Das Gehirn der Zukunft

Künstliche Intelligenz, neuronale Netze, autonome Systeme: Die Digitalisierung durchdringt alles. Visionäre aus Industrie, Wirtschaft und Wissenschaft werfen einen Blick auf das Gehirn von morgen.

3. Connectomics

8. Mai 2019, 13 Uhr
Max-von-Laue-Straße 9, 60438 Frankfurt
Universität Frankfurt/Campus Riedberg, Biozentrum, Hörsaal B1

Prof. Dr. Moritz Helmstaedter

Professor Dr. Moritz Helmstaedter ist wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung in Frankfurt am Main. Geboren 1978 in Berlin, führte ihn die akademische Ausbildung nach Heidelberg, wo er Medizin und Physik studierte und bei Nobelpreisträger Bert Sakmann promovierte. 2011 ging er als Forschungsgruppenleiter ans Max-Planck-Institut für Neurobiologie, München, bevor er 2014 nach Frankfurt berufen wurde. Seit 2016 ist er zudem Extraordinarius an der Radboud Universität Nijmegen. 

Connectomics: Karten des Denkens

Das neue Forschungsfeld der „Connectomics“ hat zum Ziel, die Netzwerke der Nervenzellen in den Gehirnen von Säugetieren wie dem Menschen in ihrer ganzen Komplexität zu vermessen. Hierfür nutzen die Forscher neue 3-dimensionale Elektronenmikroskope und Methoden aus der künstlichen Intelligenz, um die gewonnenen riesigen Datenmengen zu analysieren. Moritz Helmstaedter ist einer der Pioniere dieses Forschungsfelds und wird berichten, wo die Grundlagenforschung zu diesem Thema steht. Ein besonders interessanter Aspekt dieser Arbeiten ist die Vermutung, dass durch solche Netzwerkanalysen von biologischen Computern, unseren Gehirnen, auch neuartige Methoden für die künstliche Intelligenz gewonnen werden können, die alle heutigen Ansätze in Energieeffizienz und Datennutzung bei weitem übertreffen würden.

Das Gehirn der Zukunft

Eine Übersicht über alle Veranstaltungen der Reihe sowie detaillierte Informationen über einzelne Veranstaltungen finden Sie hier:

Veranstaltungsreihe "Das Gehirn der Zukunft"