Das Gehirn der Zukunft

Künstliche Intelligenz, neuronale Netze, autonome Systeme: Die Digitalisierung durchdringt alles. Visionäre aus Industrie, Wirtschaft und Wissenschaft werfen einen Blick auf das Gehirn von morgen.

9. Künstliche Intelligenz und Arbeit

5. November 2019, 18.30 Uhr
Universität Frankfurt/Campus Westend, Casino

Prof. Dr. Edmund Wascher

Edmund Wascher ist Professor für Ergonomie an der Technischen Universität Dortmund und wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) sowie Leiter des Fachbereiches für Ergonomie.
Er arbeitet nach der Promotion an der Medizinischen Universität zu Lübeck, Abteilung für Neurologie, im Labor von Prof. Dr. Rolf Verleger. Danach habilitierte an der Universität Tübingen. Ab 2001 war er Nachwuchsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Psychologische Forschung in München unf folgte 2004 einem Ruf nach Dortmund wo er unter anderem das Instituts für Psychologie an der TU Dortmund leitete.
Prof. Waschers Grundlagenforschung liegt im Bereich der menschlichen Informationsverarbeitung. Darüber hinaus forscht er, wie modulierende Variablen wie Stress, Müdigkeit und Alter die Verarbeitung von Informationen in Arbeitsumgebungen behindern können. Aktuell beschäftigt er sich vor allem mit der Frage, wie neurophysiologische Messungen in realen Umgebungen sinnvoll eingesetz werden können.

„Mein Arbeitsplatz und ich: Mit kognitiver Neuro-Ergonomie in die Zukunft?“

Moderne Arbeitsumgebungen und neue Technologien bergen das Risiko einer erhöhten mentalen Belastung und Beanspruchung, die jedoch im Unterschied zur körperlichen Belastung nicht direkt beobachtbar oder messbar ist. Neurophysiologische Maße (z.B. EEG), und die zugrundeliegenden theoretischen Konzepte bieten prinzipiell einen objektiven Zugang zur Erfassung und Beurteilung der mentalen Beanspruchung, werden aber bisher kaum entsprechend eingesetzt. Im Vortrag werden Entwicklungen sowohl für die Erfassung als auch für die Analyse neurophysiologischer Daten im Arbeitskontext gezeigt, die mittelfristig eine vollkommen neue Beurteilung mentaler Beanspruchung ermöglichen werden.

Prof. Dr. Kerstin Jürgens

Kerstin Jürgens ist Professorin für Mikrosoziologie an der Universität Kassel. Sie forscht zu Fragen rund um den Wandel der Arbeitswelt, zur Digitalisierung der Gesellschaft und neuen Mensch-Maschine-Kooperationen. Jürgens war Mitglied im Beraterkreis des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) zum Weißbuchentwurf „Arbeiten 4.0“ (2015-2017). Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes leitete Jürgens die Expertenkommission „Arbeit der Zukunft“ (2015-2017), die jüngst ihren Abschlussbericht „Arbeit transformieren!“ vorstellte.

Prof. Dr. Katharina A. Zweig

Katharina Zweig ist Professorin für theoretische Informatik an der TU Kaiserslautern. Dort leitet sie das Algorithm Accountability Lab und den Studiengang "Sozioinformatik". Sie ist Mitglied in verschiedenen Politikberatungsgremien, unter anderem im Koordinationsgremium des Netzwerks Verbraucherforschung und in der Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz des Bundestages. Ihre Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Communicator-Preis der DFG und des Stifterverbandes 2019.

Das Gehirn der Zukunft

Eine Übersicht über alle Veranstaltungen der Reihe sowie detaillierte Informationen über einzelne Veranstaltungen finden Sie hier:

Veranstaltungsreihe "Das Gehirn der Zukunft"