Berlin, 13. Juni 2026. Im Bundesfinale des Wettbewerbs Jugend debattiert erreichten zwei Schülerinnen den ersten Platz in ihrer jeweiligen Altersgruppe. Ob Influencer-Tätigkeiten von Kindern und Jugendlichen oder das deutsche föderale System – ganz gleich, wie komplex die gesellschaftsrelevanten Themen waren, Theresa Schneider aus Aschaffenburg und Smilla Egtved aus Bad Schwartau beleuchteten diese mit Klarheit und Überzeugung.
Das sind die Siegerinnen und Sieger 2026
Für das Verbot von Influencer-Tätigkeiten für Kinder und Jugendliche argumentierte in der Altersgruppe 8 bis 10 die 16-jährige Theresa Schneider aus Bayern. Die Jury, zu deren Mitglieder auch die Journalistin Sandra Maischberger zählte, bescheinigte der Schülerin des Karl-Theodor-von-Dalberg-Gymnasiums ein hervorragendes Ausdrucksvermögen und eine ebenso herausragende Fähigkeit, auf die Argumente der Gegenseite einzugehen.
In der Altersgruppe 10 bis 13 setzte sich Smilla Egtved aus Schleswig-Holstein auf der Pro-Seite für die Reduzierung der Zahl der Bundesländer ein. Mit hoher Sachkenntnis und Präzision überzeugte die 18-jährige Schülerin Publikum und Jury. Hervorgehoben wurden im Feedback der Jury ihre treibende Kraft für die Debattenstruktur und ihre geschickten Zuspitzungen.
Die acht Finalistinnen und Finalisten erwartet eine Einladung zum exklusiven rhetorischen Weiterbildungsangebot – der Akademiewoche – und zur Aufnahme in das Ehemaligenprogramm der Hertie-Stiftung.
25 Jahre Debattenkultur mit Bundespräsident
Das Bundesfinale 2026 stand zugleich im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Seit 25 Jahren fördert Jugend debattiert die Fähigkeit junger Menschen, unterschiedliche Positionen auszuhalten, Argumente kritisch abzuwägen und präzise zu formulieren.
Neben vielen langjährigen Wegbegleiterinnen und -begleitern bereicherte ein ganz besonderer Gast die Veranstaltung. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der Schirmherr des Programms, ermutigte das Publikum, die Botschaft von Jugend debattiert in den Alltag online wie offline mitzunehmen: „Denn jeder Ort, an dem Menschen erleben: Ich muss den anderen nicht verachten, um ihm zu widersprechen. Ich verliere nicht an Haltung, wenn ich einen Einwand ernst nehme. Und ich werde nicht schwächer, wenn ich zugebe, dass mich das gute Argument des anderen mindestens nachdenklich gemacht hat – jeder solche Ort ist ein Gewinn für unsere Demokratie.“
Demokratie lebt vom Streitgespräch
Mehr als 200.000 Schülerinnen und Schüler lernen jährlich, kontroverse Fragen respektvoll und fundiert zu diskutieren. Rund 11.500 Lehrkräfte an über 1.600 Schulen engagieren sich bundesweit dafür, Debattieren als Schlüsselkompetenz für demokratische Teilhabe zu vermitteln.
„Die Jubiläumsausgabe des Bundesfinales machte eindrucksvoll sichtbar, warum Jugend debattiert auch nach einem Vierteljahrhundert nichts von seiner Aktualität verloren hat: In einer Zeit gesellschaftlicher Polarisierung und digitaler Beschleunigung bleibt die Fähigkeit, fair, sachlich und respektvoll miteinander zu streiten, eine zentrale Voraussetzung für das Gelingen demokratischen Zusammenlebens“, sagte Annette Schavan, Vorstandsvorsitzende der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.
Die Debatten des Bundesfinales 2026 haben gezeigt, dass die nächste Generation bereit ist, diese Verantwortung zu übernehmen.
Platzierungen im Bundesfinale Jugend debattiert 2026
Debatte Altersgruppe 1 (Jahrgangsstufen 8 bis 10):
Thema: „Soll es Kindern und Jugendlichen verboten werden, als Influencer tätig zu sein?”
1. Platz: Theresa Schneider, 16 Jahre, Karl-Theodor-von-Dalberg-Gymnasium, Aschaffenburg
2. Platz: Mats Klingberg, 16 Jahre, Olzeborchschule, Henstedt-Ulzburg
3. Platz: Georg Schupelius, 15 Jahre, Gymnasium Steglitz, Berlin
4. Platz: Layla Wölfle, 14 Jahre, Gymnasium Hummelsbüttel, Hamburg
Debatte Altersgruppe 2 (Jahrgangsstufen 10 bis 13):
Thema: „Soll die Zahl der Bundesländer reduziert werden?”
1. Platz: Smilla Egtved, 18 Jahre, Leibniz-Gymnasium, Bad Schwartau
2. Platz: Magdalena Binninger, 16 Jahre, Rosa-Luxemburg-Gymnasium, Berlin
3. Platz: Leonor Carvajal, 18 Jahre, Stormarnschule, Ahrensburg
4. Platz: Emma Berens, 17 Jahre, Albert-Schweitzer-Gymnasium, Dillingen/Saar
Die Fotos finden Sie ab ca. 16:00 Uhr im Servicebereich.
Rückfragen beantwortet gern:
Pressebüro Jugend debattiert
c/o neues handeln AG
Tel. 0176 133 38-059
jugend-debattiert@neueshandeln.de
Jugend debattiert ist eine Initiative des Bundespräsidenten und steht unter seiner Schirmherrschaft. Partner sind die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, die Heinz Nixdorf Stiftung sowie die Kultusministerkonferenz, die Kultusministerien und die Parlamente der Länder. Das Programm wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
Weitere Infos unter: www.jugend-debattiert.de