliegen der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Im Fokus stehen die wissenschaftliche Förderung und die Entwicklung neuer Therapieansätze, Maßnahmen zur Entstigmatisierung sowie die Unterstützung von Betroffenen und ihren Angehörigen. 

Die Arbeitswelt ist ein großer und wichtiger Bestandteil des Lebensalltags aller Menschen. Hier setzt die Digitalkampagne der Stiftung an. Seit Ende April richtet sie sich an Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, insbesondere deren Personalverantwortliche. Dabei geht es, am Beispiel der Erkrankung Multiple Sklerose, um das Aufzeigen von Möglichkeiten für ein offenes und wertschätzendes Miteinander für Menschen mit chronischen Erkrankungen im Arbeitskontext. 

Die Awareness-Kampagne zeigt in einer Videoserie, wie integrativ bereits gegenwärtig gearbeitet wird, und was vorerst noch Zukunftsvisionen für Inklusion in der Arbeitswelt sind. Über den Umgang mit chronisch erkrankten Arbeitskräften berichten verschiedene Unternehmensvertreterinnen und -vertreter und teilen die Erfahrungen aus ihrem Haus. Sie dienen als Ermutigung für andere, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Denn nach wie vor sprechen viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit chronisch gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie MS eher selten im Arbeitskontext über ihre Erkrankung - die Bedenken wiegen zu schwer, dass sie im beruflichen Umfeld nur noch als eingeschränkter und nicht mehr als leistungsfähiger und kompetenter Mensch wahrgenommen werden.  

Auf Seite der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mangelt es oft an Wissen um die Erkrankungen und auch um Unterstützungsmaßnahmen, wie sie z.B. die Bundesagentur für Arbeit anbietet. Bei einer eigens von der Stiftung in Auftrag gegebenen repräsentativen Civey-Umfrage unter Entscheiderinnen und Entscheidern stimmten 38 % der Befragten zu, dass Inklusion am Arbeitsplatz bislang vor allem an zu festgefahrenen Arbeitszeitmodellen scheitere, aber auch an mangelndem Vertrauen in die Fähigkeiten von Betroffenen (34 Prozent) sowie Vorurteilen (27 Prozent).  

Die Tabuisierung von MS sowie anderen chronischen Erkrankungen im Arbeitsumfeld ist immer noch zu groß. Den heutigen Welt-MS-Tag möchte die Stiftung deshalb nutzen, um den Aufruf der Awareness-Kampagne auszuweiten. Hier gelangen Sie zur Kampagnenwebsite, die neben den Video-Interviews auch Ergebnisse der Civey-Umfrage bereithält.