Hertie Network of Excellence in Clinical Neuroscience

Das Hertie Network of Excellence in Clinical Neuroscience und die Hertie Academy of Clinical Neuroscience fördern und vernetzen exzellente Neurowissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler.

Die besten Köpfe aus Forschung und klinischer Anwendung

Das Hertie Network of Excellence in Clinical Neuroscience und die Hertie Academy of Clinical Neuroscience bilden Ein einzigartiges Netzwerk zur Förderung der klinischen Neurowissenschaften.

Aus der nationalen und internationalen Hirnforschung gehen mittlerweile zahlreiche Erkenntnisse hervor, die sowohl innovative Strategien für Diagnostik und Therapie als auch zunehmend für Früherkennung und Prävention von Gehirnerkrankungen eröffnen. Die große Herausforderung ist es, den Prozess der Translation von Forschungsergebnissen aus dem Labor in die Klinik entscheidend zu beschleunigen und zum Wohle des Patienten voranzutreiben. Um hier erfolgreich zu sein, sollten die besten Köpfe aus beiden Welten – Grundlagenforschung und klinische Forschung – für diese Aufgabe begeistert, bestmöglich ausgebildet und ihnen Karrieremöglichkeiten eröffnet werden.

Sechs deutsche Spitzenstandorte

Die Hertie-Stiftung möchte als sichtbarer Katalysator dienen und gründet mit ihrem neuen Programm, dem „Hertie Network of Excellence in Clinical Neuroscience“ ein einzigartiges Netzwerk zur nachhaltigen Förderung der besten deutschen Standorte auf dem Gebiet der klinischen Neurowissenschaften. Mit dieser neurowissenschaftlichen Allianz werden innovative Formen der Organisation und Kooperation gefördert. Das Netzwerk setzt sich aus sechs deutschen Spitzenstandorten zusammen, die sich durch eine enge Zusammenarbeit der neurologischen Universitätsmedizin mit grundlagenwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen auszeichnen.

Die besten Köpfe

Ergänzend zum Standort Tübingen mit dem Hertie-Institut für klinische Hirnforschung gehören bundesweit fünf weitere exzellente neurowissenschaftliche Standorte zu dem Zusammenschluss. Basis für das Netzwerk ist das Karriereförderprogramm „Hertie Academy of Clinical Neuroscience“. Pro Standort nehmen jeweils die vier besten Köpfe aus den Bereichen clinician und medical scientists am Qualifizierungsprogramm der Hertie Academy für einen Zeitraum von drei Jahren teil. Das Programm nimmt seine Arbeit mit Beginn des Jahres 2020 auf.

Die sechs Spitzenstandorte

15 Universitätsstandorte haben sich für das Hertie Network of Clinical Neuroscience beworben. Eine internationale Jury hat aus den Bewerbern die sechs besten Standorte ermittelt:

Berlin

Berlin

Die klinischen Neurowissenschaften an der Charité – Universitätsmedizin Berlin zeichnen sich durch eine enge Partnerschaft zwischen der Klinik für Neurologie mit der Abteilung für Experimentelle Neurologie und dem Neurowissenschaftlichen Forschungszentrum aus. Neben dem Zugang zu Laboren, Klinik und Patientenkohorten bringt der Berliner Standort insbesondere translationale Expertise und Infrastruktur in das Netzwerk ein. Der Standort Berlin wird vertreten durch Prof. Dr. Matthias Endres und Prof. Dr. Sarah Shoichet.

Website der Charité

Bonn

Bonn

Die Schwerpunkte des neurowissenschaftlichen Standorts Bonn sind u.a. die Erforschung neurobiologischer Grundlagen von Neuron-Neuron-, Neuron-Glia- und Neuron-Immun-Interaktion, die skalenübergreifend von der molekularen Ebene über Zellbiologie bis hin zu komplexen Netzwerkaktivitäten in vivo untersucht werden. Die Medizinische Fakultät Bonn hat verschiedene Nachwuchsförderinstrumente für junge Ärzte und Nachwuchswissenschaftler sowie Graduiertenprogramme, die den Stipendiaten des Netzwerks offen stehen. Der Standort Bonn wird vertreten durch Prof. Dr. Anja Schneider und Prof. Dr. Heinz Beck.

Website des Universitätsklinikum Bonn

Hamburg

Hamburg

Zwei Schwerpunkte sind in Hamburg besonders entwickelt: neurovaskuläre und neuroimmunologische Erkrankungen. Es konnten bereits fünf Professuren für Neurologie, Schlaganfall- und Multiple Sklerose-Forschung eingerichtet werden, die die translationalen Bestrebungen stark vorangetrieben haben. Der Standort Hamburg kann dynamische, teambasierte Aktivitäten aus Forschung und Klinik in das Netzwerk einbringen und bietet eine intensive Nachwuchsförderung an. Der Standort Hamburg wird vertreten durch Prof. Dr. Christian Gerloff und Prof. Dr. Manuel Friese.

Website des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf

Heidelberg-Mannheim

Heidelberg–Mannheim

Das Neuroonkologie-Programm Heidelberg/Mannheim bietet umfangreiche Forschungsaktivitäten, Nachwuchsförderung, moderne Diagnostik und innovative Therapiestrategien und eine hervorragende translationale und klinische Infrastruktur. Der Standortverbund hat mit der Schnittstelle zwischen Neurowissenschaften und Onkologie und durch eine Partnerschaft zwischen dem Deutschen Krebsforschungszentrum und der Universität Heidelberg eine herausragende Position in der nationalen und internationalen Forschungslandschaft. Die Standorte Heidelberg und Mannheim werden vertreten durch Prof. Dr. Wolfgang Wick und Prof. Dr. Michael Platten.

Website der Medizinischen Fakultät Mannheim

Website der Medizinischen Fakultät Heidelberg

München

München

Neurowissenschaftliche Schwerpunkte des Standorts München mit den beiden Exzellenzuniversitäten, der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und der Technischen Universität (TUM) sind neurodegenerative Erkrankungen, Schlaganfall und Erkrankungen der Hirngefäße, sowie entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems. LMU und TUM legen besonderes Gewicht auf die Nachwuchsförderung: Neben der Ausbildung von clinician scientists verfügen beide über umfangreiche Erfahrungen in der Ausbildung von Grundlagenforscherinnen und Grundlagenforschern, die sich krankheitsrelevanten Fragestellungen widmen und gemeinsam mit clinician scientists die Erforschung und Behandlung von Erkrankungen vorantreiben. Der Standortverbund München wird vertreten durch Prof. Dr. Martin Dichgans und Prof. Dr. Thomas Korn.

Website des Klinikums der LMU

Website des Klinikum rechts der Isar der TUM

Tübingen

Tübingen

Das Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH) vereint Forschung, Patientenversorgung und Ausbildung junger Ärztinnen und Ärzte und Neurowissenschaftlerinnen und Neurowissenschaftler unter einem Dach. HIH-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben maßgeblich zur Gründung des Exzellenzclusters "Werner Reichardt Center for Integrative Neuroscience" (CIN) und des Tübinger Standorts des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) beigetragen. Ein besonderer Schwerpunkt der klinischen Neurowissenschaft in Tübingen liegt auf der Früherkennung sowie der personalisierten Therapie. Zudem werden innovative Neurotechnologien zur Diagnose, Therapie und Rehabilitation genutzt. Der Standort Tübingen wird vertreten durch Prof. Dr. Thomas Gasser und Prof. Dr. Martin Giese.

Website des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung


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