Faszinierende Menschen, zukunftsweisende Themen

Der Hertie Summit bringt einmal im Jahr internationale Nachwuchsexpertinnen und -experten zusammen und ermöglicht den Austausch zu aktuellen gesellschafts- und wissenschaftspolitischen Themen. 

Mehr als Zusammenleben: Zusammenhalten

Welche Zukunft erwartet uns? Und wie GESTALten wir diese gemeinsam? Der Hertie Summit in Berlin vom 3. bis 4. Juni 2021

Unsere Fellows forschen in den Naturwissenschaften, sind Experten in den Bereichen Politik, Recht oder Wirtschaft, erschaffen Kunstwerke oder erkunden die Welt aus Sicht der Geistes- und Kulturwissenschaften. So unterschiedlich ihre Disziplinen und Tätigkeitsbereiche auch sind, eines haben sie gemeinsam: Sie alle tragen zu einem besseren Zusammenleben in unserer demokratischen Gesellschaft bei. Sie stärken den Zusammenhalt und übernehmen Verantwortung. Das Programm des Summits gestalten die Fellows selbst. Im Rahmen dieses einzigartigen Formats schaffen sie einen Raum für Begegnungen und Diskussionen aktueller Themen. Gleichzeitig bieten sie ein Forum für Innovationen, die unsere Gesellschaft nicht nur weiter-, sondern auch zusammenbringen sollen. Wie wichtig diese Annäherung ist, führt die Corona-Pandemie eindrücklich vor Augen. Nach Monaten der Distanz, der Polarisierung und der Sorge lautet daher unser Motto "Mehr als Zusammenleben: Zusammenhalten".

Programm und Anmeldung

Das Programm auf einen Blick

Hier können Sie die das gesamte Programm des Hertie Summit 2021 als eine PDF-Datei herunterladen. Eine detailierte Programmbeschreibung sowie Kurzbiografien ausgewählter Gäste finden Sie im unteren Bereich der Homepage.

Herunterladen

Jetzt anmelden!

Mit Klick auf „Zur Anmeldung“ verlassen Sie den datenschutzrechtlichen Verantwortungsbereich der Hertie-Stiftung! Es gilt dann die Privacy Policy des Anbieters Hopin, der auch Cookies setzen und der Ihre Daten in den USA verarbeiten kann.

Zur Anmeldung

Donnerstag, 3. Juni 2021

Gesamtmoderation

Mona Mann und Sebastian Heunemann von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung leiten Sie durch das Programm des Summit 

Von 16:00 Uhr bis 17:30 Uhr

Programmvorschau

Diversität an Schulen und Universitäten. Strategien gegen rassistische Diskriminierung in der deutschen Bildungslandschaft

Unter dem Hashtag #metwo fanden sich vor einigen Jahren zahlreiche Wortmeldungen im Netz, in denen Menschen mit Rassismuserfahrung ihre Erlebnisse mit rassistischer Diskriminierung in Schule und Universität teilten. Viele Menschen waren damals schockiert über das, was in deutschen Klassenzimmern und Seminarräumen an der Tagesordnung ist. 

Strukturelle Probleme wie die mangelnde Diversität in deutschen Lehrerzimmern und unter universitären Lehrkräften, rassistische und antisemitische Einstellungen in der Mehrheitsgesellschaft, aber auch Defizite im Diskurs darüber, was Rassismus ist und wie man ihn bekämpfen kann, führen dazu, dass viele Menschen immer noch tagtäglich in Bildungseinrichtungen davon betroffen sind. Ob es die fehlende Gymnasialempfehlung trotz bester Noten ist oder rassistische Witze von Lehrerinnen und Mitschülern – wir als Gesellschaft müssen hier an den Strukturen, unseren Einstellungen und an unserem Wissensstand arbeiten, um weiterzukommen und allen Menschen ein sicheres Lernumfeld zu ermöglichen. 

Bei dieser Paneldiskussion kommen Expertinnen und Experten aus Schule, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu Wort und tauschen ihre Konzepte und Ideen für eine bessere Zukunft aus. Wir beginnen mit unterschiedlichen Szenarien für eine deutsche Bildungslandschaft im Jahr 2030 und wollen dann auch mit dem Publikum ins Gespräch kommen, kritischen Stimmen zuhören, Barrieren abbauen und Lösungen finden.  

Format: digitale Podiumsdiskussion

Teilnahme: öffentlich zugänglich

Gäste: 

- Tania Bloch, Sonder- und Medienpädagogin, München 

- Dr. Nushin Hosseini-Eckhardt, Bildungsphilosophin, Technische Universität Dortmund 

- Jeffrey Klein, Leiter des Antidiskriminierungsprojekts EACH ONE von Each One Teach One e. V. (EOTO)

Moderation: Ouassima Laabich-Mansour, Expertin für Rassismuskritik und Promovendin an der Freien Universität Berlin 

Sprache: Deutsch

Konzeption: Anna Delius, Gemeinnützige Hertie-Stiftung

Zwischen Integration und Zugehörigkeit

Die Migrationskrise im Jahr 2015 hat die Integrationsdebatte in Deutschland neu entfacht. Wieder stehen sich sehr unterschiedliche Vorstellungen davon gegenüber, wie das Zusammenleben in einer offenen Gesellschaft aussehen sollte. Die Diskussion konzentriert sich oft auf arabische und muslimische Deutsche und/oder Migranten. Häufig ist die Debatte zudem mit falschen Wahrnehmungen und Darstellungen behaftet, die mehr zur Ausgrenzung als zur Integration beitragen.

Um dem entgegenzuwirken, möchten wir neue Perspektiven aufzeigen und die Frage diskutieren: Was bedeutet Zugehörigkeit im deutschen Kontext? In unserer Veranstaltung kommen Organisationen und Menschen zu Wort, die das vorherrschende Narrativ ändern und das Zusammenleben neu gestalten möchten. Die Diskussion wird aufgezeichnet.

Format: 

Teilnahme: öffentlich zugänglich 

Gäste:

- Sophia Burton, Geschäftsführerin Migration Matters e. V. 

- Prof. Dr. Naika Foroutan, Humboldt Universität zu Berlin, Berliner Institut für empirische Migrations- und Integrationsforschung (BIM) 

- Fabio Ghelli, Redakteur beim Mediendienst Integration, Berlin 

- Moderation: Victoria Kleber, freischaffende Journalistin und Filmemacherin 

Sprache: Englisch

Konzeption: Mariam Hamad, Migrations- und Diversitätsexpertin, Absolventin Hertie School 

 

Demokratie und Klimakrise: Wie erreichen wir ein klimaneutrales Europa bis zum Jahr 2050? (Teil 1)

Europa soll bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden. So schreibt es der New Green Deal vor. Die Europäische Kommission hat ihn als Leitinitiative zur Einführung eines Klimagesetzes ins Leben gerufen, das die Klimaneutralität gewährleisten soll. Das Ziel, keine Netto-Treibhausgasemissionen mehr freizusetzen, erfordert eine massive Reduzierung der CO2-Emissionen. Es bedeutet darüber hinaus eine Abkehr von der Verbrennung fossiler Brennstoffe und Investitionen in saubere Industrie- und Energiesysteme. Das wichtigste Instrument der Union zur Emissionsreduzierung, der EU-ETS, wird dabei eine entscheidende Rolle spielen und soll im Juni 2021 überarbeitet werden. Aber auch neue Instrumente sind im Gespräch, wie etwa CO2-Differenzverträge (Carbon Contracts for Difference, kurz CCfDs) zur Absicherung von Emissionspreisen für besonders innovative Projekte oder ein CO2-Grenzausgleichssystem (Carbon Border Adjustment Mechanism, kurz CBAM). Mit ihm sollen unterschiedliche Zielsetzungen im internationalen Handel berücksichtigt und eine Verlagerung von CO2-Emissionen („Carbon Leakage“) vermieden werden.

Die Hertie Energy and Environment Network (HEEN) Veranstaltungsreihe auf dem Hertie Summit 2021 widmet sich der Frage, mit welchen Strategien die Klimakrise am besten bekämpft werden kann – ohne die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie zu gefährden.

Format: Teil 1 von fünf Podiumsdiskussionen am Donnerstag und Freitag

Teil 1: Perspektiven für den Europäischen Green Deal

16:00 - 16:30 Uhr Einführung in das Hertie Energy & Environment Network und die Veranstaltung

Moderation: Dr. Andreas Schröder, Vorstand Hertie Energy and Environment Network

16:30 - 17:30 Uhr Podiumsdiskussion

Teilnahme: öffentlich zugänglich

Gäste:

- Dr. Philipp Steinberg, Ministerialdirigent, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 

- Damian Boeselager, MdEP, Volt  

- Andreas Graf, Projekt Manager, Agora Energiewende, Brüssel

- Viola Rocher, Leiterin Brüsseler Repräsentanz, EnBW 

Moderation: Lara Schech, Vorstand Hertie Energy and Environment Network

Sprache: Englisch

Konzeption: Hertie Energy and Environment Network (HEEN) 

B(u)ildung 4.0 - Lebensorientierung für die VUCA-Welt

Die digitale Transformation der Wirtschafts- und Arbeitswelt stand eh auf dem Programm. Mit der aktuellen Corona-Krise und der anstehenden Klimakrise beschleunigt sich die Notwendigkeit, die gesellschaftliche Ordnung radikal umzubauen. Jeremy Rifkin empfiehlt den aktuellen Erwerbstätigen, die nächsten 10-15 Jahre zu nutzen, mit den technologischen Mitteln unserer Zeit die Ausgangsbedingungen für eine lebenswerte, nachhaltige Zukunft zu schaffen. Darauf auf allen sozialen Ebenen hinzuarbeiten und möglichst alle Menschen auf dem Weg mitzunehmen, ist die zentrale Herausforderung unserer Zeit. Wie bereiten wir junge Menschen auf diesen Übergang und die zukünftige Welt vor, auch wenn sie keine akademische Ausbildung anstreben? Hier gibt es zunächst einen allgemeinen Gedankenimpuls mit ersten Anregungen, die wir dann gemeinsam diskutieren und weiterentwickeln können.

Format: Impulsreferat 

Teilnahme: öffentlich zugänglich

Gast: Dr. Anja C. Wagner, selbständige und unabhängige Bildungsexpertin, frolleinflow 

Moderation:  Mirko Meyerding, Koordinator Initiative Starke Schule und Schulleiter Gesamtschule Ebsdorfer Grund, Ebsdorfergrund und Laura Herrmann, Studierende der Bildungswissenschaften an der HU Berlin und studentische Mitarbeiterin der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung 

Sprache: Deutsch

Konzeption: Mirko Meyerding, Koordinator Initiative Starke Schule und Schulleiter Gesamtschule Ebsdorfer Grund, Ebsdorfergrund 

Gemeinschaftliche Wohnprojekte und das Neue Europäische Bauhaus: Welche Rolle werden sie zukünftig spielen?

Gemeinschaftliche Wohnprojekte und andere partizipative Formen des Zusammenlebens sind Beispiele für zukunftsorientierte Projekte in Städten. Hinter diesen Vorhaben stehen oft Menschen mit unterschiedlichen beruflichen Laufbahnen. Viele gemeinschaftliche Wohnprojekte öffnen Teile ihrer Räumlichkeiten für die Öffentlichkeit oder stellen sie als Veranstaltungsort zur Verfügung, beispielsweise für Workshops.

In dieser Gesprächsrunde wollen wir den Blick auf Berlin und seine Projekte richten: Welche Formen des gemeinschaftlichen Wohnens gibt es dort und welche öffentlichen Rollen nehmen sie ein? Welche partizipativen Strukturen machen neue Wohnprojekte möglich? Welche Kooperationsmodelle benötigt die Stadt der Zukunft?

Diese Fragen wollen wir mit Vertretern unabhängiger Projekte und Experten für Wohnen und Stadtentwicklung erörtern. Wir senden live aus der Genossenschaft Spreefeld, einem der Beispiele, die wir in unserer Diskussion genauer beleuchten werden. Im Sinne des Neuen Europäischen Bauhauses betrachten wir bestehende Formen des gemeinschaftlichen Wohnens und ihre zukünftige Relevanz aus interner Sicht, aber auch aus der Perspektive der Politik. Hinter den Projekten stehen verschiedene Kooperationsmodelle, die sich mit der Raumproblematik in Berlin auseinandersetzen.

Format: digitale Podiumsdiskussion

Teilnahme: öffentlich zugänglich

Gäste: 

- Wenke Christoph, Staatssekretärin für Wohnen des Landes Berlin

- Dr. Michael LaFond, Experte für gemeinschaftliche Wohnformen/Wohnprojekte

- Caroline Rosenthal, Beraterin "Mietshäuser Syndikat"

Moderation: Natalia Irina Roman, Absolventin Hertie School 

Sprache: Englisch

Konzeption: Natalia Irina Roman, Absolventin Hertie School 

Auftakttreffen für das Mentoring-Programm 2021/22 (Teil 1)

Zum Auftakt des Mentoring-Programms findet dieses Jahr ein digitales Treffen der aktuellen Mentorinnen, Mentoren und Mentees statt. Dort wird es zum einen eine Einführung in das Programm und in die Grundlagen des Mentoring geben, zum anderen lernen sich die jeweiligen Tandempartner und alle Teilnehmenden kennen. Das digitale Treffen bildet die Grundlage für die Zusammenarbeit in den kommenden acht Monaten, sowohl im Tandem als auch in der Gruppe.

Mit unserem Mentoring-Programm unterstützen wir seit Jahren Fellows, die als aktive Bürgerinnen und Bürger die Gesellschaft mitgestalten wollen und verantwortungsvolle Aufgaben in Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur, Politik und Verwaltung übernehmen. Ziel des Mentoring-Programms der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung ist es, die Hertie-Fellows als heutige und zukünftige Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie aktive Gestalterinnen und Gestalter bei ihren Aufgaben in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Kultur, Zivilgesellschaft und Verwaltung gezielt zu unterstützen. Hier arbeiten Mentorinnen, Mentoren und Mentees gemeinsam und auf Augenhöhe. Eine Mentorin oder ein Mentor unterstützt den Mentee in wichtigen Fragen des (jungen) beruflichen Lebens oder der persönlichen Projekte. Das Programm lebt vom Engagement in unserem vielfältigen und internationalen Fellows-Netzwerk.

Format: digitaler Workshop

Teilnahme: geschlossene Veranstaltung. Bitte beachten Sie, dass die Teilnahme an der Auftaktveranstaltung nur für Mitglieder des aktuellen Jahrgangs des GHS-Mentoringprogramms möglich ist. 

Sprache: Deutsch/Englisch

Moderation: Heike Fahrun 

Von 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr

Programmvorschau

Eröffnungsvortrag: Durch Unsicherheit navigieren: Weshalb Entrepreneure uns inspirieren können, Neues zu wagen

„Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel“ (Charles Darwin) und dennoch haben viele Menschen nie gelernt Veränderungen zu gestalten, Neues zu entwickeln oder in unsicheren Kontexten zu agieren. Aktuell befinden wir uns in einer Situation, die die Kraft plötzlicher Veränderungen des Gewohnten und Erwarteten deutlich werden lässt. Viele Menschen sind gezwungen altbewährte Muster, Rhythmen und Gewohnheiten zu verändern, sich beruflich oder persönlich neu zu erfinden. Doch wie erleben wir Veränderungen und wie gestalten wir sie? Was hindert uns daran Neues zu tun? Und welche Strategien und Verhaltensweisen können uns dabei helfen durch Unsicherheiten zu navigieren, Möglichkeiten zu erkennen und etwas zu wagen?

Miriam Yasbay beleuchtet in Ihrer Eröffnungsrede wie Neues entstehen kann. Im Mittelpunkt stehen Einblicke in die Lebens- und Arbeitswelten von 12 Entrepreneurinnen und Entrepreneure, durch deren Analyse Frau Yasbay in Ihrem kürzlich veröffentlichten Buch „The Invisible Strategies of Entrepreneurs“ diverse und teils überraschende Perspektiven und Verhaltensweisen inspiriert. In Ihrem Vortrag verbindet Miriam Yasbay einige der  Erkenntnisse ihrer jahrelangen Arbeit als Sozialforscherin, Innovationsdesignerin und Entrepreneurin und diskutiert die zentralen Verhaltensstrategien zur Initiierung und Gestaltung von Veränderungsprozessen.

Format: Keynote Speech 

Teilnahme: öffentlich zugänglich

Gast: Miriam Yasbay, Sozialforscherin, Innovationsdesignerin und Entrepreneurin 

Moderation: Agata Werner, Gemeinnützige Hertie-Stiftung 

Sprache: Deutsch /Englich/ Deutsche Gebärdensprache (simultane Übersetzung)

Die richtigen Worte finden: Wie man neurowissenschaftliche Erkenntnisse rhetorisch nutzen kann

Manche Menschen überzeugt ein Argument, andere nicht. Häufig liegt das weniger an der Plausibilität, sondern an der Art und Weise, wie das Argument vorgetragen wird. Denn jeder Mensch verfügt über einen eigenen Sprachcode. Wie man ihn entschlüsselt und sich zunutze macht, zeigt dieses inspirierende, interaktive Webinar. Ziel ist es, für jede und jeden die richtigen Worte zu finden. Ein digitaler Impulsvortrag führt in die neurowissenschaftlichen Hintergründe gelungener Kommunikation ein, präsentiert typgerechte Rhetorik und erweitert den eigenen Sprachcode. Dabei reflektieren die Teilnehmenden ihren eigenen bevorzugten Sprachcode – seine Stärken und Chancen sowie den unbewussten kommunikativen „blinden Fleck“. Sie erfahren, wie sie die Sprachcodes ihrer Gegenüber entschlüsseln, um ihre Botschaft präzise auf den Punkt zu bringen. Anhand eines Beispiels übersetzen die Teilnehmenden in einem kurzen Praxisteil ihre Botschaft in die Sprache ihrer Zielgruppe(n).

Format: Vortrag

Teilnahme: öffentlich zugänglich

Vortragende: Anita Hermann-Ruess, Gründerin und Geschäftsführerin Hermann-Ruess & Partner

Sprache: Deutsch

Demokratie und Klimakrise: Wie erreichen wir ein klimaneutrales Europa bis zum Jahr 2050? (Teil 2)

Europa soll bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden. So schreibt es der New Green Deal vor. Die Europäische Kommission hat ihn als Leitinitiative zur Einführung eines Klimagesetzes ins Leben gerufen, das die Klimaneutralität gewährleisten soll. Das Ziel, keine Netto-Treibhausgasemissionen mehr freizusetzen, erfordert eine massive Reduzierung der CO2-Emissionen. Es bedeutet darüber hinaus eine Abkehr von der Verbrennung fossiler Brennstoffe und Investitionen in saubere Industrie- und Energiesysteme. Das wichtigste Instrument der Union zur Emissionsreduzierung, der EU-ETS, wird dabei eine entscheidende Rolle spielen und soll im Juni 2021 überarbeitet werden. Aber auch neue Instrumente sind im Gespräch, wie etwa CO2-Differenzverträge (Carbon Contracts for Difference, kurz CCfDs) zur Absicherung von Emissionspreisen für besonders innovative Projekte oder ein CO2-Grenzausgleichssystem (Carbon Border Adjustment Mechanism, kurz CBAM). Mit ihm sollen unterschiedliche Zielsetzungen im internationalen Handel berücksichtigt und eine Verlagerung von CO2-Emissionen („Carbon Leakage“) vermieden werden.

Die Hertie Energy and Environment Network (HEEN) Veranstaltungsreihe auf dem Hertie Summit 2021 widmet sich der Frage, mit welchen Strategien die Klimakrise am besten bekämpft werden kann – ohne die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie zu gefährden.

Format: Teil 2 von fünf Podiumsdiskussionen am Donnerstag und Freitag

Teil 2: Deutsche Klimapolitik im Kontext des EU Green Deals und der ETS Reform

Teilnahme: öffentlich zugänglich

Gäste:

- Sarah Harden, Junge Union

- Ferike Thom, Jusos 

- Anna Peters, Grüne Jugend 

- Nemir Ali, Junge Liberale

- Jan Schiffer, Solid

Moderation: Julian Lasinger, Vorstand Hertie Energy and Environment Network

Sprache: Englisch

Konzeption: Hertie Energy and Environment Network (HEEN)  

Vielfalt in der zeitgenössischen Kunst: Zuschreibungen und wechselseitige Einflüsse

Ob Vincent van Gogh, Frida Kahlo, Marina Abramović, Yoko Ono oder Nina Simone – moderne Künstlerinnen und Künstler verarbeiten oft Erfahrungen und Schicksale. Ihre Kunst ist geprägt von Erlebnissen und gesellschaftlichen Gegebenheiten. Dabei kommt es häufig vor, dass Künstlerinnen und Künstler mit ihren Themen zunächst als Außenseiter gelten. Über ihre Arbeit machen sie diese Themen jedoch sichtbar und bewirken dadurch ein gesellschaftliches Umdenken. Nicht selten sind zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler daher mittlerweile mit der Erwartungshaltung konfrontiert, auf Missstände hinzuweisen und Ungerechtigkeiten aufzudecken. Aber ist das wirklich ihre Aufgabe?

Der Workshop nähert sich dieser Frage über einen direkten Austausch zwischen Teilnehmenden und nationalen sowie internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Im Fokus steht dabei die Frage, inwieweit contemporary artists mit ihren eigenen, kulturellen Hintergründen die Szene und letztlich die Gesellschaft formen, aber gleichsam auch von dieser auf ihre kulturelle Herkunft festgelegt werden.

Format: Workshop

Teilnahme: Teilnehmendenzahl begrenzt, bitte signalisieren Sie Ihr Interesse an der Veranstaltung bei der Anmeldung durch die Auswahl des entsprechenden Slots. 

Gäste: 

- Dr. Nana Adusei-Poku, Senior Academic Advisor und Luma Fellow am Center for Curatorial Studies and Contemporary Art, Bard College, Berlin 

- Sonia E. Barrett, Visual Artist , JA DE UK

Moderation: Verdiana Albano,  Fotografin, Bildhauerin und Visual Artist, Alumna der START-Stiftung, Frankfurt/München 

Sprache: Englisch

Konzeption: Verdiana Albano,  Fotografin, Bildhauerin und Visual Artist, Alumna der START-Stiftung, Frankfurt/München 

Neue Arbeitsmethoden: Sind wir agil genug?

Unsere Welt befindet sich im Wandel und stellt uns vor komplexe Herausforderungen, denen wir immer schneller begegnen müssen. Organisationen, Unternehmen und Verwaltungen haben erkannt, dass es neue Arbeitsmethoden und eine neue Kultur des Miteinanders braucht. Seither sind die Prinzipien New Work und Agilität mit ihren Methoden wie Scrum, Kanban oder Design Thinking in die Arbeitswelt eingezogen. Aber können hier alle problemlos mithalten?

In dem eineinhalbstündigen Workshop erkunden wir auf spielerische und interaktive Weise die Frage „Bin ich agil (genug)?“. Dabei analysieren wir unser persönliches Mindset und erleben auf praktische Weise im Rollenspiel, wann und wie agiles Arbeiten angewandt werden kann: Sei es als Nachwuchskraft in der Führung von unten oder in Führungspositionen in Verwaltungen, Unternehmen oder in der Wissenschaft.

Alle Trainerinnen und Trainer folgen dabei agilen Prinzipien und der Gruppendynamik, um den Teilnehmenden eine authentische Erfahrung zu ermöglichen. Ziel des Workshops ist es, Kompetenzen und Potential im Rahmen einer agilen Arbeitswelt einschätzen zu können und zu wissen, wie diese im Alltag angewendet werden können.

Die beiden Fellows Ulrich Grünewald, Physiker, Schauspieler und Medientrainer, und Daniela Nguyen, Biochemikerin und Leadership-/New Work-Trainerin, haben sich 2018 beim Hertie-Summit kennengelernt und gegenseitig in ihrer Arbeit inspiriert.

Format: digitaler Workshop

Teilnahme: Teilnehmendenzahl begrenzt, bitte signalisieren Sie Ihr Interesse an der Veranstaltung bei der Anmeldung durch die Auswahl des entsprechenden Slots.

Moderation: Ulrich Grünewald, Physiker, Schauspieler und Medientrainer und Daniela Nguyen, Biochemikerin und Leadership-/New Work-Trainerin und Alumna der START-Stiftung 

Sprache: Deutsch

Konzeption: Daniela Nguyen, Biochemikerin und Leadership-/New Work-Trainerin und Alumna der START-Stiftung

Auftakttreffen für das Mentoring-Programm (Teil 2)

Zum Auftakt des Mentoring-Programms findet dieses Jahr ein digitales Treffen der aktuellen Mentorinnen, Mentoren und Mentees statt. Dort wird es zum einen eine Einführung in das Programm und in die Grundlagen des Mentoring geben, zum anderen lernen sich die jeweiligen Tandempartner und alle Teilnehmenden kennen. Das digitale Treffen bildet die Grundlage für die Zusammenarbeit in den kommenden acht Monaten, sowohl im Tandem als auch in der Gruppe.

Mit unserem Mentoring-Programm unterstützen wir seit Jahren Fellows, die als aktive Bürgerinnen und Bürger die Gesellschaft mitgestalten wollen und verantwortungsvolle Aufgaben in Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur, Politik und Verwaltung übernehmen. Ziel des Mentoring-Programms der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung ist es, die Hertie-Fellows als heutige und zukünftige Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie aktive Gestalterinnen und Gestalter bei ihren Aufgaben in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Kultur, Zivilgesellschaft und Verwaltung gezielt zu unterstützen. Hier arbeiten Mentorinnen, Mentoren und Mentees gemeinsam und auf Augenhöhe. Eine Mentorin oder ein Mentor unterstützt den Mentee in wichtigen Fragen des (jungen) beruflichen Lebens oder der persönlichen Projekte. Das Programm lebt vom Engagement in unserem vielfältigen und internationalen Fellows-Netzwerk.

Format: digitaler Workshop

Teilnahme: geschlossene Veranstaltung. Bitte beachten Sie, dass die Teilnahme an der Auftaktveranstaltung nur für Mitglieder des aktuellen Jahrgangs des GHS-Mentoringprogramms möglich ist. 

Sprache: Deutsch/Englisch

Moderation: Heike Fahrun  

Freitag, 4. Juni 2021

Von 09:00 Uhr bis 10:30 Uhr

Programmvorschau

"Mit- anstatt übereinander reden" - Was kann man gegen rassistische Einstellungen, Strukturen und Handlungsmuster tun?

Sprache formt das Bewusstsein, Sprache formt die Wahrnehmung - nicht nur wie wir selbst sprechen, sondern auch wie wir als Gesellschaft kommunizieren. Denn Sprache ist Macht, oder um es mit den Worten der Nobelpreisträgerin Toni Morrison zu sagen: „Die Sprache der Unterdrückung stellt mehr als Gewalt dar. Sie ist Gewalt. Stellt mehr als nur die Grenzen des Wissens dar. Sie begrenzt Wissen."

So haben rassistische Einstellungen, Strukturen und Handlungen immer damit zu tun, wie Menschen benannt werden, auf welche Identitäten sie begrenzt oder auch beschränkt werden und wie bewusst wir uns unserer eigenen Sprache sind. Ob „Clans“, „fremdenfeindlich“ oder „exotisch“; diskriminierende Begriffe und Ausdrücke sind Alltag. Dabei gibt es genügend Alternativen – man muss nur ein Bewusstsein für diskriminierende Sprache haben (oder erlernen) und diese Alternativen kennen. Im Workshop besprechen wir die Wirkung von Sprache auf rassistische Denkmuster und betrachten Beispiele für diskriminierende Sprache und Bildersprache; wir diskutieren vermeintliche "Sprechverbote" und die Auswirkung dieser Debatten für die Gesellschaft als ganzer.
Nach dem Workshop kennen Sie konkrete Begriffe der diskriminierungssensiblen und antirassistischen Sprache. Sie erhalten Informationen zu Framing und zum Zusammenhang von Sprache, Diskriminierung und Rassismus.

Format: digitaler Workshop 

Teilnahme: öffentlich zugänglich 

Moderation: Gilda Sahebi, Journalistin, Ärztin und Autorin

Sprache: deutsch 

Konzeption: Gilda Sahebi, Journalistin, Ärztin und Autorin 

Gesellschaftlicher Wandel braucht Gelassenheit: Über die Weisheit der Stoiker

Der Workshop ist eine praxisnahe Einführung in die Philosophie des Stoizismus, zeigt dabei die Parallelen zwischen stoischen Gedanken und moderner Psychologie auf und ist mit Übungen interaktiv gestaltet.

Format: Workshop

Teilnahme: öffentlich zugänglich 

Redner: Dr. Martin Ebeling, Philosoph und Leiter des Business-Programms von The School of Life Berlin

Sprache: Englisch 

Auf den Punkt gebracht: wissenschaftliche Erkenntnisse klar und verständlich kommunizieren (Teil 1)

In vielen Situationen müssen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler heute in der Lage sein, eindrucksvoll in Kürze das Wesentliche zu vermitteln – sei es in Präsentationen, in Meetings oder beim Auftritt in Gremien und externen Veranstaltungen. Häufig widerspricht dies dem Wesen von Wissenschaft, die ja gerade die Komplexität von Sachverhalten darstellen möchte. Die Kunst besteht darin, komplexe Informationen und Sachverhalte so aufzubereiten, dass das Entscheidende schnell für das Publikum ersichtlich ist. Wie das geht, erfahren Sie in diesem Online-Training. Wir stellen unter anderem rhetorische Mittel vor, um eine Botschaft prägnanter und einprägsamer zu formulieren, und führen in die Technik der pyramidalen Kommunikation ein, mit der Sie komplexe Problemlösungen strukturieren und gezielt Ihre Wirkung steigern können.

ZIELE:

Nach dem Training sind Sie in der Lage,

- hochkomplexe und komplizierte Ideen im Kontext „Wissenschaft“ systematisch und schnell auf den Punkt zu bringen.

- Anliegen vor wichtigen Runden/Entscheidern nachvollziehbar und klar darzulegen.

- zielorientiert und wasserdicht die eigene Argumentation aufzubauen.

- Bilder, Analogien und Beispiele einzusetzen, um das eigene Anliegen überzeugend zu transportieren.

- Techniken anzuwenden, um die Relevanz von Argumenten zu unterstreichen.

Format: Workshop

Teilnahme: Teilnehmendenzahl begrenzt, bitte signalisieren Sie Ihr Interesse an der Veranstaltung bei der Anmeldung durch die Auswahl des entsprechenden Slots. 

Trainerin: Anita Hermann-Ruess, Gründerin und Geschäftsführerin Hermann-Ruess & Partner, Max Ott, Trainer und Coach bei Hermann-Ruess & Partner

Sprache: Deutsch 

Chancen und Herausforderungen an die Neuro-Selbsthilfe

Neurologische Erkrankungen nehmen in unserer Gesellschaft seit Jahren weiter zu. Diese Erkrankungen treten in allen Altersgruppen auf und stellen die Betroffenen vor viele Herausforderungen im Alltag. Die Selbsthilfe bietet vielen Erkrankten und ihren Angehörigen erste Anlaufstellen für unabhängige und verständliche Informationen, vielfach basierend auf persönlichem Erfahrungswissen. Selbsthilfe wirkt zudem beratend an Entscheidungen im Gesundheitssystem mit, nimmt vielfach Stellung zu den verschiedensten politischen Fragestellungen und organisiert sich u.a. In Verbänden, um diesen zahlreichen Anforderungen an sie zu genügen. Vom aufgeklärten Patienten früherer Jahre zum Experten in eigener Sache und der geteilten Entscheidungsfindung (shared decision making) von Arzt und Patient sehen sich Patienten im Rahmen der Selbsthilfe unterschiedlichsten Rollenanforderungen gegenüber.

Format: Workshop

Teilnahme: auf persönliche Einladung

Gast: Dr. phil. Christopher Kofahl , Stellvertretender Direktor des Instituts für Medizinische Soziologie (IMS) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Moderation: Dr. Sabine Schipper, Geschäftsführerin des Landesverbands NRW der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) und Herbert Temmes, Geschäftsführer des Bundesverbands der DMSG

Sprache: Deutsch

30 Min. Pause

Von 11:00 Uhr bis 12:30 Uhr

Programmvorschau

Verschwörungserzählungen als Radikalisierungsbeschleuniger

Verschwörungserzählungen waren seit Beginn der Corona-Pandemie in aller Munde. Beim Glauben an eine große Verschwörung handelt es sich allerdings keineswegs um ein neues Phänomen. Derartige Geschichten erscheinen gerade in Krisenzeiten besonders anziehend, da sie geschickt an psychologische Bedürfnisse anzuknüpfen wissen, die wir alle in uns tragen. In diesem Vortrag geht es um die Frage, was die Faszination von Verschwörungserzählungen ausmacht und wie derartige Narrative gerade in der rechtsextremen Szene als Radikalisierungsbeschleuniger eingesetzt werden.

Gast: Katharina Nocun, Bürgerrechtlerin, Ökonomin und Buchautorin 

Moderation: Philipp Darius, Hertie School  und Trainer beim Business Council for Democracy (BC4D)

Format: Vortrag

Teilnahme: öffentlich zugänglich

Sprache: Deutsch, Englisch / Deutsche Gebärdensprache (simultane Übersetzung)

Quereinstieg statt Ochsentour: Brauchen wir neue Karrierepfade in die Politik?

Parteien haben einen bestimmenden Einfluss auf die Auswahl des politischen Personals in Deutschland. Auf Basis ihres Rekrutierungssystems sind enge Karrierewege in der Politik entstanden. Die Unzufriedenheit mit diesen „Berufspolitikern“ unter Wählerinnen und Wählern steigt und trägt zur aktuellen Krise der Demokratie bei. Einen positiven Effekt erhoffen sich daher viele von einer größeren Durchlässigkeit im Rekrutierungssystem für Abgeordnete im Bundestag und im Landtag sowie für hauptamtliche Kommunalpolitiker. Sie könnte die Akzeptanz der parlamentarischen Demokratie und politischer Entscheidungen wieder erhöhen. 

Unter den Fellows der Hertie-Stiftung engagieren sich bereits einige in der Politik, andere haben vielleicht schon mal darüber nachgedacht, ein Mandat anzustreben. Wir wollen in dem Workshop mit erfolgreichen Seiteneinsteigern aus Bundes-, Landes und Kommunalpolitik über ihre persönliche Motivation sowie Beweggründe der Parteien, sich Cross-Over-Karrieren zu öffnen, sprechen. Außerdem wollen wir die Frage erörtern, wie politisch Interessierte aus anderen Berufen, beispielsweise Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler motiviert werden können, nach einer erfolgreichen Karriere ein politisches Mandat anzustreben. Abschließend wir wollen darüber diskutieren, ob offenere Auswahlprozesse und mehr Cross-Over-Karrieren tatsächlich dazu beitragen können, Politikverdrossenheit abzubauen. 

Format: digitaler Workshop 

Teilnahme: öffentlich zugänglich

Gäste: 

- Prof. Karl Lauterbach, MdB, Gesundheitsexperte der SPD . Bis zu seiner Wahl in den Bundestag im Jahr 2005 war er Direktor des Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie der Universtät Köln.

- Dr. Uwe Schneidewind, seit November 2020 Oberbürgermeister von Wuppertal, Wirtschaftswissenschaftler. Vor seiner Wahl war er Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie.

Moderation: Elisabeth Niejahr, Gemeinnützige Hertie-Stiftung 

Sprache: Deutsch

Konzeption: Christoph Seils, Gemeinnützige Hertie-Stiftung

Demokratie und Klimakrise: Wie erreichen wir ein klimaneutrales Europa bis zum Jahr 2050? (Teil 3)

Europa soll bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden. So schreibt es der New Green Deal vor. Die Europäische Kommission hat ihn als Leitinitiative zur Einführung eines Klimagesetzes ins Leben gerufen, das die Klimaneutralität gewährleisten soll. Das Ziel, keine Netto-Treibhausgasemissionen mehr freizusetzen, erfordert eine massive Reduzierung der CO2-Emissionen. Es bedeutet darüber hinaus eine Abkehr von der Verbrennung fossiler Brennstoffe und Investitionen in saubere Industrie- und Energiesysteme. Das wichtigste Instrument der Union zur Emissionsreduzierung, der EU-ETS, wird dabei eine entscheidende Rolle spielen und soll im Juni 2021 überarbeitet werden. Aber auch neue Instrumente sind im Gespräch, wie etwa CO2-Differenzverträge (Carbon Contracts for Difference, kurz CCfDs) zur Absicherung von Emissionspreisen für besonders innovative Projekte oder ein CO2-Grenzausgleichssystem (Carbon Border Adjustment Mechanism, kurz CBAM). Mit ihm sollen unterschiedliche Zielsetzungen im internationalen Handel berücksichtigt und eine Verlagerung von CO2-Emissionen („Carbon Leakage“) vermieden werden.

Die Hertie Energy and Environment Network (HEEN) Veranstaltungsreihe auf dem Hertie Summit 2021 widmet sich der Frage, mit welchen Strategien die Klimakrise am besten bekämpft werden kann – ohne die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie zu gefährden.

Teil 3: EU ETS Developments in the context of the EU’s 2030 Climate Targets

Gäste:

- Sebastian Rilling, EU Power & Carbon Markets Analyst, ICIS 

- William Acworth, Head of Secretariat, ICAP

- Juliette de Grandpré, Senior Policy Advisor, WWF

Moderation: Emma Krause, Carbon Markets Advisor, ICAP

Format: Teil 3 von fünf Podiumsdiskussionen am Donnerstag und Freitag

Teilnahme: öffentlich zugänglich

Sprache: Englisch

Organisatoren: Hertie Energy and Environment Network des  fellows & friends Programms der Gemeinnützgen Hertie-Stiftung

Digitaler Wandel fürs Gemeinwohl: Lösungen der digitalen Ethik

Die Digitalisierung mit all ihren Aspekten hat komplexe Auswirkungen auf unser Zusammenleben. Einerseits hält sich ein Großteil der Millennials und der Generation Z für digital natives, andererseits ist den Wenigsten bewusst, dass sie mit ihren elektronischen Endgeräten ständig Daten generieren, die für die Weiterentwickelung von Algorithmen und künstlicher Intelligenz genutzt werden. Algorithmen finden Anwendung bei unseren banalsten Beschäftigungen auf Verkaufsplattformen, in Datingportalen und mit Streamingdienstleistern, betreffen aber auch sensibelste Themen unserer demokratischen Gesellschaft wie Wahlwerbung, Onlinekommunikation und Kriegsführung.

Carla Hustedt beschäftigt sich bereits seit Jahren mit den ethischen Konsequenzen von Algorithmen und künstlicher Intelligenz. Basierend auf ihren Erfahrungen wird sie einen Einblick geben in die Regulierung von digitalen Technologien, den Konflikt zwischen digitalen Innovationen und Regulierung und die Frage wie wir den digitalen Wandel in unserer Gesellschaft gemeinwohlorientiert lösen können.

Format: Vortrag

Teilnahme: öffentlich zugänglich

Gast: Carla Hustedt, Leiterin „Digitalisierte Gesellschaft“ der Mercator Stiftung 

Sprache: Deutsch

Auf den Punkt gebracht: wissenschaftliche Erkenntnisse klar und verständlich kommunizieren (Teil 2)

In vielen Situationen müssen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler heute in der Lage sein, eindrucksvoll in Kürze das Wesentliche zu vermitteln – sei es in Präsentationen, in Meetings oder beim Auftritt in Gremien und externen Veranstaltungen. Häufig widerspricht dies dem Wesen von Wissenschaft, die ja gerade die Komplexität von Sachverhalten darstellen möchte. Die Kunst besteht darin, komplexe Informationen und Sachverhalte so aufzubereiten, dass das Entscheidende schnell für das Publikum ersichtlich ist. Wie das geht, erfahren Sie in diesem Online-Training. Wir stellen unter anderem rhetorische Mittel vor, um eine Botschaft prägnanter und einprägsamer zu formulieren, und führen in die Technik der pyramidalen Kommunikation ein, mit der Sie komplexe Problemlösungen strukturieren und gezielt Ihre Wirkung steigern können.

ZIELE:

Nach dem Training sind Sie in der Lage,

- hochkomplexe und komplizierte Ideen im Kontext „Wissenschaft“ systematisch und schnell auf den Punkt zu bringen.

- Anliegen vor wichtigen Runden/Entscheidern nachvollziehbar und klar darzulegen.

- zielorientiert und wasserdicht die eigene Argumentation aufzubauen.

- Bilder, Analogien und Beispiele einzusetzen, um das eigene Anliegen überzeugend zu transportieren.

- Techniken anzuwenden, um die Relevanz von Argumenten zu unterstreichen.

Sprache: Deutsch

Format: Workshop

Trainerin: Anita Hermann-Ruess, Gründerin und Geschäftsführerin Hermann-Ruess & Partner

Teilnahme: geschlossene Veranstaltung

Mitgliederversammlung der Initiative Starke Schule

Die Initiative Starke Schule ist ein selbstorganisiertes, bundesweites Netzwerk von Schulen der Sekundarstufe I sowie ihnen verbundene Institutionen und Personen. Die Mitglieder der Initiative teilen die Herausforderung, Schülerinnen und Schüler auf ein (Arbeits-) Leben vorzubereiten, das heute weniger denn gekannt wird: Gleichzeitig mit dem beschleunigten Zuwachs an menschlichem Wissen nimmt auch die Veränderungsgeschwindigkeit in unserer Gesellschaft und im Arbeitsleben zu. Schulen der Initiative wollen relevante Entwicklungen aufgreifen und Bildungsprozesse proaktiv zukunftsorientiert gestalten.

 Bei der Mitgliederversammlung soll nach einem denkwürdigen Schuljahr  zum einen Bilanz gezogen werden. Zum anderen wird der Blick auf das kommende Schuljahr gerichtet, Ideen entwickelt und ein Raum für Austausch geboten. Welche Formate haben sich bewährt? Was plant die Initiative für die nähere Zukunft, was längerfristig? Was wird dafür gebraucht? Wie sehen die nächsten Schritte in der Entwicklung des Netzwerkes aus? 

Zu diesen und weiteren Fragen wird ein vom Koordinationsteam moderierter Austausch stattfinden – wir freuen uns darauf! 

Format: internes Treffen

Teilnahme: nur für die Mitglieder der Initiative Starke Schule möglich

Sprache: Deutsch

Konzeption: Initiative Starke Schule 

Digitalisierung und moderne Formate der Neuro-Selbsthilfe

Nicht erst mit der Corona-Pandemie ist die Digitalisierung eine Herausforderung an die Selbsthilfe geworden. Soziale Medien, neue Formate der Wissensweitergabe wie Erklärvideos, Podcasts, E-Learning, und die neuerdings geforderte Gamification ihrer Angebote stellen hohe Anforderungen an die Selbsthilfeorganisationen, u.a. Auch um die jüngere Generation, für die die Nutzung dieser Angebote selbstverständlich ist, für ihre Anliegen gewinnen zu können. Dass Selbsthilfe mehr ist als das Gesprächskreis-Format zeigt sich auch an vielen aktiven Mitmachen-Angeboten, bei dem der Austausch untereinander beim gemeinsamen Tun vielen Teilnehmern leichter fällt. 

Format: Workshop

Teilnahme: auf persönliche Einladung

Gäste: Franzisca Hetzer, Projektleitung Verbandsbetreuung/Monitoring, BAG Selbsthilfe

Moderation: Dr. Sabine Schipper, Geschäftsführerin des Landesverbands NRW der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) und Herbert Temmes, Geschäftsführer des Bundesverbands der DMSG

Sprache: Deutsch

Von 12:30 Uhr bis 13:30 Uhr

  • "Liebeserklärung an eine Partei, die es noch nicht gibt" Lesung mit Hanno Burmester. Moderation: Julia Michalsky (Deutsch)
  • Wie wichtig ist Erinnerung? Ein Gespräch über den Umgang mit Demenz mit Anne-Kathrin Broda, Abiturientin aus Spremberg, und Saskia Weiß, stellv. Geschäftsführerin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAG). Moderation: Dr. Eva Koch (Deutsch)

Von 13:30 Uhr bis 15:00 Uhr

Programmvorschau

Hass und Desinformation im Netz: Was können Politik und Wirtschaft dem entgegensetzen?

In vielen Bereichen bringt die Digitalisierung einen gesellschaftlichen Fortschritt mit sich. Gleichzeitig stellt sie Demokratien weltweit jedoch vor enorme Herausforderungen. Online-Hassrede, gezielte Desinformation und Verschwörungserzählungen verbreiten sich in der digitalen Welt noch schneller. Das Misstrauen der Bürger gegenüber staatlichen Institutionen und öffentlich-rechtlichen Medien wächst. Ein neues Gesetz auf europäischer Ebene soll dem entgegenwirken. Mit dem Digital Services Act will die EU die Macht der Tech-Konzerne begrenzen und sie zur Löschung von rechtswidrigen Inhalten zwingen. Auf politischer Ebene verspricht man sich viel davon. Doch welche Rolle können Zivilgesellschaft und Wirtschaft dabei einnehmen, wieder mehr Vertrauen in demokratische Institutionen zu schaffen? Stehen nicht auch Arbeitgeber in der Verantwortung, sich für die Stärkung der Demokratie einzusetzen? Immerhin profitieren sie auch von Standorten in demokratischen Ländern.

Gäste: 

- Philipp David Darius, Doktorand Hertie School, Autor/Trainer BC4D 

- Marie Langer, CEO EOS GmbH

- Carline Mohr, Leiterin Newsroom SPD 

Moderation: Moritz Lankes, Student Hertie School und Mitarbeiter im Projekt Business Council for Democracy (BC4D)  

Format: Podiumsdiskussion

Teilnahme: öffentlich zugänglich

Sprache: Deutsch /Englich/ Deutsche Gebärdensprache (simultane Übersetzung)

Konzeption: Moritz Lankes, Student Hertie School und Mitarbeiter im Projekt Business Council for Democracy (BC4D) 

Demokratie als Schlüssel für eine starke Staatlichkeit südlich der Sahara

In diesem Vortrag der Gewinnerin des Essaypreises 2020, Kasyoka Salim Mutunga, wird die Bedeutung der Demokratie für die Entfesselung der Staatsgewalt diskutiert. In Deutschland hat der ehemalige sozialdemokratische Außenminister Sigmar Gabriel kürzlich beklagt, dass "wir den Staat 30 Jahre lang niedergeredet haben". Während die Auswirkungen dieses "Heruntermachens" heute vielleicht nur im Westen sichtbar sind, hatte es in Afrika südlich der Sahara schwerwiegende Folgen. Die extreme Fokussierung auf die wirtschaftliche Entwicklung in diesen Ländern führte zu einer weitgehenden Missachtung oder manchmal sogar Verachtung der staatlichen Macht - mit Parteien, einschließlich der internationalen Gemeinschaft, die sich dafür entschieden, stattdessen einen fiktiven und abwesenden privaten Sektor zu ermächtigen. 
Das Ergebnis, so die Autorin, sind schwache, ineffektive Staaten, die nicht in der Lage sind, genügend Macht aufzubringen, um angemessen auf die Bedürfnisse ihrer Gesellschaften zu reagieren. Während einige argumentieren mögen, dass der Zweck der Demokratie darin besteht, die Staatsmacht zu beschneiden, argumentiert Salim Mutunga, dass Demokratie, wenn sie stattdessen als Anerkennung der legitimen Rechte eines Volkes verstanden wird, sein eigenes Schicksal demokratisch zu gestalten und seine eigene Entwicklung zu bestimmen, wesentlich dazu beiträgt, die Staatsmacht zu stärken und zu legitimieren - verstanden nicht nur als die Macht des Staates (seines eigenen Apparates) zu handeln, sondern auch als die Macht des Staates, sein eigenes Volk zum Handeln zu zwingen. 

Format: Vortrag 

Teilnahme: öffentlich

Gast: Kasyoka Salim Mutunga, Anwältin in Nairobi und Gewinnerin des Hertie Essaypreises 2020 

Sprache: Englisch

Demokratie und Klimakrise: Wie erreichen wir ein klimaneutrales Europa bis zum Jahr 2050? (Teil 4)

Europa soll bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden. So schreibt es der New Green Deal vor. Die Europäische Kommission hat ihn als Leitinitiative zur Einführung eines Klimagesetzes ins Leben gerufen, das die Klimaneutralität gewährleisten soll. Das Ziel, keine Netto-Treibhausgasemissionen mehr freizusetzen, erfordert eine massive Reduzierung der CO2-Emissionen. Es bedeutet darüber hinaus eine Abkehr von der Verbrennung fossiler Brennstoffe und Investitionen in saubere Industrie- und Energiesysteme. Das wichtigste Instrument der Union zur Emissionsreduzierung, der EU-ETS, wird dabei eine entscheidende Rolle spielen und soll im Juni 2021 überarbeitet werden. Aber auch neue Instrumente sind im Gespräch, wie etwa CO2-Differenzverträge (Carbon Contracts for Difference, kurz CCfDs) zur Absicherung von Emissionspreisen für besonders innovative Projekte oder ein CO2-Grenzausgleichssystem (Carbon Border Adjustment Mechanism, kurz CBAM). Mit ihm sollen unterschiedliche Zielsetzungen im internationalen Handel berücksichtigt und eine Verlagerung von CO2-Emissionen („Carbon Leakage“) vermieden werden.

Die Hertie Energy and Environment Network (HEEN) Veranstaltungsreihe auf dem Hertie Summit 2021 widmet sich der Frage, mit welchen Strategien die Klimakrise am besten bekämpft werden kann – ohne die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie zu gefährden.

Teil 4: New tools in the box: How can CBAM and CCfD tackle carbon leakage?

Format: Teil 4 von fünf Podiumsdiskussionen am Donnerstag und Freitag

Teilnahme: öffentlich zugänglich

Gäste: 

- Christopher Kardish, Carbon Markets Advisor, ICAP

- Matthias Schimmel, Managing Consultant, Guidehouse

- Philip Nuyken, Expert for Climate and Energy Policy, The Federation of German Industries (BDI)

- Jana Nysten, Lawyer, Stiftung Umweltenergierecht 

Moderation: Tim Banning, Senior Expert International Energy Policy, DENA

Sprache: Englisch

Konzeption: Hertie Energy and Environment Network des  fellows & friends Programms der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung

Partizipation: Was Jugendliche im Superwahljahr erwartet

Ohne freie Wahlen gibt es keine Demokratie. Dieser Grundsatz findet breite Zustimmung. Bei der Frage, wer in einer Demokratie wählen darf, sieht es schon anders aus. Zunächst war das Wahlrecht ein Privileg weniger Bürger, später dann ein hart erkämpftes Recht immer breiterer Bevölkerungsschichten. Eine Gruppe ist bis heute von den Wahlen ausgeschlossen: Kinder und Jugendliche. Hat das nach wie vor seine Richtigkeit oder sollte das Wahlrecht in dieser Hinsicht reformiert werden? Diese Debatte wird seit einiger Zeit intensiv geführt.

Einige Bundesländer haben das Wahlalter bereits gesenkt, dort dürfen 16-Jährige nun ihre Stimme abgeben. Im Bund wird eine Absenkung des Wahlalters von 18 auf 16 Jahre diskutiert. In unserer digitalen Praxis-Session wollen wir die zahlreichen Landtags- und Kommunalwahlen sowie die Bundestagswahl 2021 zum Anlass nehmen, um über Partizipation von Jugendlichen zu sprechen: Was denken sie über die anstehenden Wahlen? Welche Angebote und Werkzeuge stehen ihnen zur Verfügung, um sich über Wahlen zu informieren? Wie muss politische Bildung aussehen, die jungen Menschen eine Mitbestimmung ermöglicht? Und welche Rolle spielt dafür tatsächlich das Alter?

Format: Podiumsdiskussion

Teilnahme: öffentlich zugänglich

Gäste: 

- Dr. Jan Eichhorn, dpart – Forschung für politische Partizipation

- Ramona Hinkelmann, Landesjugendring Berlin

- Julius Oblong, Team Tomorrow

- Nina Siemer, Erstwahlhelfer

Moderation: Dr. Anna Grebe und Hannah Beitzer, Mitarbeiterinnen Team „Jugend entscheidet“

Sprache: Deutsch

Konzeption: Team "Jugend entscheidet" der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung

Auf den Punkt gebracht: wissenschaftliche Erkenntnisse klar und verständlich kommunizieren (Teil 3)

In vielen Situationen müssen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler heute in der Lage sein, eindrucksvoll in Kürze das Wesentliche zu vermitteln – sei es in Präsentationen, in Meetings oder beim Auftritt in Gremien und externen Veranstaltungen. Häufig widerspricht dies dem Wesen von Wissenschaft, die ja gerade die Komplexität von Sachverhalten darstellen möchte. Die Kunst besteht darin, komplexe Informationen und Sachverhalte so aufzubereiten, dass das Entscheidende schnell für das Publikum ersichtlich ist. Wie das geht, erfahren Sie in diesem Online-Training. Wir stellen unter anderem rhetorische Mittel vor, um eine Botschaft prägnanter und einprägsamer zu formulieren, und führen in die Technik der pyramidalen Kommunikation ein, mit der Sie komplexe Problemlösungen strukturieren und gezielt Ihre Wirkung steigern können.

ZIELE:

Nach dem Training sind Sie in der Lage,

- hochkomplexe und komplizierte Ideen im Kontext „Wissenschaft“ systematisch und schnell auf den Punkt zu bringen.

- Anliegen vor wichtigen Runden/Entscheidern nachvollziehbar und klar darzulegen.

- zielorientiert und wasserdicht die eigene Argumentation aufzubauen.

- Bilder, Analogien und Beispiele einzusetzen, um das eigene Anliegen überzeugend zu transportieren.

- Techniken anzuwenden, um die Relevanz von Argumenten zu unterstreichen.

Sprache: Deutsch

Format: Workshop

Teilnahme: geschlossene Veranstaltung

New Work in Verwaltung und im Nonprofit-Sektor: Wie Zirkelkonzepte Teamarbeit fördern

Gesellschaftlicher Wandel findet auch in der Arbeitswelt statt. Das gilt nicht nur für technische Neuerungen: Immer mehr Mitarbeitende in der Verwaltung oder im Nonprofit-Sektor wünschen sich neue Formen der Zusammenarbeit mittels agiler Methoden. Denn diese ermöglichen kurze Kommunikationswege, Selbstorganisation und adaptives Planen. Auf diese Weise können Teams sich an selbst-definierten Zielen ausrichten.

In der Softwareentwicklung wird schon länger mit agilen Methoden wie Scrum gearbeitet. Diese eignen sich jedoch nur bedingt für die öffentliche Verwaltung oder den Nonprofit-Bereich, in dem vor allem Fachreferentinnen und Fachreferenten, Projektmitarbeitende sowie Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter tätig sind. Für sie haben wir das Zirkelkonzept entwickelt und erprobt.

Das Arbeiten in Zirkeln stärkt die Teamorientierung, verringert isoliertes Arbeiten und fördert Effizienz und Transparenz. Durch gemeinsam definierte Ziele können Aufgaben leichter priorisiert werden. Langfristige strategische Aufgaben und prioritäre ad-hoc-Aufgaben werden so stärker in einen Einklang gebracht. Im Alltag wird dies unterstützt durch den Einsatz eines Online-Aufgabenboards. Die Zusammenarbeit in Zirkeln hilft unter anderem auch dabei, die Tätigkeiten von Referentinnen und Referenten stärker zu vernetzen und Synergien besser zu nutzen.

Was es genau mit Schwerpunkt- und Entwicklungszirkeln auf sich hat, was wir bei ihrer Erprobung in der Digitalisierungseinheit beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) gelernt haben und wie dieser Ansatz auch auf andere Organisationen übertragbar ist, möchten wir in diesem digitalen Format, unterstützt durch ein Whiteboard, mit den Teilnehmenden diskutieren.

Format: Workshop

Teilnahme: Teilnehmendenzahl begrenzt, bitte signalisieren Sie Ihr Interesse an der Veranstaltung bei der Anmeldung durch die Auswahl des entsprechenden Slots. 

Sprache: Deutsch

Konzeption: Kassandra Becker, Ehemalige des Hertie-Innivationskollegs

Solidarisch handeln: Wie lässt sich das Gemeinschaftsgefühl stärken?

Solidarität steht hoch im Kurs. Aber was heißt das eigentlich, „solidarisch sein“? Wie wird Solidarität hergestellt? Welche Formen von solidarischem Handeln gibt es? Langfristig soll ein Planspiel zu diesem Thema entwickelt werden.  In dem interaktiven Workshop des START Alumnivereins diskutieren die Teilnehmenden wie so ein Planspiel aussehen könnte.  Anhand von kleinen und großen Initiativen wird gezeigt, wie das Gemeinschaftsgefühl gestärkt werden und eine Gemeinschaft dadurch wachsen kann. Besonders angesprochen sind ehemalige START-Stipendiatinnen und Stipendiaten, die sich bereits solidarisch organisieren, oder solche, die sich an eigenen Projekten versuchen und sich durch Solidaritätsgedanken inspirieren lassen wollen. Herzlich eingeladen sind zudem alle Teilnehmenden des Summits, die sich für Anstöße und Handlungstipps im Bereich solidarischen Handels oder für digitale Kunst interessieren. Und selbstverständlich alle, die offen sind, Neues zu entdecken.

Format: Workshop

Teilnahme: beschränkt, max. 20 Teilnehmende

Sprache: Deutsch

Organisatoren: Amani Al-Addous und John Denis Gay, Vorstandsmitglieder des START Alumni e. V. s

Von 15:05 Uhr bis 15:55 Uhr

  • "Wir machen das schon. Lausitz im Wandel" Lesung mit Dr. Johannes Staemmler. Moderation: Julia Ihmels (Deutsch)
  • Infohour zur Geschichte der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung mit John-Philip Hammersen und Dr. Grzegorz Nocko ( Deutsch und Deutsche Gebärdensprache)

Von 16:00 Uhr bis 17:30 Uhr

Programmvorschau

Demokratiebewegung und Menschenrechte in Belarus: Wie kann die belarussische Zivilgesellschaft von Europa aus unterstützt werden?

Nach manipulierten Präsidentschaftswahlen im Sommer 2020 kam es in Belarus zu heftigen Demonstrationen der Demokratiebewegung. Vor den Augen der Weltöffentlichkeit schlug die Polizei die Proteste jedoch brutal nieder. Ebenfalls für internationale Aufmerksamkeit sorgte die Tatsache, dass die belarussische Oppositionsbewegung hauptsächlich von Frauen angeführt wird, darunter die inzwischen im Exil lebende Swetlana Tichanowskaja. Das Fellows Netzwerk „Democracy is Central“ für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Mittel- und Osteuropa und das „Netzwerk Europa e.V.“ wollen die belarussische Protestbewegung und die Zukunft der belarussischen Demokratie aus einer europäischen Perspektive betrachten.

Wir laden Sie daher zu einem Workshop ein, der sich mit der Frage beschäftigt, wie die belarussische Demokratiebewegung am besten unterstützt werden kann und welche Rolle die EU und eine solidarische europäische Zivilgesellschaft hier spielen können. Nach drei Impulsreferaten aus Politik und Wissenschaft, sind vier interaktive Skills Sessions zu folgenden Themenbereichen geplant: Menschenrechte und Zivilgesellschaft, freie und unabhängige Presse, akademische Freiheit und Kunst und Kultur. Hier wollen wir unter der Leitung von Fachleuten mit Ihnen ins Gespräch kommen und von einer professionellen Moderation unterstützt mit unseren Gästen aus Belarus, Brüssel und Berlin diskutieren. Dieses interaktive Format hat ein klares Ziel: Am Ende sollen nicht nur neue Fragen aufgeworfen werden, sondern konkrete Lösungsvorschläge für drängende Probleme entwickelt werden.

Format: interaktiver Workshop 

Teilnahme: öffentlich zugänglich

Gäste

- Aleksandra Gubskaya, Kommunikationsexpertin, Minsk/ Kiew 

- Maryna Rakhlei, Senior Policy Advisor, German Marshall Fund, Berlin 

- Dr. Maryia Rohava, Politikwissenschaftlerin, Universität Oslo 

- Manuel Sarrazin, MdB, Sprecher für Osteuropapolitik Bündnis 90/ Die Grünen, Berlin 

- Prof. Gwendolyn Sasse, Direktorin, Zentrum für Osteuropa und internationale Studien, Berlin 

- Marian Vogel, Politikwissenschaftler, Hertie School, Berlin 

Sprache: Deutsch /Englich/ Deutsche Gebärdensprache (simultane Übersetzung)

Konzeption: Ilyas Saliba, Netzwerk Europa e.V.  und Anna Delius, Netzwerk Europa e.V. und "Democracy is Central" Fellows Netzwerk

Von der Triage zur Impfpriorität: Wie sollten ethische Fragestellungen in der Medizin angemessen debattiert werden?

Ein Virus grassiert weltweit, Gesundheitssysteme kommen an ihre Kapazitätsgrenzen, Impfstoffe gegen das Virus existieren zwar, sind aber in nicht ausreichender Menge vorhanden. In der Corona-Pandemie stellen sich plötzlich ethische Fragen, die in unserem Alltag lange Zeit keine Rolle mehr gespielt haben: Wer erhält als erstes die lebensrettenden Impfdosen? Wer wird behandelt und wer muss abgewiesen werden im Falle einer Überlastung der Krankenhäuser?

Für gewöhnlich werden Fragestellungen wie diese in Fachkreisen debattiert. Die Corona-Pandemie hat die Debatten um Impfpriorisierungen und Triagen jedoch mit voller emotionaler Wucht in die Öffentlichkeit gebracht. Dabei ließ sich gut beobachten, was geschieht, wenn die Diskussion im falschen Rahmen mit falschen Informationen geführt wird: Menschen werden verunsichert, das Vertrauen in Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sinkt und die Gesundheit vieler Menschen steht auf dem Spiel.

Wir möchten in unserer Veranstaltung darüber diskutieren, wer diese Debatten führen sollte und wo sie stattfinden müssten, um den bestmöglichen Einfluss auf die politischen Entscheidungsträger zu haben.

Format: Podiumsdiskussion

Teilnahme: öffentlich zugänglich

Gäste:

- Prof. Dr. med. Alena Buyx, Medizinerin und Forschungsethikern, Deutscher Ethikrat, TU München
- Dr. med. Marlene Heckl, Ärztin und Wissenschaftsjournalistin

Moderation: Christina Noll und Florian Graz, Hertie Fellows, medMS Programm

Sprache: Deutsch

Demokratie und Klimakrise: Wie erreichen wir ein klimaneutrales Europa bis zum Jahr 2050? (Teil 5)

Europa soll bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden. So schreibt es der New Green Deal vor. Die Europäische Kommission hat ihn als Leitinitiative zur Einführung eines Klimagesetzes ins Leben gerufen, das die Klimaneutralität gewährleisten soll. Das Ziel, keine Netto-Treibhausgasemissionen mehr freizusetzen, erfordert eine massive Reduzierung der CO2-Emissionen. Es bedeutet darüber hinaus eine Abkehr von der Verbrennung fossiler Brennstoffe und Investitionen in saubere Industrie- und Energiesysteme. Das wichtigste Instrument der Union zur Emissionsreduzierung, der EU-ETS, wird dabei eine entscheidende Rolle spielen und soll im Juni 2021 überarbeitet werden. Aber auch neue Instrumente sind im Gespräch, wie etwa CO2-Differenzverträge (Carbon Contracts for Difference, kurz CCfDs) zur Absicherung von Emissionspreisen für besonders innovative Projekte oder ein CO2-Grenzausgleichssystem (Carbon Border Adjustment Mechanism, kurz CBAM). Mit ihm sollen unterschiedliche Zielsetzungen im internationalen Handel berücksichtigt und eine Verlagerung von CO2-Emissionen („Carbon Leakage“) vermieden werden.

Die Hertie Energy and Environment Network (HEEN) Veranstaltungsreihe auf dem Hertie Summit 2021 widmet sich der Frage, mit welchen Strategien die Klimakrise am besten bekämpft werden kann – ohne die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie zu gefährden.

HINWEIS:Im Anschluss findet eine HEEN Network Session, moderiert von Andreas Schröder (Vorstand HEEN), statt.

Teil 5: Getting to Net Zero Emissions by 2050 

Format: Teil 5 von fünf Podiumsdiskussionen am Donnerstag und Freitag

Teilnahme: öffentlich zugänglich

Gäste:
- Dr. Julian Zuber, CEO, German Zero 

- Maya Hennerkes, European Bank for Reconstruction and Development (ERBD)

- Helen Tacke, CoZero (requested)

Moderation: Céline Goehlich, Project Lead “everyone energy”, 100 prozent erneuerbar stiftung

Sprache: Englisch

Konzeption: Hertie Energy and Environment Network des  fellows & friends Programms der Gemeinnützgen Hertie-Stiftung

Die neue Wirklichkeit: Welche Auswirkungen Corona auf die Entwicklungsarbeit hat (Teil I: 16:00 - 17:30 Uhr, II: 18:00 - 19:30 Uhr)

Die Corona-Pandemie hat die Arbeit von Entwicklungsexperten stark verändert. Soziale Distanzierung und Reisebeschränkungen haben zu weniger direktem physischen Kontakt mit den Gemeinschaften geführt, für die wir tätig sind. In den meisten Fällen hat dies negative Auswirkungen: Die Arbeit wurde unterbrochen, Ressourcen gingen verloren und Beziehungen wurden angespannter. Dazu kommen weniger offensichtliche Veränderungen der Rahmenbedingungen für die internationale Entwicklungsarbeit. In vielen westlichen Demokratien flammte beispielsweise der Protektionismus wieder auf, so dass Industrie und Privatpersonen weniger in internationale Entwicklungsprojekte investieren. In einigen Fällen hat diese neue Realität jedoch auch Innovationen den Weg bereitet, die wiederum Initiativen zum Aufbau lokaler Kapazitäten oder alternativer Dienstleistungsmodelle beschleunigt haben.

In diesem Forum sollen sowohl die unmittelbaren als auch die längerfristigen Auswirkungen diskutiert werden. Dafür wird es in zwei getrennten Sitzungen abgehalten. Jeder Part besteht aus einer formellen Präsentation eines Experten auf dem jeweiligen Gebiet, gefolgt von einer moderierten Podiumsdiskussion. Die Ideen und Perspektiven, die während dieser Sitzungen entwickelt werden, sollen in einem kurzen Essay zusammengefasst und anschließend allen Hertie International Development Network (HIDN) Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden.

HINWEIS:Bitte beachten Sie, dass der Workshop aus zwei Teilen besteht. 

Teil 1: 16:00 - 17:30 Uhr

Networking: 17:30 - 18:00 Uhr

Teil 2: 18:00 - 19:30 Uhr

Format: Workshop

Teilnahme: öffentlich zugänglich

Gäste: 

Teil 1

- Camilo Sánchez Meertens, Advisor, Liaison Presidential Council for Stabilization, Colombian Ministry of Health and Social Protection (Bogota)

- Mónica Wills-Silva, Principal Advisor - Co-Head of International Development, The Behavioural Insights Team (London)

Teil 2

- Biggy Ngyuen, Product Owner 'Disaster Resilience Partnership’, Swiss Re (Zürich)

Sprache: Englisch

Konzeption: Hertie International Development Network des fellows & friends Programms der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung

Digitale Führung durch das Frankfurter Städel Museum ("Städels Beckmann")

Bei dem Live-Format „Online-Tour Beckmann“ zu der aktuellen Sonderausstellung „Städels Beckmann / Beckmanns Städel. Die Jahre in Frankfurt“ lernen Sie durch die Kunstvermittlerinnen und Kunstvermittler des Städel Museums die Werke sowie spannende Fakten zu Beckmanns Frankfurter Jahren zwischen 1915 und 1933 kennen. Das multimediale Erlebnis sowie die direkte Wissensvermittlung stehen im Fokus dieses Online-Formats. 

Was hält uns zusammen?

Diese Frage begleitet jeden der Beiträge beim Hertie Summit. Sechs kurze Audio-Interviews bieten einen Vorgeschmack auf die thematische Vielfalt des Hertie Summits und laden Sie zu unterschiedlichen Themen und Formaten ein.