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Dr. Johannes Kohl, Foto: Francis Crick Institute
Interview mit Dr. Johnannes Kohl, Juli 2026

Das Gehirn ist viel dynamischer als lange angenommen

Kandel-Preisträger Dr. Johannes Kohl spricht über den Einfluss von Hormonen auf das Gehirn, elterliches Verhalten bei Mäusen und die Schönheit der Grundlagenforschung.
Gehirn erforschen

Quick Read: Worum es geht

Der 42-jährige Neurowissenschaftler und Gruppenleiter am Francis Crick Institute, Dr. Johannes Kohl, der mit dem Eric Kandel Young Neuroscientists Prize 2025 ausgezeichnet wurde, spricht im Interview über seinen Forschungsschwerpunkt: den Einfluss hormoneller Zustände auf die Funktionen des Gehirns. Im Mittelpunkt seiner Forschung steht das elterliche Verhalten von Mäusen und die Frage, wie hormonelle Veränderungen mütterliche und väterliche Fürsorge beeinflussen. Er spricht darüber, inwiefern sich seine Erkenntnisse auf Menschen übertragen lassen und verrät, wofür er das Preisgeld einsetzen möchte.

Wie verändern Hormone das Gehirn – und was bedeutet das für Verhalten, psychische Gesundheit und Elternschaft? Der Neurowissenschaftler Dr. Johannes Kohl, Gruppenleiter am Francis Crick Institute in London, untersucht Fragen, denen viele Forschende lange Zeit aus dem Weg gegangen sind. Für seine Arbeit auf dem Gebiet der Verhaltensneurowissenschaften erhält der 42-Jährige den mit 100.000 Euro dotierten Eric Kandel Young Neuroscientists Prize 2025, der am 9. Juli 2026 auf dem FENS Forum in Barcelona verliehen wird. Die Hertie-Stiftung und die Federation of European Neuroscience Societies (FENS) vergeben den Preis alle zwei Jahre an herausragende junge Wissenschaftler in der Hirnforschung. In unserem Interview erfahren Sie, woran Dr. Johannes Kohl forscht, welche gesellschaftlichen Fragen seine Arbeit aufwirft – und was er mit dem Preisgeld vorhat.  

Herzlichen Glückwunsch zum Eric Kandel Young Neuroscientists Prize 2025! Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie von der Auszeichnung erfahren haben? 

Ich war völlig überrascht. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Eine Kollegin und mein Institut hatten mich für den Preis nominiert. Manche Auszeichnungen erscheinen allerdings so unwahrscheinlich, dass man gar nicht mehr darüber nachdenkt, ob man überhaupt eine Chance hat. Deshalb war ich wirklich sehr überrascht. Und natürlich war das ein großartiger Tag. Gerade in meinem Karrierestadium bedeutet mir so eine Auszeichnung besonders viel, weil es dabei nicht nur um mich geht: Es geht um die Forschung, die unser Labor geleistet hat. Ich bin nur die Spitze des Eisbergs. Hinter diesem Preis stehen sechs Jahre gemeinsamer Arbeit. Dass diese Team-Leistung auf diese Weise anerkannt wird, ist etwas sehr Schönes. 

 

 

Worum geht es genau in Ihrer Forschung?  

Im Kern geht es darum, wie innere Zustände des Körpers die Form und Funktion des Gehirns beeinflussen. Genauer gesagt untersuchen wir, wie etwa Stress oder Hunger, aber auch Schwangerschaft und Pubertät das Gehirn strukturell beeinflussen. Ein zentrales Modell unserer Forschung ist die Elternschaft. Dabei schauen wir uns an, wie hormonelle Zustände neuronale Schaltkreise beeinflussen und wie sich diese Veränderungen im Verhalten niederschlagen. Um die Funktion der dabei beteiligten Schaltkreise zu untersuchen, kombinieren wir verschiedene Methoden, darunter In-vivo-Bildgebung, Verhaltensanalysen, molekulare Ansätze oder virales Tracing – ein Verfahren, bei dem markierte Viren genutzt werden, um neuronale Netzwerke im Gehirn sichtbar zu machen.  

 

“Die Hirnstruktur ist relativ ähnlich, wichtige Hirnregionen finden sich sowohl bei Mäusen als auch beim Menschen. Auch die hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft sind vergleichbar. ”

Sie beobachten für Ihre Forschung das Verhalten bzw. die „Elternschaft“ von Mäusen. Wie gut lassen sich solche Erkenntnisse auf den Menschen übertragen?  
Es gibt natürlich Bereiche, die übertragbarer sind als andere. Insgesamt ist die Maus für unsere Fragestellungen aber ein Modellsystem, das in einem gewissen Sweet Spot liegt. Vieles ist vergleichbar. Die Hirnstruktur ist relativ ähnlich, wichtige Hirnregionen finden sich sowohl bei Mäusen als auch beim Menschen. Auch die hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft sind vergleichbar. Es handelt sich um dieselben Hormone, die evolutionär hochgradig konserviert sind. Darüber hinaus ist die grundlegende Organisation der Schaltkreise im Gehirn sehr ähnlich. Deshalb halte ich die Übertragbarkeit in dem Bereich, mit dem wir uns beschäftigen, grundsätzlich für hoch. Gleichzeitig geht es uns in erster Linie darum, biologische Prozesse und Mechanismen zu verstehen. Wir betreiben bewusst Grundlagenforschung. Wir sind nicht von bestimmten Krankheitsbildern oder translationalen Fragestellungen getrieben. Manche dieser Erkenntnisse werden sich später als relevant für den Menschen erweisen, andere vielleicht nicht. Das ist die Schönheit der Grundlagenforschung. Oft weiß man erst Jahre oder sogar Jahrzehnte später, welche Bedeutung bestimmte Entdeckungen haben werden. Aber das ist ein Luxus, den wir uns erlauben müssen als Gesellschaft, weil wir die Mechanismen anderweitig nicht verstehen können.  

Wie kam es dazu, dass Sie sich mit elterlichem Verhalten beschäftigt haben?  

Während meiner Zeit als Postdoktorand in Harvard habe ich begonnen, elterliches Verhalten bei Mäusen zu untersuchen. Uns interessierte zunächst, wie dieses Verhalten auf neuronaler Ebene und in den zugrunde liegenden Netzwerken gesteuert wird. Daraus entstand später die Frage, welchen Einfluss Hormone darauf haben. Wenn man das Verhalten vor und nach einer Schwangerschaft betrachtet, sind die Unterschiede enorm. Tiere ohne eigene Erfahrung mit Nachwuchs können Fürsorgeverhalten zeigen und es auch erlernen. Mütter dagegen verhalten sich fast immer hochgradig fürsorglich. Überrascht hat uns, dass sich diese Veränderungen bereits während der Schwangerschaft zeigen. Ursprünglich gingen wir davon aus, dass der Unterschied zwischen Müttern und Nichtmüttern vor allem auf hormonelle Prozesse rund um die Geburt zurückgeht, etwa auf Oxytocin. Tatsächlich verändern sich bestimmte Verhaltensweisen aber schon vorher. Gegen Ende der Schwangerschaft verhielten sich die Tiere in unseren Tests bereits ähnlich wie Mütter gegenüber Jungtieren. Für uns war das ein Hinweis darauf, dass die Netzwerke, die an elterlichem Verhalten beteiligt sind, schon während der Schwangerschaft beeinflusst werden. Dabei spielen andere Hormone eine wichtige Rolle, insbesondere Östrogen und Progesteron. 

Sie sprechen von „Elternschaft“. Gilt das auch für die Maus-Männchen? 

Bei den Männchen passiert noch einmal etwas ganz Interessantes. Bei den Weibchen sieht man diesen Boost im Fürsorgeverhalten. Bei den Männchen gibt es ebenfalls einen Boost, allerdings verbunden mit einem noch ausgeprägteren Verhaltenswechsel. Sexuell unerfahrene Männchen attackieren Jungtiere normalerweise. In den etwa drei Wochen nach der Fortpflanzung passiert dann etwas im Gehirn, das sie zu fürsorglichen Vätern werden lässt. Wir wissen bislang kaum, was dabei genau geschieht. Interessant ist, dass dieser sogenannte postmating switch zeitlich ungefähr der Dauer einer Schwangerschaft entspricht. Wir glauben, dass es sich dabei um einen Mechanismus handelt, der gewährleistet, dass sich das Männchen um Nachwuchs kümmert, der sein eigener sein könnte. Nach allem, was wir wissen, erkennen männliche Mäuse ihren eigenen Nachwuchs nicht. Sie haben oft Nachkommen mit unterschiedlichen Partnern. Deshalb könnte dieser Mechanismus als eine Art Zeitgeber fungieren: Wenn etwa drei Wochen nach der Fortpflanzung Jungtiere auftauchen, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es sich um den eigenen Nachwuchs handelt. Entsprechend wird Fürsorgeverhalten aktiviert. Dabei zeigt sich, dass sich die Männchen auch um Jungtiere kümmern, die nicht aus dem eigenen Wurf stammen. Was genau dabei im Gehirn passiert, ist allerdings noch weitgehend unklar. Das ist eines der wenigen Gebiete in der Biologie und Biomedizin, in denen männliche Tiere tatsächlich weniger gut untersucht sind als weibliche.  

Was sind Ihre wichtigsten und überraschendsten Erkenntnisse der vergangenen Jahre?  

Es gibt einige Erkenntnisse, die für uns wirklich neu waren. Eine davon betrifft den starken Anstieg elterlichen Fürsorgeverhaltens während der Schwangerschaft. Wir konnten zeigen, dass er eine Konsequenz der Einwirkung der Schwangerschaftshormone Östrogen und Progesteron auf eine kleine Population von Nervenzellen im Hypothalamus ist. Der Hypothalamus ist eine evolutionär alte Hirnregion, die an instinktiven Verhaltensweisen beteiligt ist. Wir haben herausgefunden, dass diese Hormone die beteiligten Nervenzellen dauerhaft verändern. Die Schwangerschaftshormone bewirken also strukturelle und funktionelle Veränderungen. Das war auch deshalb überraschend, weil es in den Neurowissenschaften lange die Vorstellung gab, dass solche evolutionär alten Hirnregionen relativ starre Schaltkreise enthalten. Je genauer wir diese Strukturen untersuchen, desto plastischer erscheinen sie jedoch. Das ergibt biologisch durchaus Sinn. Instinktive Verhaltensweisen wie elterliches Verhalten sind hochgradig dynamisch und sollten nur dann aktiviert werden, wenn sie tatsächlich gebraucht werden. Außerdem sehen wir, dass elterliches Verhalten nicht nur durch Hormone angestoßen werden kann. Tiere ohne eigene Erfahrung mit Nachwuchs können Fürsorgeverhalten auch erlernen. Genau diese Flexibilität interessiert uns. Wir wollen verstehen, wie sich elterliches Verhalten als Folge von Lernen einerseits und hormonellen Veränderungen andererseits vergleichen lässt. Man kann sagen: Elternschaft ist ein besonders eindrucksvolles Beispiel dafür, wie sich das Gehirn an neue Lebensphasen anpasst.  

“Man kann sagen: Elternschaft ist ein besonders eindrucksvolles Beispiel dafür, wie sich das Gehirn an neue Lebensphasen anpasst.”

Was bedeuten Ihre Forschungsergebnisse - auch im Hinblick auf den Menschen? 

Da gibt es mehrere Richtungen. Für mich ist zunächst die mechanistische Ebene äußerst spannend. Unsere Forschung zeigt, was im Gehirn überhaupt möglich ist. Wie viel Flexibilität selbst in Schaltkreisen steckt, die seit Millionen von Jahren funktionieren müssen. Diese Schaltkreise sind ausgesprochen dynamisch. Sogar dynamischer, als wir lange Zeit angenommen haben. Daraus ergibt sich unmittelbar die Frage: Wie kann ein robustes Verhalten durch einen Schaltkreis gewährleistet werden, der gleichzeitig hochgradig dynamisch und plastisch ist? Das sind aus meiner Sicht sehr spannende Themen. Für den Menschen stellt sich außerdem die Frage, was Hormone eigentlich leisten. Je nachdem, wen man fragt, werden Hormone entweder überschätzt oder unterschätzt. Manche argumentieren, wir seien rationale Wesen und Hormone spielten nur eine untergeordnete Rolle. Andere betrachten sie beinahe als magische Faktoren, die unser gesamtes Verhalten bestimmen. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen. Wir versuchen herauszufinden, wo genau. Was können Hormone leisten und was nicht? Ich persönlich würde vermuten, dass sie mehr beeinflussen, als wir gemeinhin annehmen. 

 

Hormone werden also unterschätzt? 

Meiner Ansicht nach ja. Das ist auch gesellschaftlich ein äußerst spannendes Thema. Es gibt Menschen, die aus biologischen Korrelaten des Mutterseins gesellschaftliche Sollzustände ableiten. Nach dem Motto: Wenn Mütter biologisch besonders gut auf Fürsorge vorbereitet sind, dann sei die bestehende Rollenverteilung letztlich gerechtfertigt. Das Thema Gleichberechtigung ist damit abgehakt. Auf der anderen Seite werden bestimmte Erfahrungen sehr schnell auf Hormone zurückgeführt. Frauen hören dann etwa: „Das sind die Hormone, deshalb bist du müde oder emotional.“ Deshalb brauchen wir aus meiner Sicht mehr Klarheit darüber, was Hormone können und was nicht. Viele Forschende haben sich jahrzehntelang vor solchen Fragestellungen gescheut. Noch heute arbeiten zahlreiche Neurowissenschaftler überwiegend mit männlichen Tieren oder männlichen Probanden, weil sie Angst vor Hormonen haben. Hormone bringen ihrer Ansicht nach zu viel Komplexität und Variabilität ins Experiment. Meiner Ansicht nach sollte man Hormone eher als Chance begreifen. Wenn wir verstehen, wie sie sich verändern, können wir auch Verhalten besser verstehen. Gerade dynamische Lebensphasen wie Schwangerschaft, Pubertät oder die Wechseljahre sind dabei besonders interessant. In solchen Phasen können Prozesse auch aus dem Gleichgewicht geraten. Deshalb ist es wichtig zu verstehen, wie diese Plastizität funktioniert und welche Rolle sie möglicherweise bei Erkrankungen wie Depressionen oder Psychosen spielt. Langfristig könnte sich daraus auch die Frage ergeben, wie wir über hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille nachdenken. Können wir beispielsweise rechtfertigen, Teenager mit Hormonen „vollzupumpen“, wenn wir ihre Wirkungen noch gar nicht vollständig verstanden haben? Das sind letztlich gesellschaftliche Fragen. Voraussetzung dafür ist aber zunächst ein besseres Verständnis der biologischen Mechanismen. 

Eric Kandel Young Neuroscientists Prize

Mit dem Eric Kandel Young Neuroscientists Prize möchte die Hertie-Stiftung herausragenden wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich der Neurowissenschaften für seine Leistungen auszeichnen und zum Fortkommen in der Forschungslaufbahn beitragen. Der Preis ist nach dem amerikanischen Hirnforscher und Nobelpreisträger Prof. Dr. Eric Kandel benannt, mit 100.000 Euro dotiert und wird im zweijährigen Turnus vergeben. Er wird seit 2010 durch die Hertie-Stiftung in Kooperation mit der Federation of European Neuroscience Societies (FENS) ausgeschrieben und steht unter der Schirmherrschaft von Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt. 

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Wie geht Ihre Forschung jetzt weiter? Welche Fragen möchten Sie noch beantworten? 

Wir haben inzwischen verstanden, wie ein kleiner Teil der Schaltkreise im Gehirn durch Hormone beeinflusst wird. Jetzt wollen wir verstehen, wie diese Veränderungen über das gesamte Gehirn hinweg koordiniert werden. Schließlich laufen während einer Schwangerschaft und rund um die Geburt zahlreiche Anpassungsprozesse gleichzeitig ab, die offenbar erstaunlich präzise aufeinander abgestimmt sind. Darüber hinaus interessieren wir uns zunehmend für andere dynamische hormonelle Zustände, etwa die Pubertät oder die Wechseljahre. Auch dort stellt sich die Frage, wie hormonelle Veränderungen neuronale Schaltkreise beeinflussen und welche Folgen das für das Verhalten hat. In diesem Bereich passiert momentan sehr viel, inzwischen wächst das Interesse deutlich. Gleichzeitig brauchen wir bessere Methoden, um Hormone und ihre Wirkungen genauer zu messen und zu verstehen. 

Haben Sie eigentlich schon Pläne für Ihr Preisgeld?   

Die Hälfte des Preisgeldes ist für wissenschaftliche Zwecke vorgesehen. Das werde ich zunächst als eine Art flexiblen Fonds nutzen, um Projekte zu fördern, für die man normalerweise nur schwer finanzielle Unterstützung bekommt. Ich möchte das Geld erst einmal bewusst unangetastet lassen und schauen, wo es den größten Unterschied machen kann. Vielleicht ermöglicht es uns Feldarbeit oder Projekte, die ein höheres Risiko haben und am Anfang einen kleinen Boost brauchen, um überhaupt ins Laufen zu kommen. Außerdem würde ich gern etwas Schönes für das Labor machen. Die Menschen dort haben die eigentliche Arbeit geleistet. Deshalb würde ich sie gerne belohnen und wertschätzen, vielleicht mit einem Retreat hier in England oder im europäischen Ausland. Eine weitere Idee wäre ein Reisestipendium für Studierende, die sich die Teilnahme an wissenschaftlichen Konferenzen sonst nicht leisten könnten. Meine erste große Konferenz war 2009 das FENS Forum. Ich war damals ein ziemlich mittelloser Student und konnte mir die Teilnahme gerade so leisten. Dieses Treffen – damals in Genf – war für mich eine prägende Erfahrung. Deshalb würde ich gerne prüfen, ob sich mit einem Teil des Preisgeldes einigen Studierenden dieselbe Möglichkeit eröffnen lässt.  

 

Der Preis trägt den Namen des Neurowissenschaftlers Eric Kandel, der 2000 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Sind Sie ihm schon mal persönlich begegnet? 

Als ich noch im Grundstudium war, habe ich ihn auf einer Konferenz in einer kleinen Runde von vielleicht 20 Studierenden erlebt. Wir haben ihn zu seiner Forschung und seinem Lebensweg befragt. Sein Lehrbuch Principles of Neural Science war für meine Generation von Neurowissenschaftlern das Standardwerk, und ist es für viele bis heute. Eric Kandel damals persönlich zu erleben, war für mich eine herausragende Erfahrung.

Und jetzt stehen Sie demnächst selbst auf der Bühne des FENS Forum und werden mit dem Eric Kandel Young Neuroscientists Prize geehrt…

Ja, so etwas kann passieren. Für mich ist das ein schöner Kreis, der sich schließt. 


Das Interview führte Rena Beeg für die Gemeinnützige Hertie-Stiftung  

 

 

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