Beruf: Politik

Politik verstehen, Vertrauen schaffen, Demokratie stärken. Ein Podcast der Hertie-Stiftung.

Was braucht Politik im 21. Jahrhundert?

Das Vertrauen in die Demokratie hängt an der Glaubwürdigkeit, Kompetenz und Integrität ihrer gewählten Repräsentanten. Doch viele ehemals angesehene Berufsgruppen, Kirchenvertreter, Manager, Journalisten, werden heute mit großem Argwohn betrachtet. Und viele Erwartungen an Politiker sind widersprüchlich: Sie sollen authentisch sein, aber beim Sprechen keine Fehler machen. Sie sollen sich als Mensch zeigen und medial inszenieren – das aber das bitte bescheiden und nicht als Ego-Shooter. Worauf es wirklich ankommt im Politiker-Alltag, welchen Gefahren gerade Kommunalpolitiker ausgesetzt sind und wie die Auswahl der Kandidaten für die Parlamente der Zukunft aussehen könnte: Das sind die Themen der Gesprächsreihe Beruf:Politik , die 2020 Corona bedingt als Podcast gestartet ist.

Wer versteht, baut Vertrauen auf

In der Reihe Beruf: Politik spricht Geschäftsführerin Elisabeth Niejahr mit Männern und Frauen mit politischen Biografien über die kleinen und großen Zwänge des politischen Geschäfts sowie mit Beobachtern aus der Wissenschaft und den Medien. Die Gespräche werden aufgezeichnet und sind über alle gängigen Podcast-Plattformen abrufbar.

So stellte 2020 in Beruf:Politik etwa Karl Lauterbach, SPD-Politiker und Epidemiologe, die Forderung, dass mehr Wissenschaftler Mandate übernehmen sollten und der ZEIT-Journalist Peter Dausend diskutierte mit ihm darüber, was Quereinsteigern im Berliner Politikbetrieb widerfährt. Christoph Lübke, Sohn des ermordeten Regierungspräsidenten Walter Lübcke, sprach über die Notwendigkeit, sich klar gegen menschenfeindlichen Meinungen zu positionieren – trotz aller Gefahren und Einschüchterungsversuche. Philip Husemann, Co-Geschäftsführer von JoinPolitics, beschrieb, wie er mit einer neuen Initiative politische Talente ohne Interesse an klassischen Parteikarrieren unterstützen will.