Beruf: Politik

Politik verstehen, Vertrauen schaffen, Demokratie stärken.

Beruf: Politik

IN DIESER GESPRÄCHSREIHE GEBEN MENSCHEN MIT POLITISCHEN BIOGRAFIEN EINBLICKE IN IHREN ALLTAG. WIE IST ES, IM 21. JAHRHUNDERT POLITIK ZU MACHEN? 

Die Krise der Demokratie ist auch eine Vertrauenskrise. Politiker, Kirchenvertreter, Manager, Journalisten: Viele ehemals angesehene Berufsgruppen werden argwöhnisch beobachtet: Machen „die da oben“ nicht ohnehin, was sie wollen? Versprechen Politiker nicht ständig Dinge, die sie später nicht halten?

Letztere Meinung zumindest ist ein Klischee. Eine umfangreiche Studie der Bertelsmann Stiftung hat untersucht, ob die Große Koalition hält, was sie verspricht. Sie kommt zu dem Schluss: „In den ersten 18 Monaten ihrer Regierungsarbeit hat die Große Koalition bereits zwei Drittel ihrer Versprechen eingelöst oder angepackt“. 

Und dennoch: Der Beruf des Politikers hat keinen guten Ruf. Wer heute über Spitzenpolitikerinnen oder Politiker die Nase rümpft, kann oft mit Zustimmung rechnen. Ein neues Gesprächsformat soll dazu beitragen, Missverständnisse auszuräumen, Vorurteile abzubauen und die Gründe des Handelns der gewählten Volksvertreter unterschiedlicher Parteien aufzeigen.

Wer versteht, baut Vertrauen auf

In der Reihe „Beruf: Politik“ berichten Männer und Frauen mit politischen Biografien aus ihrem Alltag, Beobachter aus der Wissenschaft und den Medien sprechen darüber, was an der Arbeit in Behörden oder Verwaltungen spannend ist und vielleicht erst auf den zweiten Blick sichtbar wird. Die Gespräche werden als Podcasts aufgezeichnet oder finden als Live-Veranstaltungen statt.

Wo möglich, sollen die Gespräch beispielsweise auch in Coworking-Spaces stattfinden,  da deren Betreiber vielfach den Wunsch nach stärkerem Austausch mit Bürgern ihrer Region haben. Die Demokratie braucht alte und neue Orte, in denen Menschen unterschiedlicher Denkweisen zusammenkommen.

Beruf:Politik Podcast

Im Podcast spricht Elisabeth Niejahr, Geschäftsführerin des Demokratie-Bereichs der Hertie-Stiftung, mit Persönlichkeiten aus Politik und Medien über die Herausforderungen des Berufs und das Berufsbild in der Öffentlichkeit.

Folge 1: Peter Tauber und Christoph Lübcke

Sein Vater wurde von Rechtsradikalen ermordet: Wir sprechen mit Christoph Lübcke, Sohn des 2019 getöteten Regierungspräsidenten Walter Lübcke, über das fehlende Bewusstsein für die Errungenschaften unserer Demokratie. Peter Tauber, Staatssekretär und Mitglied des Bundestages, ist seit vielen Jahren befreundet mit Lübcke und berichtet von seinen Erfahrungen aus dem Zentrum des politischen Betriebs in Berlin.

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