Ausstellung in Berlin: faces of mind
Diese Ausstellung im Berliner HAUS. KUNST. MITTE. setzt sich in vielfältigen künstlerischen Positionen der letzten 50 Jahre mit dem menschlichen Kopf auseinander.
faces of mind richtet den Blick auf den menschlichen Kopf als Ort von Wahrnehmung, Emotion und Identität. Nicht als klassisches Porträt, sondern als offenes Feld künstlerischer Auseinandersetzung mit dem Inneren des Menschen.
Die Ausstellung (17. Januar bis 11. April 2026) versammelt über 200 Werke aus rund 50 Jahren – von Malerei und Zeichnung über Skulptur bis Fotografie. Die Arbeiten untersuchen, wie Gefühle, Erinnerungen und innere Spannungen sichtbar werden können: durch Reduktion oder Überzeichnung, durch Fragmentierung, Maske oder Verfremdung. Gesichter erscheinen dabei weniger als Wiedererkennungsmerkmale, sondern als Ausdruck von Zustand, Rolle und Selbstwahrnehmung.
Vertreten sind internationale und generationsübergreifende Positionen – von Klassikern wie Pablo Picasso, Georg Kolbe, Rosemarie Trockel, Markus Lüpertz, Neo Rauch oder Thomas Schütte bis zu zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern wie Amoako Boafo, Christoph Niemann, Leiko Ikemura, Sandra Vásquez de la Horra, Nicola Samorì oder Tabitha Wa Thuku. Die Vielfalt der Handschriften macht sichtbar, wie unterschiedlich das Thema „Kopf“ künstlerisch gelesen werden kann.
Ergänzt wird die Ausstellung durch Bezüge zur Neurowissenschaft: Wie entstehen Emotionen und Wahrnehmungen im Gehirn? Und warum reagieren wir so unmittelbar auf Gesichter? faces of mind lädt dazu ein, diese Fragen aus künstlerischer und wissenschaftlicher Perspektive neu zu betrachten.