Pressemitteilung im Detail

Eine Pressemitteilung der Gemeinnützigen Hertie Stiftung

Demokratie und Wirtschaft: Essaypreis erstmals vergeben

Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung und die WirtschaftsWoche zeichnen pointierte Texte aus. Der erste Preis geht nach Nairobi an Kasyoka Salim Mutunga.

Die Gewinnerin Kasyoka Salim Mutunga. Foto: privat.

Frankfurt am Main/Düsseldorf, 18. September 2020. Demokratie und Wirtschaft bedingen einander. Doch das Zusammenspiel hat viele Facetten, die es im Rahmen des neuen Essaypreises „Demokratie und Wirtschaft“ zu beleuchten galt. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung und die WirtschaftsWoche haben den Preis im Frühjahr 2020 erstmals gemeinsam ausgelobt. Er richtet sich an Journalisten und Wissenschaftler gleichermaßen. Heute wurden die Gewinner des Preises bekanntgegeben. 

Der erste Preis in der Kategorie „unveröffentlichte Texte“ geht an Kasyoka Salim Mutunga. Die junge Anwältin aus Kenia überzeugte die Jury, weil sie anhand historischer Auseinandersetzungen für Afrika zeigen konnte, dass die Perspektive auf demokratische Strukturen dann zu eng ist, wenn es allein um Fragen des ökonomischen Erfolgs geht. „Frau Mutungas Text ist ein pointierter, historisch informierter und zugespitzter Essay, der die Fragestellung unseres Wettbewerbs hervorragend aufgreift“, so Elisabeth Niejahr, Geschäftsführerin der Hertie-Stiftung und Mitglied der Jury. 

Veröffentlicht wird der erstplatzierte Essay in der heutigen Ausgabe der WirtschaftsWoche. „Der Beitrag von Frau Mutunga passt hervorragend in unsere Essaystrecke“, so Dieter Schnaas, Textchef und Autor der WirtschaftsWoche und ebenfalls Jurymitglied. „Wir hatten in der Jury keine leichte Aufgabe, wir haben zu siebt länger debattiert als geplant. Unter den 126 eingereichten Texten waren viele kluge und brillante Beiträge.“ 

Den zweiten Preis teilen sich Max Krahé/Mathis Richtmann und Steffen Murau/Andrei Guter-Sandu, die in vielschichtigen Texten Szenarien eines eingebetteten Liberalismus sowie einer Demokratisierung der (europäischen) Wirtschaft und Geldpolitik entwerfen. Der dritte Preis geht an Lisa Suckert für ihre eleganten Reflexionen über das kapitalistische Zeitregime. Den Preis für bereits veröffentlichte Texte gewinnt Adrian Lobe mit der Dystopie einer Planwirtschaft, die sich dank KI und Big Data der Marktwirtschaft gegenüber als überlegen erweisen könnte. 

Die Preisträger in der Übersicht

Kategorie unveröffentlichte Texte 

Platz 1: Kasyoka Salim Mutunga (Nairobi, Anwaltskanzlei Anjarwalla & Khanna), Titel: “Makers of Nations, Three Wise Men, and a Star from the East”

Platz 2: Team 1: Mathis Richtmann & Max Krahé (Berlin, Dezernat Zukunft), Titel: „Onwards, but not via Beijing: for a re-embedded liberalism” 

Team 2: Dr. Steffen Murau & Dr. Andrei Guter-Sandu (Boston University/London School of Economics), Titel: “Democratising Eurozone governance? Place ‘off-balance-sheet fiscal agencies’ under the European Parliament’s budget authority”

Platz 3: Dr. Lisa Suckert (Köln, Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung), Titel: „Zeit gewinnen! Von der Corona-Pandemie über Michael Endes Momo zu den Tücken der kapitalistischen Zeitherrschaft“ 

Bester veröffentlichter Text 

Adrian Lobe (Heidelberg, Journalist und Buchautor), Titel: „Macht der Computer uns zu Kommunisten?“

Weitere Informationen zu den Texten und Preisträgern:

www.wiwo.de/essaypreis und www.ghst.de/essaypreis

Kontakt:

Carmen Jacobi
Kommunikation
Gemeinnützige Hertie-Stiftung
Grüneburgweg 105
60323 Frankfurt
Tel. +49 69 660 756 – 155
JacobiC(at)ghst.de
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